nicht mehr, nicht weniger.Beiträge-Feed Kommentare-Feed

Archive for the 'Musik und ähnliches' Category

Keine Links, 2, 3, 4

Ein Lied geht um die Welt. Ups! Aber das sollte es noch gar nicht!

Was einmal im Internet ist, ist nicht mehr einzuholen. Das hat nun auch das Management der deutschen Rülpsrockband Rammstein erkannt, die sonst eher Nichtmuttersprachler mit ihrem germanischen Gegröle erfreut, die die mit wahnsinnig intelligenten Texten auf dem Niveau von Leid ist meine Maid, ihr Leib mein Laib: Brot, Tod. (Faketext) höchstens fragmentarisch verstehen.

Jetzt sind die Banalitätsbarden bzw. ihr wunderbares Management auf dem Weg dazu, das neue Metallica zu werden: jeder, der zuviel über diesen Song, dessen leaken usw. schreibt, wird laut Berichten versucht mit Rechtsmitteln einzufangen. Lars Ulrich ist sicher stolz auf sie.

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Der Dieter von der traurigen Gestalt

Es ist ein zum Scheitern verurteilter Versuch: Stefan Niggemeier versucht, Dieter Gorny zu verstehen.

Gorny, die personifizierte Musikindustriekrise, der Übervater des NoChange-Management-Gedankens, der Popularmusikvertriebslobbyist, ist ein stetiger Begleiter. Und so schaurig traurig, dass es einem kalt den Rücken runterrieselt.

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Der kleine Unterschied?

Ich habe eine Vermutung. Die ist sehr banal, und daher möchte ich sie besonders gerne teilen und von anderen in der Luft zerreißen lassen. Sie lautet: das Internet macht vielen Leuten Angst, weil es die Unzulänglichkeit der Realität mess- und sichtbar machen könnte.

Wieviele Geschäftsmodelle basieren auf Lügen? Oder sagen wir es diplomatischer: nicht vollumfänglich nachvollziehbaren und erfüllten Versprechen? Wieviel Reputation ist auf heißer Luft aufgebaut? In meinen Augen ist das schönste am Internet, dass es als Instrument der Infragestellung des Tradierten sehr direkt ist. Daher macht es denen Angst, die vor allem mit heißer Luft handeln oder zumindest das Gefühl haben, sie täten das. Ich aber sage Euch: Fürchtet Euch nicht! Es gibt keinen Grund Selbstmord aus Angst vor dem Tod zu begehen. Nur einen Anlass.

Ihr werdet höchstens ein bisschen sterben. In Werbung, Medien, Produktion; in Politik, da weiß man schon: das Internet ist sehr gefährlich. Doch statt dagegen: seid halt ehrlich. Tusch.

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Ein wenig unklar

Sueddeutsche.de schreibt in einer Klickstrecke zu Tina Turners Geburtstag

(ob es der 68., 69. oder schon der 70. ist, ist ein wenig unklar)

Warum schreibt man derartiges? Genau:

20081126-sueddeutsche-tinaturner.png

So sah der Artikel heute morgen aus. Glückwunsch, Sueddeutsche.de.

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Kleiner Arbeitsnachweis: Hype Machine

Ich finde die Hype Machine ziemlich spannend. Und beim Gespräch stellte sich Anthony Volodkin (Антон Володкин?) als sehr netter, sympathischer Zeitgenosse heraus. Nachzulesen ist das kurze Ergebnis jetzt bei Zeit Online.

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Die Frage der Verhältnismäßigkeit

Betroffenheit ist ein schlechter Ratgeber. Das lernt eigentlich jeder Journalist früh. Das ist einer der Gründe, weshalb Journalisten betreffende Themen stets nur mit großen Bauchschmerzen behandelt werden.
Marcus Rohwetter hat nun in der Zeit ein Stück verfasst, indem er auf die bösen, bösen YouTube-User eindrischt. Eine selten seltsame Mischung aus Betroffenheit, Betroffenheit und Betroffenheit ist der Kern seiner Kolumne: er geißelt die “Armseligkeit”, den “Schrott” und die Urheberrechtsignoranz der YouTube-Nutzer. Und daraus leitet er ab: Datenschutz kann hier nicht gelten. Dieser Sumpf gehört nunmal ausgetrocknet, diese Insel der Verblödeten.

