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Archive for the '21st Century Wahnsinn' Category

Der Egotainer als Alleinunterhalter 2.0

Vielleicht hab ich einfach nur keinen Humor. Oder ich bin zu arrogant, verwöhnt, kritisch. Aber ich mag die ganzen Spaß-Twitterer langsam nicht mehr. Diese Mario Barths des digitalen Alltags. Die nur und ausschließlich lustig sein wollen. Die keine Inhalte haben außer der nächsten Pointe, so mies sie auch sei. Die in ihrer Selbstbespaßung (aka Egotainment) um etwas Aufmerksamkeit heischend wirken, wie der Radiosidekick mit seinen schlechten Witzen am Morgen - weshalb ich das Radio abgeschaltet habe.

Die meisten von ihnen wirken so traurig, wie ein Alleinunterhalter auf einer Landhochzeit, ein Clown in einem Kinderzirkus. Trifft man sie dann im realen Leben, bestätigt sich das Urteil meist. Irgendwie ist es mir lieber, wenn Menschen, die auch andere Inhalte haben, auch mal einen Witz machen. Und nicht mit ihrem digitalen Alter Ego auf Fav-Jagd gehen müssen. Alles andere ist Timelineverschwendung. Aber nur für mich.

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Schlaumeiern für Schlaumeier

Stefan Niggemeier findet heute im Bildblog heraus, dass viele von Bild befragte Prominente keine Ahnung von GoogleStreetView haben. Das ist mir beim Durchklicken heute auch schon aufgefallen, und das finde ich in vielen Dimensionen durchaus schade. Aber fast noch etwas mehr bedauere ich, dass ihm dabei selbst ein paar Fehler in der Freude über die der anderen unterlaufen sind.

Die Antworten vieler Leute, die “Bild” zu Wort kommen lässt, zeigen vor allem eines: Wie wenig die Befragten über das Angebot wissen. Viele scheinen zu glauben, dass es aus Live-Aufnahmen besteht, dass Google quasi rund um die Uhr die ganze Welt überwachen lässt. Das ist nicht der Fall. Zudem werden Personen und Autokennzeichen auf den Fotos unkenntlich gemacht.

Nein, Personen werden nicht unkenntlich gemacht. Sieht man auch sehr schön an den Nachbarländern, in denen Google StreetView bereits gelauncht hat. Es werden Gesichter verwischt, nicht mehr, nicht weniger. Im Datenschutz spricht man von personenbezogenen Daten, nicht gesichtsbezogenen. Hat vielleicht einen Grund. Die Bedenken der Sonnenbadenden könnten aufgrund des restriktiven US-Jugendschutzes allerdings trotzdem unbegründet sein, ich weiß jedoch nicht ob Google “Fleischfilter” einsetzt.

Wie es Google schafft, von der öffentlichen Straße aus Dinge zu sehen, die für andere nicht einsehbar sind; ob die Firma nach Ansicht des “Bild”-Mannes spezielle Kameras hat, die durch Mauern fotografieren können, oder ob sie eigene, sagen wir: “Leser-Reporter” dafür einsetzt, bleibt offen.

Das Geheimnis liegt in der Kamerahöhe. Google - und das wird von manchen als nicht mehr von der Panoramafreiheit gedeckt angesehen - filmt eben nicht von einer normalen, ohne Hilfsmittel erreichbaren Höhe aus. In Berlin sind zum Beispiel Mauern und offene, sockelfreie Einfriedungen nur bis zur Höhe von 2 Metern weitgehend unproblematisch errichtbar. Da filmt der Laden halt einfach man drüber wech…

* Ob BildBlog sich nach Einführung eines Leistungsschutzrechts derartige ausgiebiges Zitieren noch leisten könnte, wage ich zu Bezweifeln

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Pro Netzneutralität

Heute hat eine Gruppe von Netizens aus verschiedensten Bereichen einen Aufruf für eine gesetzliche Festschreibung der Netzneutralität gestartet. Der Aufruf hat von vornherein meine Unterstützung bekommen und ich freue mich über jeden, der ihn mitzeichnet.

Ohne Netzneutralität würde zunehmend eine Priorisierung durch die Internetanbieter stattfinden, entweder von eigenen Angeboten oder von Angeboten, die es sich leisten können, den privilegierten Zugang zu erwerben. Exklusive Partnerschaften zwischen Unternehmen würden zunehmen und gleichzeitig den wichtigen Grundsatz des freien Zugangs zum Internet künstlich beschränken. Die fatale Konsequenz: Statt Qualität, Sicherheit und Kreativität diktiert das Geld, welche Angebote im Internet nutzbar sind und welche nicht. Datenpakete würden nicht länger wie heute in den überwiegenden Fällen unabhängig von Inhalt und Anwendung gleichberechtigt übertragen werden.

