nicht mehr, nicht weniger.Beiträge-Feed Kommentare-Feed

Archive for the 'Bahn' Category

Adventskalendergeschichte #3: “darf ich mich auf bahn comfort setzen”

Viele der Leser meines Blogs kennen mein intensives Verhältnis zur Deutschen Bahn AG. Ich mag sie ja, auch wenn es mich schon vor den Weihnachtszügen graust. Es ist angenehm, zu fahren.

Auch, weil ich noch im Besitz einer bahn.comfort-Karte bin. Das ist so etwas wie eine Reservierung, ohne eine Reservierung zu haben: es gibt in ICEs einen bestimmten Bereich (ca. 32 Plätze in der 2. Klasse), der für eben diese Vielfahrkunden vorgesehen ist. Ich habe viel erlebt auf diesen Plätzen. Habe grummeligen älteren Herren nachweisen müssen, dass ich den Platz mit der Steckdose wirklich beanspruchen darf. Bin von grummeligen älteren Herren gebeten worden, den Platz doch bitte freizumachen, nachdem ich eine Nacht nicht so viel geschlafen hatte und eher nach mittel- und fahrkartenlos denn nach Bahn-Comfort aussah. Beim Sitzplatz ist man sich jedoch ab einer gewissen Fahrhäufigkeit klar der Nächste. Das werden wieder schöne Weihnachten.

Die Überschrift war übrigens eine Suchanfrage, eben aus den Serverstats gefischt. Die Antwort: Im Prinzip ja, aber. Aber heißt hier: wenn ich komme, dann machst Du mir bitte Platz. Als Dank für meine vielen tollen hochinformativen Bahnpostings.

3 responses so far

Service bei der Deutschen Bahn

Die Überschrift klingt automatisch nach Gemecker. Stimmt aber diesmal nicht: ich bin geradezu begeistert. Ich ließ meine Brille heute im Zug liegen, ging dann zum Service Point. Dort rief man im Zug an, der Schaffner fand das Objekt der Begierde, gab diese an einem Haltepunkt einem gegenläufig fahrenden Zugschaffner mit. Ich setzte mich für eine Dreiviertelstunde in die DB Lounge, trank etwas und konnte dann meine Sehkraftverstärkung in Empfang nehmen. Und das ging alles trotz Stress mit überaus hilfsbereiten und netten Mitarbeitern vonstatten. Dankeschön.

2 responses so far

Die kleinen Sachen

N24 hat sich online ein neues Antlitz gegeben. Nun gibt es viel flashbasiertes zu sehen, viel Video und etwas Community. Die bewährte Mischung aus Katastrophen, FKK, Tieren und so weiter. Und natürlich auch das ein oder andere Quiz, um Klicks zu generieren dem Nutzer die Möglichkeit zu geben, sein Wissen zu testen. Manchmal ist das aber gar nicht so einfach.

20080203_n24_woche-in-fragen.png

Was würden Sie sagen? In welcher Stadt hat die Deutsche Bahn, deren Fahrzeuge hier abgebildet sind, in dieser Woche den ÖPNV zum erliegen gebracht?

One response so far

Ein letztes Mal Bahnsinn

Meine Bahncard 100 endet am 28.12., eine neue kaufe ich mir vorerst nicht. Bis dahin reiß’ ich nochmal 1000 Kilometer ab, so dass ich 2007 auf etwa 110.000 Schienenkilometer komme. Zum Vergleich: das Verkehrsmittel Auto hat es auf ca. 100 km geschafft.

Ich glaube eigentlich nicht, dass ich jetzt in eine bahnsentimentale Phase kommen werde.

Aber falls doch: derjenige, der am zweiten Weihnachtsfeiertag am Lehrter Bahnhof in Berlin einen Triebkopf umarmt und ihm zum Abschied zwischen die großen Glupschaugen ein zartes Küsschen auf den mückenmordlädierten Stahlpelz drückt, bin im Zweifel dann wohl ich. Oder irgendein anderer bahnsinniger.

One response so far

Richtige Schritte

Zeichnen sich wohl dadurch aus, dass einem jeder sagt, er könne es verstehen. Und die meisten auch gleich noch dazu gratulieren.

» Nael Yaim - New Soul

No responses yet

Die besten Argumente..

