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Archive for the 'Hamburg' Category

Bildung als Stückwerk

Gibt es etwas Uninspirierteres als die Frage, welcher Universität welche Exzellenz in welchem Bereich zuerkannt und mit Geldern gefördert wird? Ob die Modularisierung des Studiums dem Humboldtschen Bildungsideal noch nahe genug kommt? Ob Schüler besser mit fünf oder sechs oder sieben eingeschult werden, um dann zwei oder drei Jahre lang in der Schuleingangsstufe zu sitzen, nach vier oder sechs Jahren auf weiterführende Schulen geschickt werden?

Bildungsfalschparker

All dies sind Zeichen der Hilflosigkeit. Statt sich mit den wirklich relevanten Fragen zu beschäftigen, wird wie schon seit 50 Jahren an den Symptomen herumgedoktert. Nein, das deutsche Bildungssystem hat sich in weiten Teilen nicht so bewährt, wie es das hätte tun müssen, um nicht grundsätzlich in Frage zu stehen. Bildungspolitik muss zum Ziel haben, Menschen die Möglichkeit zu geben, unabhängig von ihrer Herkunft, Geburt und körperlichen Hindernissen die Ausbildungsmöglichkeiten zu eröffnen, die diese in Anspruch nehmen wollen und bei der Frage Hilfestellung zu leisten, was für den Einzelnen sinnvoll und damit eventuell auch für die Gesellschaft insgesamt später nützlich sein könnte. Diesem Ideal gerecht zu werden, das umfasst nicht nur die Hamburger Frage.

Jedes Lieschen weiß mittlerweile, dass Deutschland eine sozial hochgradig ungerechte “Bildungsrepublik” (so das von Kanzlerin Merkel ausgerufene Ziel) ist. Bildung als Schlüssel zu gesellschaftlicher Teilhabe ist faktisch privatisiert, denn das Private ist die entscheidende Determinante für den Bildungsweg. Ins falsche Elternhaus geboren zu sein, das heißt zugleich auch: schlechte Chancen haben. Das kann und darf Politik nicht dulden.

Tabula Rasa könnte hier weiterhelfen. Bildung einmal anders herum zu denken tut dringend Not. Deutschland muss in Ermangelung anderer Rohstoffe ein Vorzeigebildungsland werden. Wieviele berufliche Stationen wird ein heute geborenes Kind in seinem Leben haben? Wir wissen es nicht, aber können davon ausgehen, dass mit steigender Lebenserwartung, sich schnell verändernden Umweltbedingungen durch technischen Fortschritt wie verändernde Märkte das Modell des lebenslang ausgeübten Berufs ein für alle Mal hinfällig ist. Doch darauf ist das deutsche Bildungssystem nicht ausgelegt. Es sagt: wir bilden bis zu 20 Jahre aus, dann wird 40 Jahre gearbeitet.

Was es also braucht, ist ein viel breiterer Ansatz. Wie kann man es schaffen, dass die Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen von heute und morgen tatsächlich faire Bildungschancen bekommen? Wie müsste die Bildungsinfrastruktur aussehen, mit der man den Herausforderungen der Gegenwart und Zukunft begegnen kann? Vom Kindergarten über die Berufsschulen bis zum Seniorenstudium: Wo wollen wir mit der “Bildungsrepublik” hin, wie ist das zu leisten?

Die heutigen Strukturen können dabei nicht unter Artenschutz stehen. Bildung ist eine Gemeinwohl-Dienstleistung – wenn der Bedarf sich ändert, muss die Struktur angepasst werden. Dafür wünsche ich mir von den politischen Akteuren jede Menge Mut. Und keinen Verweis auf Bund-/Länderkompetenzen, widerstrebende Eltern, die heilige Dreigliedrigkeit oder die Unantastbarkeit der Hochschulautonomie. Wir können dabei jede Menge von den anderen Ländern auf dieser Welt lernen.