Der Aufruf sagt nicht exakt, wie Netzneutralität festzuschreiben ist. Aber eine Idee dafür gibt es zum Beispiel in der Resolution, die die Kollegen im Transatlantischen Verbraucherdialog (TACD) formuliert haben. Auch hieran habe ich beruflich mitgewirkt.

Heute wird in der Diskussion manches Mal so getan, als ob die Frage der Netzneutralität beim bislang nach wie vor nicht weit verbreiteten (Ausnahme Mobilnetze) IPv6-Standard schon eindeutig entschieden sei und nur “layerinterne” Netzneutralität noch möglich sei. Das sehe ich anders: selbst ein Blick in das 12 Jahre alten RFC2460 zeigt mir keinerlei Muss für den Einsatz von Flow Labels anders denn zero oder für unterschiedliche Traffic Classes. Die mir bislang beschriebenen Szenarien für ein mögliches Priorisierungsmuss zulasten anderer Inhalte musste ich leider als höchst irritierend klassifizieren.

So ist mir zum Beispiel zugetragen worden, dass fehlende Priorisierung zum Beispiel ernsthafte Auswirkungen bei telemedizinischen Anwendungen oder auch die Gefechtsinformationsübertragung über IP habe, da diese zeitkritisch seien. Abgesehen davon, dass ich keine Sekunde zögere zu glauben, dass der erste Bereich, in dem alle Header als “zeitkritisch” gemarkert würden wohl die Erotikbranche wäre, deren Kunden im Internet schon immer sehr zeitkritisch Anwendungen benötigten, dürfte auch klar sein, dass, wer an zu dünner Leitung hängend telemedizinische Anwendungen durchführt, fast schon bedingt vorsätzlich oder zumindest fahrlässig Körperverletzung betreibt.

Um mich davon zu überzeugen, dass es anders sein könnte, warte ich also auch weiterhin auf stichhaltige Argumente (dass man erst glaubt, dass Triple-Play ein attraktives Angebot sei, dann feststellt, dass man den PayTV- und Kabelanbietern zuwenig Kunden abjagen kann, das ist jedenfalls keines, was ich gelten lassen könnte).

Ja, Netzneutralität ist eine gesamtgesellschaftlich-politische Frage. Wenn nach der lustigen “Code is Law”-Formel (auch bekannt als Code is Code-Tautologie) oder hier vielmehr Standard = Law sein soll, dann sind der Standard IPv6, seine Verwendung in Next Generation Networks (NGN) und damit seine Interpretation so wie sonstiges Recht auch an den gesellschaftlichen Willen zu binden. Hierfür bedarf es einer breiten gesellschaftlichen Debatte und genau hierfür ist die Initiative Pro Netzneutralität ein Impuls an alle Beteiligten und Betroffenen: nicht hinter verschlossenen Türen, auf der offenen (Internet-)Bühne muss dieses Thema besprochen werden. Mit Providern, Nutzern, Regulierungsbehörden, Politikern, kurzum: allen. Viele behaupten, kein Interesse daran zu haben, die Netzneutralität aufzugeben. Manche argumentieren, dass der Markt es schon regeln werde. Und wieder andere fassen sich nur noch an den Kopf und fragen sich, ob man derartiges angesichts des Google/Verizon-Geschehens heute wirklich noch locker-flockig in den Raum werfen kann. Ich freue mich auf die anstehenden Diskussionen. Und dies hier ist übrigens mein ganz privates Blog, daher gibt es auch keine Meinungs-Automatismen.

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Internetthesen

1. Me too.

2. Das Internet ist da.

3. Viel Spaß damit.

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Bildung als Stückwerk

Gibt es etwas Uninspirierteres als die Frage, welcher Universität welche Exzellenz in welchem Bereich zuerkannt und mit Geldern gefördert wird? Ob die Modularisierung des Studiums dem Humboldtschen Bildungsideal noch nahe genug kommt? Ob Schüler besser mit fünf oder sechs oder sieben eingeschult werden, um dann zwei oder drei Jahre lang in der Schuleingangsstufe zu sitzen, nach vier oder sechs Jahren auf weiterführende Schulen geschickt werden?