..für gute, geschlossene Kopfhörer im Zug:
»Dann ham wer uns benommen wie so ne kleene LSD-Kosmonauten.«

Gestern Abend von Hamburg nach Berlin. Laut kopfhörerlosem Mitfahrer die ganze Fahrt lang.

One response so far

DIY-Medien: Bahnstreik-Twitter

Ob der funktioniert, wird sich erst morgen so richtig herausstellen. Anfang ist aber schon gemacht: twitter.com/bahnstreik.

Wers abonnieren will: hier lang.

No responses yet

Ziemlich »2002«

Heute morgen im Zug: jemand las »Wikinomics« und irgendwas zu »Attention Economy«. Auf Papier ausgedruckt, kopiert oder so.

3 responses so far

Total nützliches Bahnwissen, Folge 399

Die UMTS/GPRS-Versorgung ist im ICE-T (zB B-HH) am besten auf den acht Sitzplätzen neben dem Zugbegleiterkäfig gewährleistet. Warum sind das nicht die Bahn.Comfort-Plätze?

No responses yet

Helpdesk, guten Tag

Ich glaube, es ist ziemlich passend für die Kategorie 21st Century Wahnsinn, wenn man zuhause sitzt und jemandem, der im Zug online ist, via Jabber erklärt, wie er die Sicherung der raren Steckdosen im 2er-ICE mit einem Schlüssel wieder einsetzt…

2 responses so far

Immer fern der Liebsten

»Schatz, ich knuddel dich ganz dolle.« Montagmorgen, Berlin Hauptbahnhof. Am Zug sind viele Wochenpendler. Wochenpendler, das sind diejenigen, die große Taschen mit sich schleppen. Die in ihrem Gesicht diesen einmaligen Ausdruck haben, der beschreibt, wie wenig Lust sie auf ein Verlassen der Stadt und ihrer Liebsten haben.

Kurz vor Hamburg klingelt sein Telefon. »Ja, Schatz, ich bin gleich da.«

No responses yet

Anderes Wort für teuer und ineffizient?

Ich schlage vor: Videoüberwachung.

No responses yet

Automatisierungsgrad

Woran lässt sich der Grad der Automatisierung bestimmter Abläufe messen? Am besten auf individualempirische Art und Weise. Man nehme einen beliebigen Ablauf. Zum Beispiel den Weg zum Zug morgens. Aus dem Haus gehen, in die Bäckerei, zwei Croissants einsacken, zum Kiosk, in den Bus, zum Bäcker im Bahnhof einen Kakao kaufen, aufs Gleis einsteigen und Platz suchen. Das kann alles sehr lange dauern.

Oder auch kurz: Heute morgen aus dem Haus gekommen, beim Bäcker gabs die zwei Croissants schon bei meinem Anblick, ich hab das Geld passend gehabt. Dann zum Kioskman, guten Morgen sagen und einen schönen Tag wünschen, in den Bus hüpfen, am Bahnhof die lange Schlange beim dortigen Bäcker sehen - und der Bedienung einmal freundlich zunicken. Statt 20 Leute abzuwarten stand plötzlich ein Kakao vor mir - das Geld hatte ich eh schon passend in der Hand. Runter aufs Gleis, an der “üblichen Stelle” eingestiegen und den “üblichen Sitzplatz” besetzt. Strom anschließen, Mobiltelefon an den USB-Stecker klemmen, online gehen, bloggen. In wenigen Minuten erreichen wir Berlin-Spandau.

One response so far

Was ist Müdigkeit?

Wenn man im Zug davon geweckt wird, dass der Gegenüber einen anstupst und darum bittet, die Kopfhörer leiser zu machen.

No responses yet

Leider hat unser Zug…

“…Hamburg Hauptbahnhof mit einer Verspätung von drei Minuten verlassen. Grund dafür war, dass sich in Hamburg mal wieder jemand im Hauptbahnhof vor den Zug geworfen hat und dieser deshalb auch nicht losfahren durfte.”

