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Archive for the 'Woanders' Category

Lesestoff: Indien, Wachstum, Europa, digitales Nirwana

Lesen ist etwas wunderbares, wenn man sich dafür Zeit nimmt. Vielleicht hat der eine oder andere Leser der Kühlschranknotizen ja einen kleinen Moment, dann möchte ich auf ein paar Stücke verweisen, die mich in den letzten Tagen auf die eine oder andere Weise interessiert haben.

Wie verkauft man Wissenschaft, die herausfindet, was alle schon vermuteten? Indem man die Ergebnisse “aufsext”.

Ein Artikel von Spiegel Online, Ressort Wissenschaft: “Wer früh zu Bett geht, hat weniger Depressionen”. Darin geht es um eine Studie, in der die Korrelation zwischen frühem Schlafen gehen und Depressionen untersucht wurde. Der Artikel ist in weiten Teilen schlicht falsch: er unterstellt eine Kausalität (”Unzureichender Schlaf macht nicht nur müde, sondern kann auch zu Depressionen führen.”) statt Korrelation (Ursache und Wirkung sind unklar, nur der Zusammenhang ist feststellbar).
Natürlich ist solcher Bullshit klickträchtig: Schlafen hilft gegen Depressionen, das können sich Depressive als Wundermittel eigentlich nur wünschen. Geht früh ins Bett, dann klappt das schon. Erst im vorletzten Absatz wird wirklich erzählt, was die Wissenschaftler herausgefunden haben:

Weil die Forscher allein einen statistischen Zusammenhang (Korrelation) von Schlafdauer und Depression festgestellt haben, kommt jedoch auch eine ganz andere Erklärung in Frage: Womöglich fügen sich psychisch stabilere Jugendliche eher einer frühen Nachtruhe als jene, die zu Depressionen neigen.

Das Internet vergisst nichts - oder immer nur das Falsche?

Der Guardian hat sich mit der British Library beschäftigt, die Probleme mit der Archivierung von Onlineinhalten aufgrund von Rechtslage und praktischen Hürden berichtet. Ob es so schade wäre, wenn viele Dinge im digitalen Nirwana verschwinden, darüber kann man sicherlich streiten.

Die Verzichtmalnicht-Gesellschaft?

Ob zum hören oder lesen, der Hintergrund zum Thema Wachstum, Konsum und Wohlstand im Deutschlandfunk war sehr interessant. Nur im Audioteil kommt auch Meinhard Miegel zu Wort, ein alter Bekannter in neuer Funktion. Interessante Gedanken inklusive der Frage, ob wir nicht auf vieles verzichten könnten und sollten, das uns nur durch künstliche Bedarfschaffung als Notwendigkeit erscheint.

Persönlich nachdenklich

Ich mag die Euroblogger-Szene, also die Leute, die sich über Grenzen hinweg mit Europa, der EU und ihren Bürgern beschäftigen. Oft wirken ihre Themen leider so kryptografisch-technokratisch, wie die EU als Verwaltungsapparat nun einmal häufig ist. Daher freut es mich ganz besonders, wenn andere Töne zu lesen sind.

Wann liest man etwas über Indien?

Die Frage habe ich mir gestellt, als ich dieses faszinierende Stück über Konflikte im Staat Jharkhand las. Wenig Ahnung vom Subkontinent mit der knappen Milliarde Bewohner, seiner Politik, Wirtschaft, Problemen. Die Berichterstattung wird aber sicher noch kommen, in absehbarer Zeit - dafür wird die Gegend mit ihren Bewohnern einfach zu wichtig werden, um sie weiterhin so sehr zu ignorieren (und nur über den IT-Standort Bangalore und heilige Kühe zu berichten).

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Fragwürdig

Wenn man sich durchliest, wie weit das DHS der USA mit US-VISIT gekommen ist, fragt man sich schon, wieso u. a. die hier das hier durchgeboxt haben.