Bildungsfalschparker

All dies sind Zeichen der Hilflosigkeit. Statt sich mit den wirklich relevanten Fragen zu beschäftigen, wird wie schon seit 50 Jahren an den Symptomen herumgedoktert. Nein, das deutsche Bildungssystem hat sich in weiten Teilen nicht so bewährt, wie es das hätte tun müssen, um nicht grundsätzlich in Frage zu stehen. Bildungspolitik muss zum Ziel haben, Menschen die Möglichkeit zu geben, unabhängig von ihrer Herkunft, Geburt und körperlichen Hindernissen die Ausbildungsmöglichkeiten zu eröffnen, die diese in Anspruch nehmen wollen und bei der Frage Hilfestellung zu leisten, was für den Einzelnen sinnvoll und damit eventuell auch für die Gesellschaft insgesamt später nützlich sein könnte. Diesem Ideal gerecht zu werden, das umfasst nicht nur die Hamburger Frage.

Jedes Lieschen weiß mittlerweile, dass Deutschland eine sozial hochgradig ungerechte “Bildungsrepublik” (so das von Kanzlerin Merkel ausgerufene Ziel) ist. Bildung als Schlüssel zu gesellschaftlicher Teilhabe ist faktisch privatisiert, denn das Private ist die entscheidende Determinante für den Bildungsweg. Ins falsche Elternhaus geboren zu sein, das heißt zugleich auch: schlechte Chancen haben. Das kann und darf Politik nicht dulden.

Tabula Rasa könnte hier weiterhelfen. Bildung einmal anders herum zu denken tut dringend Not. Deutschland muss in Ermangelung anderer Rohstoffe ein Vorzeigebildungsland werden. Wieviele berufliche Stationen wird ein heute geborenes Kind in seinem Leben haben? Wir wissen es nicht, aber können davon ausgehen, dass mit steigender Lebenserwartung, sich schnell verändernden Umweltbedingungen durch technischen Fortschritt wie verändernde Märkte das Modell des lebenslang ausgeübten Berufs ein für alle Mal hinfällig ist. Doch darauf ist das deutsche Bildungssystem nicht ausgelegt. Es sagt: wir bilden bis zu 20 Jahre aus, dann wird 40 Jahre gearbeitet.

Was es also braucht, ist ein viel breiterer Ansatz. Wie kann man es schaffen, dass die Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen von heute und morgen tatsächlich faire Bildungschancen bekommen? Wie müsste die Bildungsinfrastruktur aussehen, mit der man den Herausforderungen der Gegenwart und Zukunft begegnen kann? Vom Kindergarten über die Berufsschulen bis zum Seniorenstudium: Wo wollen wir mit der “Bildungsrepublik” hin, wie ist das zu leisten?

Die heutigen Strukturen können dabei nicht unter Artenschutz stehen. Bildung ist eine Gemeinwohl-Dienstleistung – wenn der Bedarf sich ändert, muss die Struktur angepasst werden. Dafür wünsche ich mir von den politischen Akteuren jede Menge Mut. Und keinen Verweis auf Bund-/Länderkompetenzen, widerstrebende Eltern, die heilige Dreigliedrigkeit oder die Unantastbarkeit der Hochschulautonomie. Wir können dabei jede Menge von den anderen Ländern auf dieser Welt lernen.

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10.000 Tweets später

Ich hab keine Ahnung mehr, warum genau ich damit angefangen habe. Es kam mir sicher interessant vor und ein recht praktisches Interface, um auf dem Laufenden zu bleiben. Damals, am 03. Mai 2007. Ich haderte zu der Zeit oft mit RSS und der Frage, wie man derartige Techniken für den Journalismus und das Veröffentlichungswesen besser nutzbar machen kann. Bis heute ist beides nicht ganz aus meinem Interessenfokus verschwunden. Aber weniger zentral. Twitter hat einen Großteil meiner aktiven Suchtätigkeit auf die Schultern anderer abgewälzt. Ich surfe definitiv weniger, verlinke dafür mehr öffentlich.

Gelitten hat dabei mein Blog. Hier kommt nur noch selten etwas. Dann, wenn ich denke, dass es mehr bedarf als einer kleinen 140-Zeichen-Nachricht. Wenn ich ohne Limit in die Tasten greifen möchte. So richtig zufrieden bin ich mit dem Angebot aus San Francisco aber trotzdem nicht: statt Listen hätte ich viel lieber eine Ignore-Funktion, eine Art Blacklist. Für Begriffe wie Justin Bieber, für #bsf, #dsds, #tatort und noch so ein paar einschlägige Interessiertmichnicht. Soll sich doch jeder drüber unterhalten, auch die Menschen, die ich sonst lesen mag. Aber das würde die Nutzbarkeit doch deutlich erhöhen.