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Die Zeit und Die Klicks

Josef Joffe plädiert im Blatt für Qualitätsjournalismus online. Wolfgang Blau ist seit März 2008 Chefredakteur bei ZEIT online.

Von Februar zu Mai 2008 veränderte sich die Ratio bei ZEIT online zwischen Visitors und PIs laut IVW online wie folgt:
Februar: 7.008.184 Visits / Mai: 6.959.641
Februar: 38.676.074 PIs / Mai: 64.756.789
Februar: 5,52 PIs/Visit / Mai: 9,30 PIs/Visit

Disclaimer: ich habe bis Ende Februar 2008 bei ZEIT online als Redakteur gearbeitet.

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Schön

Was Ex-Kollege David Hugendick hier so bloggt. Freut. Enorm. Praxistest erspare ich meiner Umwelt.

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Winke, Winke

Mit dem heutigen Tag bin ich nicht mehr als Redakteur bei ZEIT online tätig. War nett, manchmal. Dafür: Dankeschön.

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Einmal Danke

Heute war für mich der letzte Arbeitstag mit meinen Hamburger Kollegen. Ich sage Dankeschön für eine interessante Zeit am Speersort. Angefangen als Praktikant, dann in verschiedenen Formen dabei geblieben, zuletzt Nutzerpartizipationsprojekte konzipierender und betreuender Redakteur, nun auf eigenen Wunsch weit vorzeitig ausscheidend.
Jetzt kommen noch drei Wochen Resturlaub. Das kann sich übrigens auch auf die Postingfrequenz hier auswirken: mal besonders viel, mal besonders gar nichts.

Was danach kommt..? Wer mag, darf spekulieren. Oder mir noch schnell ein unmoralisches Angebot machen.

Gestern morgen habe ich die Gelegenheit genutzt, mit einem meiner nun Ex-ICE-Mitpendler, den ich menschlich sehr nett finde, doch noch Visitenkarten zu tauschen. Vorgestellt hatten wir einander nie.

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Expiry Date: 2008/02/29

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(Ist ein Schaltjahr…)

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Von Lesenden, Schreibenden und Bleibenden

Ein paar Gedanken zu dem, dem, dem, dem, dem, dem und dem. Ob ich mich dazu normalerweise äußern darf, weiß ich nicht - tangiert es doch meinen Arbeitsalltag bei meinem Brötchengeber. Aber ich glaube kaum, dass man mir deswegen kündigen wird (Nur ein kleiner Witz für alte Bekannte, wer ihn nicht versteht, möge ihn bitte ignorieren).

Wir haben bei ZEIT online Leserkommentare in der ZEIT online Community. Eigentlich! Dass diese bei den Videobeiträgen bis dato nicht eingebunden ist, hat weniger mit einem Nicht-Wollen als mit ihrem Nicht-Fertigsein zu tun. Ich habe mich darüber nun sowohl gefreut, als auch geärgert. Jens Jessens spitze Polemik, sei sie überzogen oder auch nicht, hat eine Welle ausgelöst. Oder, um genau zu sein: mehrere Wellen. Der letzte Nachschwapp kommt gerade über das FAZ-Feuilleton, den Kulturteil jener Zeitung, in dem Jens Jessen selbst von 1988 bis 1996 tätig war.

[…] Natürlich sind etliche auf derartigen Internet-Seiten abgedruckten „Leserkommentare“ glatt rechtswidrig oder operieren bewusst an den Grenzen der Legalität. Juristische Kanzleien müssten sich eigentlich herausgefordert fühlen, in dieser Lücke des zivilisierten Umgangs zivilisatorisch zu wirken. Denn jeder Anbieter von Internet-Seiten ist ja gesetzlich gehalten, dafür zu sorgen, dass nicht jeder Dreck und Müll zum Abdruck gelangt.