2 responses so far

An Tagen wie diesen

Ich schreibe hier ja nur selten konkret zu dem, was ich so treibe. Heute eine kleine Ausnahme: zum einen sitze ich im Job bei einem Projekt an dem Schritt, den man wohl irgendwo zwischen Konzeption und Umsetzung ansiedeln würde, zum anderen bin ich schon in der Ideenfindung für ein weiteres Projekt, das mich persönlich ebenfalls sehr reizt.
Zum anderen habe ich im April die Idee zu einem auf die Zukunft der alten und neuen Medien fokussierten Barcamp gehabt. Also zu den Fragen, wie sich Fernsehen, Zeitung, Radio, Weblogs, Onlinevideo-Plattformen und so weiter entwickeln könnten. Genannt habe ich diese Beschäftigung im Barcamprahmen dann Mediacamp. Wohin wird sich all das entwickeln - und ist es derzeit schon Hype oder sogar noch unterbewertet? Praktischerweise wollten die Jonetler ihren Jahreskongress in einem ähnlichen Zeitraum machen - und da das Jonet aus Medienmenschen besteht (mit leichtem Überhang zu Journalisten) haben wir das kurzerhand zusammengelegt. Auf die Veranstaltung am 08.09. in Hamburg freue ich mich jedenfalls schon enorm. Auch auf die Antwort auf die Frage, wie sich das barcampartige Format praktisch auswirken wird. :-)
Ferner bin ich dabei, einen etwas längeren Artikel für das gescholtene Multimedia Annual zu schreiben. Da verwirre ich mich derzeit noch ein bisschen selbst mit zuviel gleichzeitig wollen, aber das wird auch noch werden. Thema ist im Groben der Wandel onlinejournalistischer Angebote und der Onlinejournalisten durch neue Webnutzungsformen (”Web 2.0″).
Ja, was noch? Plomlompom hat mich überredet, demnächst mal ins Kino zu gehen. Geguckt wird: State Legislature. Der Film handelt dreieinhalb Stunden lang von der Arbeit der Legislative in Idaho. Man versprach mir, dass das leicht skurill und sehr faszinierend werden würde. Fast noch faszinierender, dass es einen Film gibt, für den ich gerne ins Kino gehen werde.
Und last but not least hat hier jemand im Zug ein Buch vergessen: Carl Dahlhaus, Die Idee der absoluten Musik. Das 1978 erschienene Werk (6.80 DM) hat deutlich unter seinem Bibliotheksdasein gelitten. Nun ja. Jetzt wird es auch nochmal unter der Post leiden.
Was mir sonst noch aufgefallen ist: Kapitulation. Das Image von Musik bildet sich nicht nur aus ihr selbst heraus, sondern auch aus den Menschen, die sie hören und die man kennt. Die neue Tocotronicplatte kann man gut finden. Man kann sie auch schlecht finden. Man kann sie aber wohl nicht überhaupt nicht finden - denn irgendwer hört sie immer. Der Nachbar, die Freunde, auf einer Party, auf dem eigenen Rechner. Ich find sie durchwachsen. Aber was ich komisch finde: Menschen grölen bei dem Titelsong gerne den Refrain mit. Damit konterkariert man aber die Aussage des Liedes weitgehend. Nun.. Schade. Mein Lieblingslied auf der Platte: Verschwör dich gegen dich. «Du musst nicht zeigen was Du kannst, Du darfst nicht sagen, was Du denkst, kein Gewissen, das dich quält, keine fremde Macht die lenkt.» Klarer Fall von Ohrengewürm.

Da ich diesen Beitrag gerade auf Bahnkilometer 65.000 schreibe, habe ich nun fast alle Kategorien meines Weblogs jetzt abgefrühstückt. Schönen Tag!

No responses yet

Ah so

Der Zugverkehr tendiert jedoch wieder zur Planmäßigkeit.

One response so far

Total unauffällig wichtig

Total wichtige deutsche Schauspielerinnen zeichnen sich dadurch aus, dass sie total wichtig große Sonnenbrillen tragen und sich am Handy nur mit “Hallo” melden. Nä. Doll. Wichtig. Offensivste Form von “Nicht angucken, bin Star.”

One response so far

Staatsbedienstetes Misstrauen

20070605_gruenes-hamburg.png Auf dem Hamburger Hauptbahnhof hab ich vorhin etwas Grünes entdeckt. Stellte sich heraus, dass es zwei Bundesgrenzschutzuniformen waren. Steckten zwei Leute drin, zwei Pistolen dran und im Gürtelchen die beliebten Tonfas, «aber, da brauchts man eine Ausbildung für, sonst darf man die im Dienst net tragen!»