Twitter ist im Laufe der Zeit deutlich erwachsener geworden. Der anfängliche Nerdspielplatz mit der sinngemäßen Frage “Was tust Du eigentlich hier?” wird inzwischen für ernsthafte und erbittert geführte Debatten gleichermaßen genutzt wie für die klassischen Aufregereien, sinnloses Gebrabbel und - nicht zuletzt - jede Menge Egotainment. Es ist stattdessen relativ normal geworden. Die Community ist groß geworden. Nicht jeder kennt um maximal eine Ecke jeden Twitterer in der gleichen Millionenstadt. Und das ist mit Sicherheit nichts schlechtes. Nur das mit der zentralen Plattform, der fehlende Ignorefunktion und der Frage nach dem Geschäftsmodell, das ist nach wie vor suboptimal. War es aber vor 10.000 Tweets auch schon.

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Leistungsschutzrecht

Es ist ja immer eine nette Idee, Ideen einfach auch anders herum zu denken: was wäre eigentlich, wenn Suchmaschinenbetreiber, PR-Meldungsverfasser, Wikipedia und alle anderen, die für die journalistische Arbeit heute Standard sind, von den Verlagen Geld für die gewerbliche Nutzung ihrer Angebote verlangen würden?

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Herrjeh, FAZ.net!

Es gibt da einen Menschen, mit dem ich mich eigentlich immer nur streite, wenn ich ihn treffe. Der heißt Michael Seemann, im Internet eher mspro. Zum Beispiel auf Twitter. Einmal hätte ich ihm fast behelfsweise die Hand zum Mund geführt. Ich schätze ihn manchmal, weil er sich Gedanken macht.

Er hat das jetzt leider mal vergessen, wenn ich seinen Schilderungen folge. Er hat in seinem FAZ-Blog Ctrlverlust Bilder verwendet, die er so nicht hätte verwenden dürfen (falsche CC-Lizenz). Soweit, so Alltag. Soll auch schon Printbildredakteuren passiert sein: huch, hatte man gar keinen Vertrag mit dem Knipser oder seiner Agentur. Raus damit, ab dafür: Problem erledigt, evtl. entsprechende Bildhonorare und Strafen nachliefern und nicht wieder machen.

Aber nun ist das Blog gelöscht. Pardon, gesperrt. Weil er sich der Redaktion widersetzt habe, schreibt Michael Seemann. Er hat wohl ohne Rückfrage nach erfolgter Bildentfernung sein Blogposting wiederveröffentlicht.

Ich staune. Er hat bei FAZ.net gebloggt, gegen Geld. Seine Beiträge waren verschwurbelt. Inhaltlich für mich nicht zutreffend. Aber nie im Leben hätte ich gedacht, dass es eine Redaktion gibt, die meint, bei diesem Blog entscheiden zu müssen, was da erscheint. FAZ.net macht sich gerade lächerlich - und zeigt mir zugleich, dass nicht alle Angestellten der Marke, hinter der so viele kluge Köpfe stecken sollen, diesem Anspruch wirklich gerecht werden. Der Verlust von Ctrlverlust ist verschmerzbar. Das offenbar geworden schlechte Minikrisenmanagement bei FAZ.net jedoch nicht. Kann es sein, dass man diese per Order von ganz oben zu ihren bezahlten Blogs gekommenen am Main eigentlich gar nicht so gerne haben wollte? Und nur nach einem Grund gesucht hat? Nein? Dann ist ja alles gut. Dann kann das Blog ja wieder online gehen. Und die anderen. Und FAZ.net sich zu den Vorkommnissen äußern.

Diesen Beitrag kann ich dann auch einfach wieder löschen. Kann.

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Ein bisschen besser als Flattr?

Vor etwa einem Jahr saß ich in meiner Küche, skizzierte eine Plattform für eine konvertible Aufmerksamkeitswährung. Kurz vorher hatte ich aufgehört, an einer Idee für ein Berlin-Onlinemagazin zu arbeiten. Der Grund war: die ökonomischen Rahmenbedingungen bieten momentan nicht das, was mir eine Umsetzung erlauben würde - erst recht nicht auf eine Art, die einen mir passenden Weg ermöglicht hätte. Ich wollte keine Abo-Modelle, keine eingemauerten Bezahlinhalte, nicht Anzeigen als Inhalt verkaufen müssen oder ähnliches. Daher war der erste Schritt, mir ein paar Gedanken über eine Verbesserung der Infrastruktur zu machen.

Die ersten Gedanken waren etwa das hier: normalerweise bezahlen wir im Netz mit unserer Aufmerksamkeit. Aber Aufmerksamkeit selbst hilft nicht beim Zahlen der Miete, nicht einmal für das Essen. Selbst in schwerst Link-Empfehlungs-basierenden Onlineumgebungen wie Twitter oder Facebook sind die meisten damit glücklich, dass sie etwas ‘kostenlos’ bekommen, sagen aber zugleich auch gern, dass die für manches bezahlen würden wenn es einen einfachen Weg dafür geben würde.

