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Archive for the Tag 'Onlinemedien'

»Alle Untersuchungen zeigen…«


SZ: So schwer ist es ja nicht, online aktuelle Artikel zu lesen.

Todenhöfer: Alle Untersuchungen zeigen, dass im Internet nur kurze Stücke gerne gelesen werden. Um die Welt zu verstehen, muss aber auch mal ein längeres Stück lesen. Print hat gegenüber Online zwei große Vorteile: Glaubwürdigkeit und Genuss.

Hervorhebung von mir - hat irgendjemand zu dieser Aussage die entsprechenden “Alle”-Links parat? Ich höre das zwar immer wieder, aber wenn das “Alle” zeigen, ist die Web Crowd hier doch sicherlich viel schneller und effizienter als meine Suchmaschinenfähigkeiten…

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Reine Videotie?

Video, Video! Der Schlachtruf unserer Tage ist das bewegte Bild. Zeitungen setzen online darauf, Parteien setzen darauf, Firmen setzen darauf. Video! Video!

Der gesunde Menschenverstand ist oft genug problematisch, von sich selbst auf andere schließen oft verkehrt. Aber die Analyse der eigenen Verhaltensweisen gibt gute Anhaltspunkte, anhand derer man den Umgang anderer mit etwas vielleicht besser nachvollziehen kann. Die Nutzung von Onlinevideos ist so ein Fall.

Fernsehen ist ein unglaublich faules Medium. Man setzt sich hin und konsumiert (und wird konsumterrorisiert). Fernsehen funktioniert auf seine ganz eigene Weise.

Was passiert, wenn man nun Bewegtbilder im Netz publiziert? Welche Verhaltensweisen treten dort zu Tage?
Onlinevideo ist nicht “Fernsehen”. So banal es klingt, man sollte es berücksichtigen:

  • ich brauche Audioequipment: Kopfhörer oder Boxen
  • ich brauche Zeit: Video erfordert drei Sinne und ein abgebrochenes Video setze ich kaum fort
  • ich brauche Bandbreite: mobil macht Video nach wie vor gar keinen Spaß

Diese Liste ließe sich fortsetzen. Onlineaudio? Lässt sich passiv konsumieren. Text? Lässt sich gut später fortsetzen und ist leise.

Darüber hinaus kommt ein typischer Effekt zum tragen: Ich weiß nicht, was mich erwartet. Das lässt sich zwar beheben, indem Teasertexte zum Video gestellt werden - oder diese in einen größeren Kontext eingebettet werden. Doch letztendlich: Ich muss mich auf Video einlassen. Das ist und bleibt anspruchsvoll. Da Video ab einem gewissen Qualitätsanspruch zudem auch noch extrem teuer ist, sollte man sich daher sehr gut überlegen, ob man auf dieses Format allzugroße Hoffnungen setzen sollte. Oder liege ich hier falsch? Ich bitte um Gegenmeinungen.

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meedia.de: Wie im Jahr 2000. Nur sehr viel schlimmer.

Meedia.de ist da. Eineinhalb Jahre nach der Ankündigung ist der neue, ausschließlich online erscheinende Mediendienst gestartet. Das Ergebnis erstaunt. Continue Reading »

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Einestages wunder ich mich

Auf Spiegel Online ist derzeit ein Text verlinkt, der in “EinesTages”, dem UGC-Zeitgeschichte-Portal der Hamburger läuft. Dort erklärt “der Richthofen-Biograf” Joachim Castan, wie sich der letzte Tag Manfred von Richthofens abgespielt habe und wie die Legendenbildung funktioniert habe.

Dass es sich um einen EinesTages-Text handelt, ist aus dem Teaser auf der Startseite nicht ersichtlich. Dass es sich dabei jedoch um einen miserabel redigierten (vermutlich gar nicht) Text handelt, stellt man hingegen schnell fest: mit einem Richtofen kann ich vielleicht gezielt Brötchen backen. Aber dass ein Richthofen-Biograf im Text gleich zweimal den Namen des Objekts seiner Schreibfreude falsch schreibt…

Ganz am Ende findet sich auf EinesTages dann ein Link:

Im SPIEGEL-Shop:

* Joachim Castans Buch “Der rote Baron. Die ganze Geschichte des Manfred von Richthofen” ist hier erhältlich.

Dieser Artikel ist also
1. nicht UGC.
2. zumindest Eigenwerbung für das Buch des Autoren, das so großartig ist, dass es der Spiegelshop auch gleich anbietet.
3. nicht oder nur schlampig redigiert.
4. trotzdem für genug Klicks gut - ob das genauso wäre, wenn “EinesTages” drüberstände, weiß ich nicht.

Schön.

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