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Freiwillig ins Kreuzfeuer

Der Republikaner John McCain ist kein Anfänger, was den Wahlkampf im Internet angeht. 2000 galt seine Kampagne nicht nur als erfolgreichste Spendensammelkampagne der damals noch kurzen Onlinehistorie, sondern als durch die Bank innovativ.

Wired berichtet nun, dass sich John McCains Kampagne in zweiwöchentlichen Telefonkonferenzen explizit Bloggern vom linken Flügel des politischen Spektrums und themenfokussierten ebensolchen stellt. Das ist mutig, es ist zugleich eine Anerkennung der Arbeit des politischen Kritikers ohne ihm inhaltlich zuzustimmen. Wer konstruktiv dialogbereit ist, wer sich auf neue Wege jenseits des “Preaching to the Converted” einlässt (was als Mobilisierungsmaßnahme immer noch schwierig genug gestaltet), der hat Respekt verdient.

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Wer ist wo?

Für den ZEIT-Zuender habe ich mir angeschaut, in welcher Nation Europas welche Social Networks populär sind. Dabei bin ich über einiges gestolpert, das mir bislang selbst fremd war. Das Ergebnis konsumiert sich binnen Minuten - die Arbeit dafür war ziemlich aufreibend (vor allem, weil man bei manchen Ländern an “keines” einfach nicht glauben mag).

Was hintenrunterfiel, weil nicht EU: Одноклассники (lies: Odnoklassniki, auf Deutsch “Klassenkamerad”) aus Russland, das angeblich 15 Mio User hat. Auch russisch: В Контакте (”im Kontakt”), der erste Facebook-Klon, der noch mehr so aussieht seit dem Start von StudiVZ 2006.
Seit ein paar Tagen nicht mehr erreichbar ist Ekipa.hr (zu Deutsch etwa “Team”), das mir technisch trotz ausgeprägten Mangels an Kroatischkenntnissen eigentlich ganz gut gefiel.

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Scheißkampagne?

Es gibt Kampagnen, bei denen schlägt man einfach nur die Hände über dem Kopf zusammen. Es gibt Kampagnenideen, die bringen einen dazu, darüber nachzudenken, auf welcher Seite des Rechners der Bekloppte nun wirklich sitzt. Es gibt auch Kampagnen, da ist… Continue Reading »

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War nett

Schönes Land. Seine wahre Schönheit fällt einem erst dann wieder auf, wenn man wieder im februartristen Berlin ist. Und das erste Mal wieder jemand im ÖPNV rumpampt. Hej, möchte man sagen, mach dich doch mal locker. Bevor man lieber doch genauso locker zurückpampt. Hallo Heimat.

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Randnotiz: Blocher und die EMS-Chemie

Erstaunlich, dieser Herr Blocher aus der Schweiz. Nach drei Jahren wurde er bei EMS-Chemie bzw. Vorläufern vom Werkstudenten zum Direktionsvorsitzenden und Mitglied des Verwaltungsrates. Wie vermeidet man es eigentlich, Produkte dieser Firma zu kaufen? Direkt in Berührung mit ihr kommt man wohl kaum.

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Nachdenkbild für Farbenblinde

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State Legislature

Christian versprach mir einen seltsamen Film. Einen, der anstrengend ist. Der lang ist. Und der trotzdem gut ist.

State Legislature ist über dreieinhalb Stunden lang. Er zeigt Auszüge aus Wirken und Würgen der Legislative im Staate Idaho 2003. Klingt das nicht prickelnd?

Streckenweise ist der Film so anstrengend, dass andere Besucher eingeschlafen sind. Aber er zeigt unkommentiert, wie in Idaho Gesetze entstehen, wie Vorlagen diskutiert werden, welche Modalitäten es gibt, welchen unglaublichen Stolz auf die Historie und ihre Errungenschaften die Parlamentarier und Einwohner in sich tragen. Und er zeigt, wie aktiv die Bürger in den Gesetzgebungs- und Entscheidungsfindungprozess einbezogen werden. Welchen Einfluss Verfahrensregeln haben, wie häufig die Frage des Respekts vor Amt, Würde, Tradition und Geschichte eine Rolle spielt.