Ich hab einige Jahre als Journalist gearbeitet. Meine schwierigste Geschichte musste ich auf einem Blog veröffentlichen und hab keinen einzigen Cent mit ihr verdient, meine üblichen Abnehmer hatten kalte Füße bekommen. Sie spülte innerhalb einer Woche im Jahr 2006 durch reine Mund-zu-Mund-Hinweise 30.000 Unique Visitors herein. Es muss also einen Weg geben, all jenen, die wirklich etwas für ihre Nutzer, Leser, Hörer tun, eine einfache Möglichkeit zu geben um etwas Geld zu erhalten. Und gleichermaßen noch denen eine mitzugeben, die bis heute nichts vom Netz verstehen.

Um die Sache abzukürzen: Ich dachte an eine Plattform bei der:

1. die Nutzer sich mit E-Mailadresse und entweder Kreditkartendaten oder Bankverbindung für Lastschrifteinzug registrieren können.
2. die Anbieter sich für Ihren Teil des Kuchens registrieren können.
3. Anbieter sich dafür registrieren können, nicht in Anspruch genommenes Geld zu bekommen (Erklärung folgt gleich)

You may call me Scribbleangelo now. Well. Not. on Twitpic

Für die Nutzer wäre das System einfach: man sieht im Netz etwas, was einem gefällt. Man entscheidet: das ist etwas, für dass ich einen bestimmten Betrag zu zahlen bereit wäre. Vielleicht fünf Cent, vielleicht einen Euro, vielleicht zehn. Mehr als 20 sollte pro Seite nicht möglich sein, um Betrug vorzubeugen. Es ist also mehr oder weniger wie Bookmarks mit einer Zahl.

Am Ende des Monats erhält man eine Mail mit den Details zu den Zahlungen und der Möglichkeit, die Beträge zu ändern oder auch wieder abzusagen (vielleicht hat man ja zwischenzeitlich rausgefunden, dass der Blogger, dem man etwas zukommen lassen wollte, Millionär ist und das Geld besser woanders hingehen sollte).
Man entscheidet also, wieviel man zahlt, wer das Geld bekommen sollte und sie liefern eine bestimmte Webadresse an die Datenbank.

Für Inhalteanbieter muss das System ungleich komplexer sein: man kann den Besitz seiner Inhalte mit einem dem Technorati-Verfahren ähnlichen Mechanismus anzeigen - man registriert sich, dann erhält man ein personalisiertes Bildchen und legt das auf seinem Server im höchsten Verzeichnis ab, für das man verantwortlich ist. Dann klickt man auf: meins. Danach werden alle Inhalte unterhalb dieses Verzeichnisses als zu diesem Nutzer gehörig behandelt und alles Geld, was dafür gegeben werden soll, soll bei dem Nutzer ankommen (außer wenn jemand anderes ein Unterverzeichnis als Eigentümer markiert).

Alles Geld von den Nutzern wird dabei von einer Stiftung gesammelt. Ihr einziges Ziel: das Geld wieder loswerden. Entweder dadurch, dass es an die registrierten Eigentümer übersandt wird, oder (wenn keiner es will) auf einem zweiten Weg - eine Art Kuratorium mit reputierten Personen sollte entscheiden, was mit eingegangenem Geld passiert, beispielsweise durch Stipendien für Journalismus, für Kunst oder um auf anderem Wege denen zu helfen, die für die Netzöffentlichkeit produzieren. Nur die Verwaltungskosten der Stiftung sollten durch etwas von dem nicht in Anspruch genommenen Geld gedeckt werden.

Nun gibt es Flattr und Kachingle. Anfang des Jahres habe ich Peter Sunde versucht zu kontaktieren, der hat nicht reagiert. Da ich denke, dass es keinen Platz für einen weiteren Mitbewerber in dem Markt gibt und mir die Zeit fehlt, das an den Start zu bringen, habe ich beschlosen das nun abzuschließen und meine Gedanken und Ideen einfach zu veröffentlichen. Wem es gefällt, der sollte anderen davon erzählen und sie vielleicht ein bisschen in die Richtung drücken, von der ich dachte, dass es die Richtige wäre.