Gut erkannt. Und genau dem werden wir bei ZEIT online denn auch gerecht. Livemoderation ist nach bisheriger Rechtsprechung eben keine Pflicht. Und die können wir dort auch gar nicht leisten. Die Moderation findet dort im Nachhinein statt und war in den letzten beiden Wochen ganz sicher kein Zuckerschlecken (ich habe zum Beispiel einen großen Teil meines letzten Sonntags mit dem Kehrbesen in Digitalien verbracht, dabei hätte meine Wohnung das sicherlich genauso nötig gehabt).

[…] Es ist allerdings oft die schiere Masse an Beleidigungen, die eine rechtliche Ahndung schwierig macht. Darauf setzen manche Anbieter, wenn sie vorsätzlich den Pöbel-Nutzern ihre Portale öffnen.

Da muss man wohl in diesem Zusammenhang nicht viel sagen, oder? Zitiert haben wollte ich diesen Satz aber dennoch. Denn ich bin derjenige gewesen, der die Dokumentation zusammengestellt hat, auf die weitere (bislang) 690 Antworten folgten. Aus E-Mails an Jessen und die Redaktion, aus Irrläufer-Kommentaren habe ich herausdestilliert, was typische Argumentationsmuster waren, auch was Einzelmeinungen waren.

Ich nenne es Dokumentation, denn: Es ist ein Nachweis der Kampagnenfähigkeit bestimmter Kreise rund um bestimmte Webseiten. Und der Nachweis, dass viele Leute sich vor einem Computer mehr trauen als auf der Straße. Sozialpsychologen haben mit dem Internet ein wahres Paradies vor Augen, verhält sich mancher dort doch eher so wie hinter zugezogenen Gardinen oder zumindest so, wie er es wohl gerne in Gemütswallungen gerne tun würde (wäre er nicht das, was er in Wahrheit ist: ein armes Würstchen).

Es lohnt, sich die Links anzuschauen, die beispielsweise Technorati zu den Beiträgen kennt. Da findet man Webseiten von Menschen, deren Mitbürger zu sein man sich mehr schämt denn der spießigen Jugendlichen und gewalttätigen Rentner dieser Republik und andersherum.

Ich habe vor wenigen Journalisten viel Respekt. Jens Jessen ist einer davon. Nicht primär aufgrund dessen, was er schreibt - ich bin bekennend ignorant gegenüber Texten in der ZEIT. Seine gehören auch des öfteren dazu. Mich faszinieren Art und Weise, Worte zu nehmen, sie zu drechseln, sie zu wechseln, dabei oft auf der feinen Linie zwischen Ironie und Sarkasmus tänzelnd. Und wenn allen schon die Kinnlade herunterfällt, dann kommt manchmal, aber natürlich nicht immer, sonst wäre es nicht Jens Jessen, eine kleine Volte. Manchmal folgt darauf auch eine Revolte. Stets jedoch macht es Spaß, Jessen diskutieren zu hören. Obwohl, oder gerade weil er Feuilletonist ist – und man manchmal das Gefühl hat, dass seine Worte schon schelmisch grinsend über die Tastatur flitzen mussten, das fröhliche Liedchen gefühlten Königressorts unter all den politischen im Herzen tragend. Jens Jessens gleichnamiger Großvater wurde nach dem 20. Juli 1944 in Plötzensee hingerichtet.

Dann gab es da noch eine sehr spezielle Linkquelle: Herrn Herres Blog. Die Kampagnenfähigkeit derartiger Publikationsorte ist tatsächlich verstörend, und die Art ihrer Leserschaft leider nicht minder, denn verstanden haben viele der Kommentatoren Herrn Jessen nicht. Mein Erstaunen darüber war jedoch gering: Teile des Textes dort wurde von vielen “erbosten Zeitlesern”, die umgehend “ihr Abonnement kündigen” wollten, oft erstaunlich wortgleich übernommen. Man könnte also glatt vermuten, dass manch einer den Umweg über das Anschauen des Videos sparte und gleich zum Kommentarfeld, zum Mailformular oder dem E-Mail-Client griff.