Wer nach diesem Film keine Lust bekommen hat, selbst mehr Politik (auch in Institutionen!) zu machen - er zeigt sehr anschaulich, wie menschlich und mit normalem Wasser kochend Politik funktioniert - der ist wohl vollkommen resistent. Es ist ein Film, der von Respekt getragen wird. Respekt vor der Arbeit und den Menschen, die offensichtlich viel Respekt voreinander und anderen Meinungen haben. Dass dies teilweise tragikomisch wirkt, liegt nicht am Film - sondern nur an seinem dokumentarischen Charakter: That’s real life.

Danke an Christian für den Hinweis.

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The Next Web

Ich war letzten Freitag in Amsterdam und habe mir TheNextWeb angeschaut. Einige der berichtenswerten Dinge habe ich bei meinem Brötchengeber in Worte gegossen.

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Kilometerzähler: 40K

Fahn Fahn Fahn… Streckentester ist ein Job mit großer Zukunft. Ich sollte anfangen, eine E-Plus-UMTS/GPRS-Netzabdeckungskarte für Deutschland zu entwerfen. Recht empfehlenswerte Strecken lt. aktuellen Tests: B-FFM, FFM-K, B-H. Nicht ganz so doll: B-HH, K-H. Aber geht auch alles noch.

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Frei floatende Assoziationen

Die treuen Leser wissen es schon: ich bin zuwenig unterwegs. Weshalb ich heute mal wieder ein paar Kilometer zurückgelegt habe.

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Den Bahnhof Zoo hat man unter anderem deshalb geschlossen, weil dort bei großen Menschenmengen angeblich die Sicherheit nicht mehr gewährleistet gewesen wäre. Wer Karfreitag morgens am Lehrter Bahnhof steht, fragt sich allerdings, wo die Verbesserung ist.

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Nachmittags um drei am Rhein: schönstes Wetter. Sogar im Zug. Ich merke, wie verwöhnt ich bin. Im Regionalexpress telefoniert eine Studentin mit ihrem Papa. «Bis Dillenburg, dann Bus, weiß noch nicht wann ich da bin.» […] «Ich weiß nicht warum.» […] «Wahrscheinlich machen die da was an den Gleisen.» Bis hierhin braucht sie zehn Minuten um sich zu rechtfertigen. Lautstark. «Ja, wahrscheinlich was mit den Gleisen.» Als der Schaffner vorbeikommt, fragt sie ihn. Ruft danach Papa an. Gibt wortgetreu die Information des Schaffners wieder. inklusive gestelztem Bahndeutsch. Sie hat zwar zuviel Hintern. Aber was ihr fehlt, ist der sprichwörtliche Arsch in der Hose. Von 20 Minuten viel zu lautem Telefonat waren 15 Minuten Rechtfertigung. Aber mittlerweile ist sicher selbst dieses Lautsprecherchen wieder zuhause.

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Nein, das ist nicht interessant. Das ist nur meine Verliebtheit in einen Stop-Knopf bei DVB-T-Receivern. Und zwei ziemlich intelligente Gesichtsausdrücke auf der Mattscheibe.

Schon in der Nacht zum Donnerstag hat mich Nicole Simon für ihre Prä-Re:Publica-Podcastinterviewreihe angeklingelt. Dass das vielleicht nicht so perfekt klingt, liegt nicht an der nachtschlafenen Uhrzeit. Sondern an einem technischen Problem, das Nicole dann soweit ausgebügelt hat, als dass sie meinen Teil der Aufnahme gerettet und ihre eigenen Anteile damit ziemlich vergrausligt hat.