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Politcamp: Miteinander statt übereinander reden

Freunde der Internetpolitik, ich würde gerne dem Politcamp am Sonntag noch eine Session hinzufügen, zu der ich alle einladen möchte, die sich für Internetpolitik (also nicht ‘Politik im Internet verkaufen’ sondern ‘Politik mit dem und für das Netz’) interessieren.
Das soll eine kleine Gesprächsrunde sein, je nach Wetter drinnen oder draussen,, in der Politikbetriebvertreter sagen können, was sie sich von den Netizen wünschen und vice versa - und auch, wie das funktionieren kann. Wer Lust darauf hat, kann mir das kurz auf Twitter (@flueke) sagen oder hier einen Kommentar hinterlassen.

Das ist dann mal meine Reaktion auf den ersten Tag. Weiterverbreiten der Idee erwünscht.

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D’accord, Herr Prantl

.. ist die anlasslose Speicherung von Telekommunikationsverkehrsdaten geeignet, ein diffus bedrohliches Gefühl des Beobachtetseins hervorzurufen, das eine unbefangene Wahrnehmung der Grundrechte in vielen Bereichen beeinträchtigen kann.

Soweit die Richter in Karlsruhe.

Wenn die Totalspeicherung der Telekommunikationsdaten auf Vorrat so gefährlich ist, wie es die Verfassungsrichter beschrieben haben - und sie haben recht mit dieser Beschreibung - dann dürfen sie es bei bloßen Warnungen nicht mehr belassen.

Heribert Prantl in der Süddeutschen Zeitung

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Die über das Internet schreiben

Das Internet macht dies, das Internet macht das, ist gut für dieses, schlecht für jenes, es kann uns alle ändern (oder auch nicht), es wird uns alle fressen (oder auskotzen), es macht alles zu schnell (und zu langsam, weil zersplittert), es bietet keine guten Informationen (oder zuviele, um diese zu finden, auf jeden Fall aber sind wir alle chronisch überfordert), es frisst unsere Zeit und optimiert uns bis zum Gehtnichtmehr, ja, dieses Internet ist ein wahrlich Wunderding.

Wenn ich mir anschaue, wieviele ach so schlaue Texte, Manifeste, Essays und Aufsätze zum Internet so erschienen sind, fällt mir etwas auf: die meisten davon sind kritisch-distanziert-gezwungen. “Ach, dieses Netz, es überfordert uns alle und mich sowieso, aber wir können ja nicht mehr ohne”, scheinen sie sagen zu wollen. Das ist, mit Verlaub, gequirlter Schrott.

Ich möchte nicht zurück in eine Zeit, in der ich triviale Informationen wie Telefonnummern in Büchern nachschlagen musste, in der ich nicht mehreren Menschen gleichzeitig eine Nachricht schriftlich zukommen lassen konnte, auf die auch wieder alle an alle antworten konnten, eine Zeit, in der nur Privilegierte überhaupt die theoretische Möglichkeit hatten, bei einer breiteren Öffentlichkeit Gehör zu finden. Natürlich ist nicht alles rosig im Zusammenhang mit dem Netz, natürlich ist nicht alles toll, was so eine Gesellschaft in ihrem Wandel produziert. Aber wenn sich in den Feuilletons die Verlorenen aus der Vergangenheit weinend an den Schultern liegen, möchte ich einfach nicht mehr zuhören. Früher war es nicht besser, nur anders. Als nach wie vor relativ junger Mensch würde ich sogar sagen: es ist vieles so schlecht gewesen, dass diejenigen, die über heute so sehr jammern, gestern schon ihr Können und Versagen gezeigt haben.

Und nun hab ich selbst wieder einmal Zeit und Gedanken in diesem Metaflauschsofa verbracht und mich darüber echauffiert, statt die Dinge anzugehen, die mir wichtiger sind als alter Männer wöchentliche Weinattacken. Mist. Naja. Viertelstunde verschwendet.

(Anlass für dieses Stück: der Herr Gelernter in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung)

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Habe die Ehre, muss twittern

In der vergangenen Woche diskutierte ich mit Jodok Batlogg von StudiVZ/VZNetzwerke und Alexander Korth auf der Social Media Week über Privatsphäre, Verantwortung und das Schreiben von To-Do-Listen. Im Raum saßen gut einhundert Personen, wovon nach eigener Auskunft fast alle bei Facebook und Twitter waren (Handzeichen). Hinter uns auf der Leinwand und vor uns auf einem kleinen Monitor war eine Twitterwall zu sehen, die alles aggregierte, was mit dem Hashtag smwberlin versehen war.

Ich hatte das Gefühl, dass das weitgehend unproblematisch war. Aber es gab auch andere Panels, bei einem ist Mathias Richel fast die Hutschnur geplatzt. Er sieht die Notwendigkeit, sich etwas stärker mit Respekt auseinanderzusetzen. Wobei ich mir nicht ganz sicher bin, ob die Respekt-Frage sich ursprünglich primär auf die Aufmerksamkeit oder auf den Respekt für das Erfinden von Social Media-Kampagnen bezog, die größer als 1-Tweet-Negative-Message sind.