Ein Jessen werde ich nie werden. Schon allein deshalb, weil dieser Text wieder einmal viel zu lang, zu pointenlos, zu schnarchig ist. Außerdem mag ich (Cord-)Anzüge nicht. Immerhin habe ich nun in jungen Jahren schon meine eigenen Trolle.

[Nachtrag: Der grandiose Wortwitz des FAZ-Autoren verschlägt mir nun doch die Sprache. »Anbieter von Internet-Seiten … gehalten, dafür zu sorgen, dass nicht jeder Dreck … zum Abdruck gelangt.« So sei es - das schaffen eigentlich sogar alle.]

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Mein persönlicher Liebling


Ich werde so lange die ZEIT nicht kaufen, bis dieser Mensch bei Ihnen arbeitet.

Das ist vieldeutig und doch eindeutig. Arbeiten Sie, Jens Jessen! Arbeiten Sie!

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Leserkritik, ZEIT-style

Bei meinem Brötchengeber wird ab heute die Debatte um die Qualität von UGC-Inhalten geführt. Öffentlich. Transparent. Mit den Nutzern. Anders als bei anderen - Top-Down überlassen wir gerne diesen.

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Quote of the day

12:11, Kollegin: «Ich habe mit diesem Tag schon abgeschlossen.»

Mir gehts ähnlich. Aber das ist schon hart.

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Richtige Schritte

Zeichnen sich wohl dadurch aus, dass einem jeder sagt, er könne es verstehen. Und die meisten auch gleich noch dazu gratulieren.

» Nael Yaim - New Soul

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Gemütsplaylist #43

Seltsam, Seltsam:
Es ist gar nicht so schlimm,
und es geht auch schnell vorbei.

Seltsam Seltsam:
Die Zeit weht wie der Wind,
und der Wind, der weiß Bescheid

» Lassie Singers - Seltsam Seltsam

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ZEIT online

Ist 1. mein derzeitiger Arbeitgeber, 2. derzeit in Veränderungen begriffen, die 3. auch im Blog bei Stefan Niggemeier diskutiert werden.

Mehr möchte, kann und werde ich dazu nicht sagen. Doch die öffentliche Debatte interessiert mich natürlich.

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Der Ordnung halber

War nicht vollkommen unbeteiligt. Auch wenn den Großteil der Arbeit sicher Nico und Ben erledigt haben. Mich findet man übrigens hier.

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Immer fern der Liebsten

»Schatz, ich knuddel dich ganz dolle.« Montagmorgen, Berlin Hauptbahnhof. Am Zug sind viele Wochenpendler. Wochenpendler, das sind diejenigen, die große Taschen mit sich schleppen. Die in ihrem Gesicht diesen einmaligen Ausdruck haben, der beschreibt, wie wenig Lust sie auf ein Verlassen der Stadt und ihrer Liebsten haben.

Kurz vor Hamburg klingelt sein Telefon. »Ja, Schatz, ich bin gleich da.«

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Leider hat unser Zug…

“…Hamburg Hauptbahnhof mit einer Verspätung von drei Minuten verlassen. Grund dafür war, dass sich in Hamburg mal wieder jemand im Hauptbahnhof vor den Zug geworfen hat und dieser deshalb auch nicht losfahren durfte.”

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Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Holzblogger

Gegen Florian Klenk ermittelt die StA Hamburg. Weil: der hat seinen Job gemacht. Wie 16 weitere Journalisten auch.

Schön finde ich die Reaktion in der Redaktion: der Artikel über Murat Kurnaz, um den es ging, ist nun online.