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Und die Sonne geht auf…

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..und die Erde geht unter, ganz oben steht der Mond (Rocko Schamoni)

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Pseudomoblogging: Im ICE 1608

Berlin – Wittenberge

Es ist 8:19 Uhr, der ICE rumpelt auf Gleis 7 aus dem Lehrter Bahnhof. Zu früh für meinen Geschmack. Aber nicht zu früh für die beiden Damen in der Sitzgruppe schräg rechts von mir im Wagen 23. Die machen wieder einmal das, was ich an Deutschen so schätze: Meckern über professionelle Optimierer (Consulter, Controller etc.). Und consulten ganz kostenlos den halben Tag. Beratungsunternehmen? Die Bahn sollte einfach Mikrofone installieren. «Viel zu schwierig zu finden, diese unteren Bahnsteige!», krakeelt die eine. Ich hatte erst einen Kaffee. Habs aber trotzdem geschafft. S-Bahn-Gleis, dreimal runter. Gar nicht so schwer. «Und es sind viel zuwenig Infotafeln!», antwortet ihre Freundin in gleicher Lautstärke. Ja, sie hat recht. Aber das interessiert hier niemanden. Soll sie das doch als Anregung an die Bahn mailen. Ich werfe ihnen böse Blicke zu. Was sie natürlich nicht stört. Sie optimieren den Hauptbahnhof, die Bahntaktung und die Schaffnerfreundlichkeit bis der Zug durch Wittenberge rauscht. Dann lesen sie Bunte, Gala oder sowas. Schade, dass man im ICE so schlecht Leute mit dem Kopf aus dem Fenster halten kann. Bisschen Durchzug wäre gar nicht schlecht gewesen.

Ludwigslust bis Bergedorf

«War das die Acht?» – «Nein, die Zwölf». Der nächste Optimierer kommt kurz nach Ludwigslust. Ein muffliger Mann in seinen Vierzigern. Er führt im Auftrag der Bahn Kundenbefragungen durch. Ob ich teilnehmen wolle, fragt er mich. Na, klar doch. Vielleicht ja wirklich eine Möglichkeit, dem geliebten Schienenunternehmen ein bisschen was mitzuteilen. Meine Bahnkarte möchte er sehen. Daran ist unschwer zu erkennen, dass ich häufiger fahre: Bahncard, Onlineticket, Reservierung, Kreditkartenzahlung. Ob er noch mehr notiert hat?

Er reicht mir seinen Frage- und Antwortbogen. Das ist gar nicht schlecht gemacht, er besteht aus einer Fragezahl und einer wohl eher zufälligen Antwortzahl. Dadurch können Mitreisende mit durchschnittlicher Gedächtniskapazität nicht nachvollziehen, was man antwortet. Reisehäufigkeit, Anzahl der Übernachtungen bis zur Weiterreise, Bonusprogramme, Handyticket und noch ein bisschen.

Er ist langsam. Schafft bis Bergedorf noch drei Sitzgruppen, also seit Berlin geschätzte zwei Waggons, ca. 50 Leute. Immerhin war ich damit zwei Prozent seiner Ergebnisse.

Bergedorf bis Hamburg

Nach Kundenzufriedenheit hatte er nicht gefragt. Das fällt mir auf, als in Bergedorf eine Baustelle aus heiterem Himmel mitten auf die Bahnstrecke plumpst. Direkt vor den ICE 1608 von Leipzig nach Altona. Zumindest klingt die Durchsage so. Gut zehn Minuten steht der Baureihe 2-ICE dort herum. Wie die meisten anderen darf ich eine kleine Verspätungsmeldung durchtelefonieren. Bergedorf sieht schrecklich langweilig aus. Mit jeder Minute schrecklicher. Danach wirkt selbst Hamburg wunderschön. Wäre alles glatt gelaufen, ich hätte mich weniger übers Ankommen gefreut.

Der Eintrag hier war schon fertig. Eigentlich. Dann kam Smultron, mein Standardeditor unter MacOS X. Der erste Bug seit Monaten. Deshalb jetzt aus dem Gedächtnis.

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Kontextsensitive Werbung im ICE

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Da war doch noch was

Eigentlich hatte ich mal die Rubrik “Eigenprodukte” eingerichtet, um hin und wieder Einblicke in das zu geben, was ich sonst so schreibe und treibe. Nur müsste man die dann auch manchmal selbst bestücken.