Kam mir irgendwie komisch vor. Bahngleisbambule? Grünfarbene Bundespolizei? Unverkennbar fränkischer Dialekt? Hab sie gefragt, woher sie kommen und was hier - da - so - tun, halt. Wirkt ja ganz schön martialisch, so ein Dreiwochenexport aus Bayern. Wollten aber eigentlich nur heim.

Kann man verstehen – sieht nämlich nicht übermäßig intelligent aus und macht auch nicht sonderlich sympathisch, so eine Montur. Merkten sie auch. Und fragten mich ganz lässig, ob ich schonmal so ein Teil abbekommen hätte. Meinte ich: nee, aber dann könnte ich darüber ja wenigstens schreiben. Leider mussten sie an der Stelle dringend weiter. Schade, irgendwie. Nette Leute, diese Exportschlager.

No responses yet

Bahnwissen

Wer viel Bahn fährt, häuft unnützes Wissen an. Eine unstrukturierte Sammlung. Natürlich ohne Garantien.

Zugtypen

ICE 1 (selten); ICE 2 (häufig); ICE 3; ICE 1/renoviert; IC

20070506_neustadtdossewindraeder.png

Steckdosen

Stromversorgung ist bei der Deutschen Bahn sehr unterschiedlich. ICE 1 weiß ich gerade nicht, ICE 2 haben nur an den Tischsitzplatzgruppen Steckdosen (auch nur eine), ICE 3 haben zwischen allen Sitzen jeweils eine Steckdose, renovierte ICE1 ebenfalls.

Zugaufbau
Ein ICE 2 ist wie folgt zusammengesetzt (je nach Fahrtrichtung auch andersherum):
2. Klasse Raucher, 2. Klasse, Bordrestaurant/Bordbistro, 1. Klasse, 1. Klasse Raucher
Ein ICE 3 ist wie folgt aufgebaut (je nach Fahrtrichtung auch andersherum):
2. Klasse, Bordrestaurant/Bordbistro, 2. Klasse Raucher, 1. Klasse Raucher, 1. Klasse

20070506_bc100.png

Bahn.Comfort-Plätze finden sich immer im Waggon der 2. Klasse, der am nächsten zum Bordbistro/Bordrestaurant liegt. (Bahn.Comfort ist das Vielfahrerprogramm der DB, Bahn.Comfort-Status macht sich wie folgt bemerkbar: Graue (25/50) oder Schwarze BahnCard (100))

Mehrere Zugteile

Wer mit Platzreservierung reist (empfehlenswert Sonntagabend/Montagmorgen und Freitagabend sowie zu Messezeiten) oder an einen bestimmten Platz möchte, weil er sich dort verabredet hat: manche Züge fahren mit zwei Zugteilen, sprich: sind technisch eigentlich zwei Züge. Im Regelfall haben die Waggons des einen Zugteils “Ordnungsnummern” (so nennt es die Bahn) der 20er-Reihe (21, 22, 23, 24..) und der andere Nummern aus der 30er-Reihe. Man kann während der Fahrt nicht von einem in den anderen Teil wechseln, sondern nur an Bahnhöfen. Im Regelfall wird ein solcher Doppelzug an einem Bahnhof geteilt, dies ist im Regelfall mit einem längeren Halt und damit der perfekten Möglichkeit zum Umsteigen verbunden.

Auf den Bahnsteigen stehen übrigens auch Pläne (”Wagenstandspläne”), die einem Hilfestellung leisten, wie und wo in etwa ein Waggon zum Halten kommt. Der Vielfahrer erkennt an der Wagenreihung bereits den Zugtyp, selbst wenn er vorher noch nie auf der Strecke gefahren ist.

20070506_anzeigetafel_hh_kyrill.png

Kaffee etc.: In 3er-ICEs (und ich glaube, auch in renovierten 1ern) gibt es richtige Kaffeemaschinen, Standardvariante ist allerdings überall gleich Filterkaffee aus der Thermoskanne.
Kakao wird grundsätzlich mit Wasser angerührt und ist entsprechend beinahe ungenießbar. Um ihn halbwegs erträglich zu machen, kann man sich (in 3er-ICEs) Milchschaum, in 2er-ICEs Sprühsahne ohne Aufpreis auf das Getränk geben lassen.