Was also ist es, was auch mich manchmal stört? Ich gehöre selbst zu denen, die liebend gerne “backchannelmessern”, wenn eine Diskussion fachlich falsch aber nicht offen für externe ist. Wenn mir die Gelegenheit zur Meinungsäußerung nicht gegeben wird, aber Unfug erzählt wird, dann greife ich natürlich zum alternativen Kanal. Häufig ist Twitter bei Konferenzen lesenswerter als die Podien, über die sich dann dort echauffiert wird. Oder anders: wenn die Party im Wohnzimmer zu schlecht ist, treffen sich die genervten Leute nun einmal in der Küche. Man kann ja auch fragen: was ist eigentlich respektloser? Auf Twitter scharf zu schießen, oder Menschen ihre Zeit zu stehlen, indem man weder gute Information noch gute Unterhaltung oder gar beides hinbekommt?

Für mich selbst versuche ich, möglichst nur so zu twittern, wie ich es den Personen auch ins Gesicht sagen würde. Allerdings weiß ich nicht, ob das auch für Personen funktioniert, die vielleicht etwas scheuer, respektvoller gegenüber Amt und Würden sind.

Besonders schwierig finde ich eine Antwort auf die Frage, ob man vom Panel herunter twittern sollte. Sollten sich Podiumsteilnehmer mit anderen Besuchern im Raum unterhalten, wenn sie auf dem Panel sitzen? Wenn ja, warum? Ich habe das bereits selbst gemacht und dabei den Spagat versucht, den das zwangsläufig bedeutet. Das funktioniert, aber stets nur so lange, wie das Panel nicht besonders gut - also wirklich spannend ist. Manchmal muss halt auch der Gastgeber in die Küche.

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Lasst die Keule mal zuhause

Die Netzgemeinde hat lange Jahre darum gebeten, dass man ihr zuhört - weil man es nicht tat. Sie hat gezetert, gemosert, ihr ganzer Sach- und Fachverstand wurde ignoriert. Politiker aller Couleur, das von de Maiziere so genannte “Sie wissen schon wovon ich rede” als Höhepunkt, haben sich blamiert. Und sie haben die Netizens zu einer losen Ansammlung von solchen werden lassen, die erst die Augen verdrehen, dann fast schon reflexartig mit “Die haben mal wieder überhaupt nichts verstanden und sowieso keine Ahnung” reagierend. Und dann kommt noch ein kleiner Nachsatz wie: “Damals als …, haben wir das ja auch schon diskutiert. Und auch damals hat uns keiner zugehört.”

Jetzt ist es an der Zeit, ganz schnell zu lernen. Und zwar für die Netzgemeinde.

Politik hört derzeit zu. Politik will zuhören. Natürlich ist es traurig, dass es dafür erst eine in sich selbst zutiefst apolitische und damit Partei im meiner Meinung nach schlechtestem Wortsinne (nämlich als partielle Interessenvertretung ohne gesamtgesellschaftlichen Anspruch) und eine erkleckliche Anzahl enttäuschter Wählerstimmen brauchte. Aber: im neuen Bundestag sitzen viele auch jüngere Menschen, die längst nicht mehr so Internet-inkompetent sind wie ihre Amtsvorgänger. Und viele Politiker der alten Garde bringen andere Qualitäten, Wissen und Instinkt mit. Klar, natürlich gibt es noch viele Entscheidungsträger, deren Affinität zu den neueren Medienformen, freundlich formuliert, distanziert ist. Aber auch das wird sich erledigen - entweder werden die Borg sie schon kriegen, oder sie werden sich nicht dauerhaft halten können.

Wer sich aber gar nicht halten können wird, sind diejenigen, die reflexhaft loskrakeelen. Wer schreit, hat zwar nicht immer Unrecht. Aber er exkommuniziert sich weitgehend aus der Entstehung von Politik. Wer mich kennt, weiß, dass mich Dinge richtig auf die Palme bringen können. Und auch ein angemessen dezibelerzeugendes Stimmorgan besitze. Aber aktuell ist es nicht an der Zeit, mit der Keule in der Hand herumzulaufen und die tatsächlich vorhandenen Verschiebungen, die die Digitalisierung mit sich bringt, in Köpfe einprügeln zu wollen, die eigentlich sogar sehr gesprächsbereit sind. Leider bin ich kein Comiczeichner, aber das Bild, jemandem eins überzubraten und dabei laut zu rufen: “Hör mir doch zu!”, das zeigt das Problem.