Heute mach ich das mal:

» Kurzinterview mit Eva-Maria Stange zur Entscheidung bei der ersten Runde im Hochschulwettbewerb für ZEIT online.

» Ab Montag: Gemeinsam mit Prof. Niedermayer ein Proseminar zum Thema «Modernisierung von Wahlkämpfen durch Onlinekommunikation» am Otto-Suhr-Institut der FU Berlin.

» Wer mich nächste Woche unbedingt treffen will, der kann das vermutlich hier, bei dem hier dort hier, hier oder hier tun.

» Und sonst? Mein «Metagedönsblog»-Blogruf bei den freundlichen ZEIT-Genossen (sorry, soviel Kalau musste sein) kann langsam krabbeln: es ist vorgestern ein Jahr alt geworden.

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Politischer Populismus

Am Wirtshaustisch lässt sich oft leicht argumentieren, aber in der Praxis der Umsetzung ist es dann oft sehr schwer.

Gut, der Spruch hätte von einem plötzlich auf Reflexion bedachten Lafontaine/Gysi kommen können. Ist aber aus einem sehr lesenswerten Interview zur Funktionsweise von Rechtspopulismus mit Eduard Mainoni (FPÖ), drüben bei Florian Klenk.

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Piraten, die nur sich selbst berauben

In Schweden hat die Piratenpartei einen erfolgreichen Wahlkampf hinter sich gebracht. Könnte man glauben. Denn sie hat, laut Dagens Nyheder, anderthalb Prozent der Stimmen bekommen. Für einen Neuling in der Parteienlandschaft durchaus bemerkenswert.

Doch ab morgen wird bei den schwedischen Piraten das große Nachdenken einsetzen. Für den Einzug ins Parlament hat es nicht gereicht. Die 1,5 Prozent sind mit ziemlicher Sicherheit nicht beim voraussichtlichen Wahlgewinner verlorengegangen: die bislang regierenden Sozialdemokraten haben ordentlich verloren. Genaueres werden erst Wahlanalysen zeigen, doch dass eine Stimme für die Piratenpartei durchaus eine Stimme für die Konservativen (in Schweden heißen sie “Moderaterna”) war, scheint nur logisch. Die stehen wiederum den Zielen der Freibeuter (Abschaffung des Copyrights etc.) noch weiter entfernt als die Sozialdemokraten. Regierung versenkt, Stimmen verschenkt.

Manchmal ist es sinnvoller, sich aktiv in etablierte Konstrukte einzuklinken statt das Rad neu zu erfinden. Vor allem dann, wenn ein Gefährt schon vier oder noch mehr Räder hat und damit politisch einfach besser aufgestellt ist, als die absichtlich überaus holz- und einbeinige deutsche Piratenpartei…

Deren bislang größte Leistung: Posten verteilen. Einen Generalsekretär ernennen (dafür hat die SPD übrigens über 130 Jahre gebraucht). Und auf die Schweden verweisen. Ab heute vielleicht etwas kleinlauter.

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O wie schön ist Brandenburg

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Mehdorntours lädt ein: schauen Sie sich die Gegend an. Kurz hinter Wittenberge, 20 Minuten Brandenburg. Als Vielfahrer mit den ICEs dieser Landes - von Augsburg bis Rügen kennt man Weichenstörungen ja. Aber dass man dann erst vom nachfolgenden Eurocity aus Prag und dann von einem Trecker links überholt wird…

Immerhin: ein “nichtalkoholisches Kaltgetränk” war es der Bahn als Kundenservice wert. Fast vorbildlich: das Zugpersonal – mit einem anständigen Hamburcher Akzent – informierte über Ursache und aktuellen Status sowie Lösungsansätze, Weiterfahrt und Anschlusszüge kontinuierlich. Noch vorbildlicher wäre gewesen, wenn es die Ansagen auch auf Englisch wiederholt hätte. Aber was heißt Weichenstörung..? Mitten in der Prignitz?