Internetanbindung/Mobilfunk

Im Regelfall sind die Waggons in der Nähe des Restaurants/Bistros mit Mobilfunktrepeatern ausgestattet, sodass dort eine deutlich bessere Konnektivität ist. “Ruhewaggons” gibt es allerdings auch - dort ist der Handyempfang im Regelfall miserabel und UMTS/GPRS fast komplett zu vergessen.

Verspätungen

Sollte man immer einkalkulieren. Manche lassen sich auch recht exakt einkalkulieren: indem man vorher nachschaut. Auch das Nachschauen unterwegs ist sehr praktisch: wenn der eigene Zug Verspätung hat, sollte man eventuell besser den Onlineauftritt der Bahn befragen (auch mobil tauglich). Hat der Anschlusszug ebenfalls Verspätung, ist nicht alles verloren. Im Regelfall ist man damit schneller und besser informiert als das “Zugpersonal”.

Ansagen/Anzeigen

Sind immer mit Humor zu nehmen. Fünf Minuten sind etwa acht, wer beispielsweise vor Berlin-Spandau aufsteht, um am Hauptbahnhof/Lehrter Bahnhof auszusteigen, der kann noch ein Weilchen warten. Die Anzeigetafeln sind weitgehend automatisch befüllt: 10 Minuten vor der planmäßigen(!) Ankunft eines Zuges am Zielbahnhof erscheint dort »Wir erreichen in Kürze«. Unabhängig von Verspätungen – also einfach ignorieren, wenn man nicht gerade mit der Bahn umzieht.

2 responses so far

Kilometerzähler: 40K

Fahn Fahn Fahn… Streckentester ist ein Job mit großer Zukunft. Ich sollte anfangen, eine E-Plus-UMTS/GPRS-Netzabdeckungskarte für Deutschland zu entwerfen. Recht empfehlenswerte Strecken lt. aktuellen Tests: B-FFM, FFM-K, B-H. Nicht ganz so doll: B-HH, K-H. Aber geht auch alles noch.

No responses yet

Frei floatende Assoziationen

Die treuen Leser wissen es schon: ich bin zuwenig unterwegs. Weshalb ich heute mal wieder ein paar Kilometer zurückgelegt habe.

20070406_balin_lehrterbahnhof_gleis13_1050.png

Den Bahnhof Zoo hat man unter anderem deshalb geschlossen, weil dort bei großen Menschenmengen angeblich die Sicherheit nicht mehr gewährleistet gewesen wäre. Wer Karfreitag morgens am Lehrter Bahnhof steht, fragt sich allerdings, wo die Verbesserung ist.

20070406_kbruecke.png

Nachmittags um drei am Rhein: schönstes Wetter. Sogar im Zug. Ich merke, wie verwöhnt ich bin. Im Regionalexpress telefoniert eine Studentin mit ihrem Papa. «Bis Dillenburg, dann Bus, weiß noch nicht wann ich da bin.» […] «Ich weiß nicht warum.» […] «Wahrscheinlich machen die da was an den Gleisen.» Bis hierhin braucht sie zehn Minuten um sich zu rechtfertigen. Lautstark. «Ja, wahrscheinlich was mit den Gleisen.» Als der Schaffner vorbeikommt, fragt sie ihn. Ruft danach Papa an. Gibt wortgetreu die Information des Schaffners wieder. inklusive gestelztem Bahndeutsch. Sie hat zwar zuviel Hintern. Aber was ihr fehlt, ist der sprichwörtliche Arsch in der Hose. Von 20 Minuten viel zu lautem Telefonat waren 15 Minuten Rechtfertigung. Aber mittlerweile ist sicher selbst dieses Lautsprecherchen wieder zuhause.

20070406_daguckstuwiederalte.png

Nein, das ist nicht interessant. Das ist nur meine Verliebtheit in einen Stop-Knopf bei DVB-T-Receivern. Und zwei ziemlich intelligente Gesichtsausdrücke auf der Mattscheibe.

Schon in der Nacht zum Donnerstag hat mich Nicole Simon für ihre Prä-Re:Publica-Podcastinterviewreihe angeklingelt. Dass das vielleicht nicht so perfekt klingt, liegt nicht an der nachtschlafenen Uhrzeit. Sondern an einem technischen Problem, das Nicole dann soweit ausgebügelt hat, als dass sie meinen Teil der Aufnahme gerettet und ihre eigenen Anteile damit ziemlich vergrausligt hat.