(Disclaimer: ich arbeite als Redakteur bei ZEIT online und stelle auch keinen Unbefangenheitsantrag)

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An Tagen wie diesen

Ich schreibe hier ja nur selten konkret zu dem, was ich so treibe. Heute eine kleine Ausnahme: zum einen sitze ich im Job bei einem Projekt an dem Schritt, den man wohl irgendwo zwischen Konzeption und Umsetzung ansiedeln würde, zum anderen bin ich schon in der Ideenfindung für ein weiteres Projekt, das mich persönlich ebenfalls sehr reizt.
Zum anderen habe ich im April die Idee zu einem auf die Zukunft der alten und neuen Medien fokussierten Barcamp gehabt. Also zu den Fragen, wie sich Fernsehen, Zeitung, Radio, Weblogs, Onlinevideo-Plattformen und so weiter entwickeln könnten. Genannt habe ich diese Beschäftigung im Barcamprahmen dann Mediacamp. Wohin wird sich all das entwickeln - und ist es derzeit schon Hype oder sogar noch unterbewertet? Praktischerweise wollten die Jonetler ihren Jahreskongress in einem ähnlichen Zeitraum machen - und da das Jonet aus Medienmenschen besteht (mit leichtem Überhang zu Journalisten) haben wir das kurzerhand zusammengelegt. Auf die Veranstaltung am 08.09. in Hamburg freue ich mich jedenfalls schon enorm. Auch auf die Antwort auf die Frage, wie sich das barcampartige Format praktisch auswirken wird. :-)
Ferner bin ich dabei, einen etwas längeren Artikel für das gescholtene Multimedia Annual zu schreiben. Da verwirre ich mich derzeit noch ein bisschen selbst mit zuviel gleichzeitig wollen, aber das wird auch noch werden. Thema ist im Groben der Wandel onlinejournalistischer Angebote und der Onlinejournalisten durch neue Webnutzungsformen (”Web 2.0″).
Ja, was noch? Plomlompom hat mich überredet, demnächst mal ins Kino zu gehen. Geguckt wird: State Legislature. Der Film handelt dreieinhalb Stunden lang von der Arbeit der Legislative in Idaho. Man versprach mir, dass das leicht skurill und sehr faszinierend werden würde. Fast noch faszinierender, dass es einen Film gibt, für den ich gerne ins Kino gehen werde.
Und last but not least hat hier jemand im Zug ein Buch vergessen: Carl Dahlhaus, Die Idee der absoluten Musik. Das 1978 erschienene Werk (6.80 DM) hat deutlich unter seinem Bibliotheksdasein gelitten. Nun ja. Jetzt wird es auch nochmal unter der Post leiden.
Was mir sonst noch aufgefallen ist: Kapitulation. Das Image von Musik bildet sich nicht nur aus ihr selbst heraus, sondern auch aus den Menschen, die sie hören und die man kennt. Die neue Tocotronicplatte kann man gut finden. Man kann sie auch schlecht finden. Man kann sie aber wohl nicht überhaupt nicht finden - denn irgendwer hört sie immer. Der Nachbar, die Freunde, auf einer Party, auf dem eigenen Rechner. Ich find sie durchwachsen. Aber was ich komisch finde: Menschen grölen bei dem Titelsong gerne den Refrain mit. Damit konterkariert man aber die Aussage des Liedes weitgehend. Nun.. Schade. Mein Lieblingslied auf der Platte: Verschwör dich gegen dich. «Du musst nicht zeigen was Du kannst, Du darfst nicht sagen, was Du denkst, kein Gewissen, das dich quält, keine fremde Macht die lenkt.» Klarer Fall von Ohrengewürm.

Da ich diesen Beitrag gerade auf Bahnkilometer 65.000 schreibe, habe ich nun fast alle Kategorien meines Weblogs jetzt abgefrühstückt. Schönen Tag!

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Ich kenn da..

jemanden, den das hier freut.

Der Landesbetrieb Verkehr (LBV) Hamburg erteilt inzwischen individuelle Ausnahmegenehmigungen für die Nutzung des Elektrorollers im Stadtgebiet. Zulassungsvoraussetzung ist der Nachweis einer Kfz-Haftpflichtversicherung sowie eine gültige Fahrerlaubnis (mindestens eine Mofa-Prüfbescheinigung). Die Antragsteller müssen zudem eine Erklärung unterschreiben, dass sie das Land Hamburg von Schadensansprüchen Dritter freistellen, sollte es zu einem Unfall mit dem Segway kommen.