Ich finde Ladendiebstähle nicht besonders gut, weil ich sie mit meinen Käufen mitbezahle. Ich finde Zechprellerei doof, weil das auf Dauer auch mein Bier teurer machen wird. Beides wird vornehmlich von Personen durchgeführt, die mir unsympathisch sind. Und trotzdem ist es mir relativ egal, wenn ich zwei unterschiedlich wichtige Rechtsgüter habe: Datenschutz ist für mich heute soviel mehr wert als die irrealen Berechnungen über “Verluste” durch Kopien (andere nennen das Imagepflege) seitens IFPI und Co, dass ich darauf pfeife. Klar gibt es eine Pflicht für Google, bei YouTube das Mögliche zu tun (zB aus der Audiospur Hashfingerprints zu errechnen und die Uploads damit abzugleichen). Aber das wars dann auch. Für solch ach so schlimme Urheberrechtsverletzungen die Logfiles rausrücken zu müssen, kann nur eine Konsequenz bedeuten: keine Logfiles mehr anlegen.

Der Text von Rohwetter sollte meiner Meinung nach ausschließlich kostenpflichtig angeboten werden: er hat etwa die Flughöhe eines britischen Bierbauch-Bewegtbildes.

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Gemütsplaylist #53

» Wir sind Helden - Müssen nur wollen

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Gemütsplaylist #52

» Jens Friebe - Neues Gesicht

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Gemütsplaylist #51

» Judith Holofernes - Kamikazefliege

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Gemütsplaylist #50

» Astor Piazzolla - Estamos Listos

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Gemütsplaylist #49

» Sportfreunde Stiller - Auf der guten Seite
» Tocotronic - Verschwör dich gegen dich
» Tocotronic - Die Welt kann mich nicht mehr verstehen

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Gemütsplaylist #48

» Myslovitz - Chciałbym umrzeć z miłości

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Gemütsplaylist #47

» Die Türen - Die Welt wird mich von meiner spießigsten Seite kennenlernen

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Trivialitäten, Banalitäten, Offensichtliches

Hm. Was ich hier schreiben wollte ist eigentlich ganz banal. Trivial sogar. Ich ärgere mich über Inkompetenz bei anderen Menschen mindestens so sehr wie andere Leute sich über meine Inkompetenz ärgern. Und am meisten ärgere ich mich dann darüber, wenn ich das Gefühl habe, dass Menschen Offensichtliches nicht wahrhaben möchten, wenn Menschen über Dinge zu entscheiden haben, bei denen sie schlicht nicht in der Lage sind, fachlich fundierte Entscheidungen zu treffen.

Das sind die Momente, in denen das Fingerspitzengefühl zu versagen droht, in denen das, was man manchmal “Politik” nennt - Leuten so deutlich Wege aufzuzeigen, dass sie sie nur noch beschreiten müssen - kaum mehr möglich scheint. Wenn das Gefühl von Ignoranz gegenüber fachlicher Kompetenz der konstruktiven Lösung im Weg steht.

Das sind auch die Momente, in denen ich mit mir selbst nie in einem Meeting sitzen möchte. Auch dann nicht, wenn ich der Ignorante bin und für die anderen alles offensichtlich, trivial und banal ist. Weil sie kompetenter sind und mir die Brücken bauen müssen.

» Astra Kid - Obwohl ich anders sein will bin ich so wie ihr nur ein bisschen anders

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Wordpress-Woche und Yael Naïm

Diese Woche habe ich zur Woche des Wordpress ausgerufen. Diese Installation hier wird aufgehübscht, jemand anderes bekommt auch noch was er/sie möchte.
Damit mir das so halbwegs flüssig über die Tastatur geht, brauche ich gute Musik im Hintergrund. Zum Beispiel Yael Naïm, die ich, seit ich sie erstmals bei Paul Irish hörte, sehr arbeitsangenehm finde.
Nun wollte ich mir am Samstag mal die CD kaufen. Dachte ich so. «Könn’ wer importieren», lautete die Auskunft beim lokalen Großmusikdealer. Mit dem Satz «Dann halt iTunes» entschwand ich - importieren kann ich selbst auch. Trägermedien machen das Leben einfach nicht leichter.

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Gemütsplaylist #46

» KT Tunstall - Gone to the Dogs
» KT Tunstall - Universe & U

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Ganz geheimer Geheimtipp

Psssst.

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Gemütsplaylist #45

Seit heute gilt in Berlin das neue Nichtraucherschutzgesetz.

» Kante - Wer hierher kommt will vor die Tür

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Gemütsplaylist #44

» Kettcar - Landungsbrücken raus
» Judith Holofernes - Ich will alles
» Farin Urlaub - Wunderbar

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Samstagnächte

Revue lass ichs passieren, das Jahr 2007.
Vom Januar bis heut, was hab ich nur getrieben?
Die Ahnung, die ich hab, ist eine schöne nicht
was ich doch sicher weiß: kein Stoff für ein Gedicht.