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Rätsel, Bilder- (in schlechter Qualität)

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Kurzum: Was ist es? Gewinnspiel 2.0 - es gibts nichts zu gewinnen.

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Wettentspannen 2006

Weite Reise, Abstecher in die Heimat: Ich komm mir ziemlich urlaubsreif vor. Okay, vermutlich mal so ab übermorgen…

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Jetlagged

Der Kopf, er ist noch mindestens 5000km entfernt, der Magen noch bei der Zwischenlandung, die Arme bleischwer und der Druck auf den Ohren ist auch noch nicht wieder ganz verschwunden. Kurzum: Zurück in der Heimat. Heute Morgen nochmal Zugfahren wie ein Wahnsinniger. Aber dann ist gut. Für ein paar Tage.

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Literaturempfehlung: Trippi

I don’t get it. Aber vielleicht irgendwann. Auf jeden Fall: «The Revolution will not be televised» von Joe Trippi habe ich noch schneller verschlungen als Stanislaw Lems Lokaltermin kürzlich.
Spannender Gegenstand, spannende Ideen, spannend erzählt. Leider erst jetzt Zeit gefunden, mich damit zu beschäftigen. Geschrieben wurde das Buch während Bush und Kerry sich gegenseitig madig machten.
Wer Howard Deans Kampagne verstehen will, kommt um Trippis Buch kaum herum. Sehr persönlich schildert er seine Sichtweise der Kampagne - bis hin zum Kornfeld in Iowa. Nur das letzte Kapitel, das war unnötiges Philosophieren im Vakuum. Ansonsten gilt: You gotta believe.

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Viertele-Finale

Eine südwestdeutsche Spezialitätenabart.

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Ick wiederhol mir..

..aber da ich anders als jos nicht alles crossposte: momentan blogge ich eigentlich mehr auf kick-dich als hier.

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Ich werde nie ins Fitnessstudio gehen

Wer keine Muskeln hat, hat auch nichts zu verbergen. Oder so.

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Back from hier und da..

So, nach Pi mal Daumen 2000 Reisekilometern in einer Woche, viel Geldverbraten, viel Spaß und viel (legalen) Drogen bin ich heute wieder zurückgekommen. Mir wurde allerdings heute noch so im Vorbeigehen von jemandem attestiert, dass ich gar nicht viel fertiger als sonst aussehen würde. Sollte ich mir Gedanken machen? Ist mein Lebenswandel unsolide? Fragen über Fragen - auf Antworten wird verzichtet.

» Cranberries - Zombie
» Die Sterne - Was hat dich bloß so ruiniert
» Fuel - Bad Day

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Wi wisch ju ä pläsent dschörni!

Sehr geehrte Zuleser, wir unterbrechen die Pause für zwei kurze Beiträge aus dem deutschen Personenfernverkehr:

Will ja nix sagen, habe ja selbst einen extremen deutschen “Accident” im Englischen - aber “Se rier säktschn wis kotsches twenty-seven to twenty-wan will kontinju to bonn weia hamm, hagen and wuppertal..” klingt schon ziemlich derbe… [Kurz hinter Berlin im ICE hastenichtgesehen Richtung Kölle]
Ladies and Gentleman, we will arive a few minutes Bielefeld. Höhö.

Sie sieht gar nicht schlecht aus, die etwa 20-jährige, die mir schräg gegenüber im Zug vor Köln sitzt. Bisschen fertig, bisschen verpennt. Aber was mich wirklich stört: die Lautstärke, mit der sie “Prinzen” hört. Jetzt telefoniert sie, lautstark mit hachtem rheinischen Ton. “Ich han dir doch jesacht, bin in fünnef Minuten da. Kannst mich dann da abholen, da unten”, kräht sie in den mobilen Nervtöter. Mannomann, wat han ich diesen Dialekt doch vermisst…

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Vergesst Schlammschwein!

Hier kommt Aapo Ilves Eliit

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Weiß über Ljubljana

Ljubljana im Schnee

Soso. Noch scheint ja auf dem Flughafen alles so etwa okay zu sein.

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