Dann kann er nämlich vom Mediacamp zum Jonettag Segwayen.

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Neologismen, selbst gemacht

Heute: Meetingitis.

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Staatsbedienstetes Misstrauen

20070605_gruenes-hamburg.png Auf dem Hamburger Hauptbahnhof hab ich vorhin etwas Grünes entdeckt. Stellte sich heraus, dass es zwei Bundesgrenzschutzuniformen waren. Steckten zwei Leute drin, zwei Pistolen dran und im Gürtelchen die beliebten Tonfas, «aber, da brauchts man eine Ausbildung für, sonst darf man die im Dienst net tragen!»

Kam mir irgendwie komisch vor. Bahngleisbambule? Grünfarbene Bundespolizei? Unverkennbar fränkischer Dialekt? Hab sie gefragt, woher sie kommen und was hier - da - so - tun, halt. Wirkt ja ganz schön martialisch, so ein Dreiwochenexport aus Bayern. Wollten aber eigentlich nur heim.

Kann man verstehen – sieht nämlich nicht übermäßig intelligent aus und macht auch nicht sonderlich sympathisch, so eine Montur. Merkten sie auch. Und fragten mich ganz lässig, ob ich schonmal so ein Teil abbekommen hätte. Meinte ich: nee, aber dann könnte ich darüber ja wenigstens schreiben. Leider mussten sie an der Stelle dringend weiter. Schade, irgendwie. Nette Leute, diese Exportschlager.

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3, 2, 1, Lift Off: ZEIT CampusCommunity

Heute offiziell gestartet: die ZEIT CampusCommunity. Come in and find out. Danke an alle Beteiligten. Zum Beispiel den hier.

Mein Profil gibts übrigens hier.

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Next07

Heute ein wenig auf der Next07 gewesen, gleich geh ich dann wieder rüber. Was mir aufgefallen ist: Will ich auf so einer Veranstaltung wirklich Präsentationsfolien sehen, auf denen »Was ist Web 2.0« steht? Nein. Möchte ich nicht. Wirklich.

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Kilometerzähler

Ich hab mal wieder überschlagen. Bislang komme ich für 2007 auf weit über 30.000 Bahnkilometer. Tendenz weiter steigend.

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TGIF

Die Miss Verständlich: der freundliche Bürokollege, der «dann können wir uns ja auch im Freudenhaus treffen» sagte. Versuchte sich rauszureden mit »ziemlich asoziale Punkerkneipe«. Wer’s glaubt…

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Etwas Werbung

Wie macht man einen Arbeitsplatz gemütlich?

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Genau: Man klebt sich die Welt schön. In dem Fall mit dem FooBar-Plakat von Eboy.

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Mann über Bord

Der zweite Leitartikel der Print-Ausgabe der ZEIT morgen: Mann über Bord von Mathias Krupa. Er meinte übrigens die Hamburger SPD, nicht den eigenen Herausgeber. [Exemplarisch für das Print-eigene Problem der Drucklegung. Und die Artikel lassen sich so schrecklich schlecht updaten…]

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Kilometerzähler: Im Vorort arbeiten

Ich hab mal nachgerechnet, wieviele Kilometer ich in diesem Jahr schon zurückgelegt habe: gut 12.000 Bahnkilometer waren es bis heute. Und es werden wohl noch ein paar mehr. Arbeiten im Vorort im 21. Jahrhundert. In 100 Jahren werden sie zum Mars pendeln und mich auslachen.

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Hamburger Salzstangen

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Stillleben am gestrigen frühen Abend.

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Und die Sonne geht auf…

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..und die Erde geht unter, ganz oben steht der Mond (Rocko Schamoni)

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