» Element of Crime - Narzissen & Kakteen

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Von der Einschaltquote zur Einfaltquote

Und wäre ich nicht Musikjournalist, wäre ich Revolutionär (denn das Gesellschaftssystem ist so verkommen wie der Popbetrieb). Oder wenigstens hätte ich einen Plattenladen mit amtlichen Scheiben, die ich aber nur Leuten verkaufe, die Soziologie studiert haben.

Lesenswerter Text von Kollege Ulrich Stock in der Schweizer Wochenzeitung über Musikjournalismus online am Beispiel von zeit.de/musik - und das Problem, dass auch der bezahlt sein will.

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Gemütsplaylist #43

Seltsam, Seltsam:
Es ist gar nicht so schlimm,
und es geht auch schnell vorbei.

Seltsam Seltsam:
Die Zeit weht wie der Wind,
und der Wind, der weiß Bescheid

» Lassie Singers - Seltsam Seltsam

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Gemütsplaylist #42

» Tocotronic - Sag alles ab

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Gemütsplaylist #41

» Element of Crime - Ich kann warten

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Gemütsplaylist #40

» Kante - Am Rand der Nacht

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Schock, tiefsitzend

Blick in den Spiegel gewagt; auf Rückenschmerzen folgten Augenschmerzen. Festgestellt, dass ich so frisch aussehe, wie der Schnittlauch in der Küche.

Was für ein Jahr. Bitte nicht nochmal so eines. Sonst hab ich bald graue Haare. Sogar auf dem Zahnersatz.

» Element of Crime - Weit ist der Weg

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Was haben Gilberto Gil, Imelda Marcos und Vlasta Parkanova gemein?

Das erzählt euch hier die Meike. Ganz großes Bingo. Inklusive Rektalalpinismus. Versprochen! (Disclaimer: Wer klickt, erzeugt damit Page Impressions bei meinem derzeitigen Brötchengeber. Ist also sozusagen für ‘nen guten Zweck)

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Alles Pfeifen

Gestern ausprobiert: man kann Texte pfeifen. Versteht man je nachdem dann sogar besser. Zum drauf pfeifen sehr geeignet: Webers Maxe (und ähnliche Badewannenlektüre).

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Das Album mit dem Scheißnamen

Jens Friebe hat wieder mal was gemacht. Das mit dem Auto ist egal heißt die Platte. Jens Friebe gibts inzwischen nur noch als wahlweise den postanalogen Bohemien, den Sohn vom Vater vom Bruder, als Sauerlandsohn. Als Musiker interessiert er offenbar nicht.

Das ist nicht ganz fair. Zwar ist die Platte nicht gerade preisverdächtig innovativ, sondern eher solider Berlin-21-Sound. Musikalisch unverkennbar dicht an PeterLicht, im Gefolge des Postneodeutschwellensynthiegenudels. Textlich etwa anderthalb Schubladen simpler - was aber nicht schlimm ist. »Plätscher, Plätscher, Plätscher, bin die neue Margaret Thatcher« könnte eine Zeile heißen (tut aber nicht).

Wer nach dem Berlin-Klischee sucht, wird bei Friebe fündig. Wenn er möchte. Etwas Gurgelsynthipopelektro. Zeilenweise mal Französisch. Unpolitisch bis knapp hinterm Würgereiz. Dann zwischendurch Textspielerlichtblicke: «Get on the mike - mach dich bereit - Du bist ein toter Rockikonen-look-alike». Hurra! Kann es ja doch.

»Neues Gesicht« ist zwar recht rockig. Aber dass er ein neues braucht, weil er sonst keins mehr hat.. Hmm. Ja. Sicher, doch. «Mit meinen Augenrändern, oh Doktor, können Sie das ändern?». Besonders grenzwertig schlägt «Nothing matters when we are dancing» aufs Gemüt. Hatte ich nicht schon immer ein Faible für den Stil der Münchner Freiheit? Nein. Macht aber nichts. «Party» entschädigt für fast nichts. Weil es ein schwülstiger Schlagerhit ist. Ehrlicher Schlagerscheiß. Wulstschwulstknallwurst.

Hintendran dann die obligatorische Zugabe: «Neues Gesicht» als Gitarrenheldversion. Warum er das Album nicht direkt so aufgenommen hat, wird für immer sein Geheimnis bleiben. Wenn ihn nicht jemand fragt.

Nächsten Samstag im Festsaal Kreuzberg.

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Googletreffer: Einer

Selten geworden. Eine Liedzeile eines großartigen Liedes führt nur zu einem einzigen Googletreffer: »Das Pony steht vor der Tür - ich hab alle Zeit der Welt.«

(Lassie Singers - Leben in der Bar)

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