2 responses so far

Handtaschenräuber! Handtaschenräuber!

Da hilft nur noch:

» Foyer des Arts - Hubschraubereinsatz

Guten Tag! Hier ist ihr Bundesgrenzschutz! Wir machen uns Gedanken um ihre Handtaschen- und Portemonnaie-Sicherheit. Dazu würden wir Sie gerne informieren und ein paar nützliche Tipps geben. Insbesondere in Zügen besteht eine erhöhte Gefahr, dass Ihnen wichtiges abhanden kommt!

Klingt komisch? Ja. Deshalb haben sie sich wohl in Bundespolizei umbenannt. Und machen genau das. Heute morgen im Zug von Berlin nach Hamburg zum Beispiel. Die neue Öffentlichkeitsarbeit von Freund und Helfer. Ich werd mich an sie erinnern, wenn ich das nächste mal eine Handtasche brauche.

20070405_bundeskulizei.png

Oder wenn ich mit ihrem Werbestift schreibe.

No responses yet

Kilometerzähler

Ich hab mal wieder überschlagen. Bislang komme ich für 2007 auf weit über 30.000 Bahnkilometer. Tendenz weiter steigend.

3 responses so far

Geschlaucht

Kleine Präventiventschuldigung an meine Umwelt für mürrische Laune: ich bin platt. Und das wird sich auf absehbare Zeit auch wohl eher nicht ändern.

20070402_tcomterminal_lehrterbahnhof.png

Wenn mich selbst solche Bilder nicht mehr wirklich aufheitern, dann ist’s der falsche Zeitpunkt um mich anzusprechen.

No responses yet

Gemütsplaylist #29

» No Doubt - Different People
» Die Ärzte - Nichts in der Welt
» Farin Urlaub - Petze

No responses yet

Die Tür zum Nichts

Über die kernwaffensichere Zone des Lehrter Bahnhofs hatte ich ja schon geschrieben. Hier nun noch das fehlende Bild der Tür zum Durchgang auf Unterdeck 1 des Raumschiffs Mehdorn.20070314_lehrterbahnhof_eingangubahnhof.png
Freude am Fahren. Mit Sicherheit mehr Vergnügen. Die Bahn kommt.

No responses yet

Behaglichkeit in Berlin

20070307_lehrter_ubahndurchgang.png

Das ist der gegen Kernwaffen und Zierstahlträger abgesicherte Bereich des Lehrter Bahnhofs in Berlin (aka “Hauptbahnhof”, was ich aber im Regelfall nicht benutze, weil ich res publica schätze). Abgegrenzt ist er vom bekannten Teil des Gebäudes durch eine einladende Stahltür, die aussieht wie der Eingang zum Maschinenraum eines Containerfrachters. Gut, ich war noch nie im Maschinenraum eines Containerschiffs, aber etwa das ist meine Vorstellung davon.
Der auf dem Foto zu sehende Raum ist einladend gestaltet, der Innenarchitekt ist mindestens so empfehlenswert wie die Designer anderer haglicher Behausungen auf diesem Planeten.

20070307_lehrter_aufgang.png

Gleich fühlt man sich viel wohler, wenn man nach 30 Sekunden die Rolltreppe erklimmt und aus der virtuellen U55-Station zu den Bussen Richtung Westen strebt. Umweht vom Geruch der Freiheit, leicht aromatisiert vom abgestandenem Frittenfett des Pommescurrywurstmajo-Zylinders, der als einziges dort um 20 Uhr noch geöffnet hat.

One response so far

Always // on // Rails

20070302_bahn_b-k-hinter-h.png
Was heißt Always On für meinen Lebensalltag?

Ganz einfach: ich ärger mich nicht mehr über Bahnverspätungen. Solange der Zug nicht in Funklöchern steht.

No responses yet

Onkel Günthers Haus

Neben mir im Zug saß gestern Abend eine hübsche junge Frau. Sie war, schätze ich mal, Mitte 20. Offenbar Architektin oder sowas – zumindest beschäftigte sie sich an ihrem Computerchen mit “Onkel Günthers Haus”.

One response so far

Next »