Oft hat “das Internet” die besseren Argumente auf seiner Seite. Dass ihnen zugehört wird, ist neu für viele. Dass sie dann auch noch etwas konstruktives sagen sollen, auch. Aber das wird schon werden. Ich bin da zuversichtlich. Nur beim Lernen über Politik müssen so einige noch etwas nachsitzen. Und vor allem: nicht immer gleich rumschreien.

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Ganz einfache Bitte an couchverliebte Entwickler

Kann jemand eine Facebook-App schreiben, die folgendes tut?

Ich habe eine Couch. Die wird gerne von anderen Menschen benutzt, die nach Berlin kommen. Das ist sehr schön und ich freue mich darüber sehr. Es ginge aber noch einfacher, wenn Kontakte in FB meine Couch requesten könnten und dann automatisch “Available”/”Not Available” zurückbekämen. Bei “Available” könnten sie dann eine Nachricht an mich schreiben. Oder halt an jeden anderen “Couch-Owner”.

Mag das jemand machen? Könnte man ja auch noch etwas ausdehnen den Gedanken, aber ich will ja nicht zuviel auf einmal. Wer die App schreibt, hat zwei Übernachtungen bei mir gut. Und ein Bier.

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Hallo Nachbarn

Ich lebe in einem stetigen Strom aus Informationen aus Strom. Hätte Christoph Kolumbus heute gelebt, er hätte „Landstrom!“ gerufen, als er eine Küste sah. Ein Leben zwischen Filtern und Füttern, ein Nehmen und Geben, strebend nach Erkenntnis für den Moment, der Gewissheit, sich nicht gewiss sein zu können. Für viele verwirrend flirrend, stets den Grad der Relativität von Wahrheit gen Null zu drücken versuchend, in einer Informationsarchitektur die der stadtplanerischen Leistung von Favellas vermutlich in wenig nachsteht. Es ist übrigens sehr schön hier. Wer dies liest, darf sich wie ein Nachbar fühlen.

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Ich fuehle mich ja so schlecht

Diese Internetnutzer, die mich den ganzen Tag umgeben, die mich anschauen, mit mir reden, mich sehen, mich mögen oder auch nicht! Diese schrecklichen haarigen Biester! Pardon, falsches Lied.

Auf jeden Fall fühle ich mich so von ihnen umgeben, dass ich mich manchmal frage, ob ich nicht inzwischen auch einer von ihnen geworden bin. Also einer dieser Menschen, die zweifelsohne an Aufmerksamkeitsstörungen leiden (entweder zuviel oder zuwenig, auf jeden Fall aber ADS oder ADHS). Einer von jenen Menschen die den ganzen Tag dieses Internet vollschreiben mit Sachen, die ja niemanden interessieren - außer denen, die reagieren - und die immer so tun, als wären sie egalitär, aber in Wahrheit die neuen Oligarchien nur ignorieren da sie hoffen, Teil dieser Struktur zu werden die die alte ablöst.

Das wäre natürlich sehr schlimm. Ich schäme mich so entsetzlich für die Menschen, die dieses Internet nutzen und sich in ihm wie selbstverständlich bewegen, Kritik mit Sachkenntnis verbinden wollen und sich kaum Zeit lassen, den Misthaufen der vorangengangenen Generationen so zu loben und zu lieben, wie es sich für brave Kinder geziemt. Die sogar die Revolution verschmähen, nur weil sie längst gelernt haben, dass die Revolutionen der Elterngenerationen für sich genommen doch auch nur ein Häufchen Mist mit einem neuen Häufchen Mist überdeckt haben. Schreckliche Kinder, ich fühle mich so schlecht. Ohne Internet wäre die Welt viel, viel besser, lieber Adam S.

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Erstes Release von Schnittchenvergiftung

Endlich ist es soweit: nachdem die Branche monatelang auf das neue StartUp aus dem Hause Falk Lüke gewartet hat, ist es jetzt da. “Social Media changed unser Life rapide und ohne unseren consent”, erklärt Falk Lüke, Founder von Schnittchenvergiftung.de. “Mit unserem fantastischen neuartigen Social Media Approach gewinnen wir tiefe Einblicke in die deutschsprachige Schnittchensociety.”

Schnittchenvergiftung.de analysiert in einem ersten Schritt Milliarden von Social Media-Beiträgen auf ihre Schnittchenlast und zeigt chronologisch invers die Verschnittchung. Doch das ist erst der Anfang: “In einem der nächsten Releases werden wir mit unserem top secret Schnittchensocietyanalyzer Maßstäbe für das Social Media Monitoring setzen”, sagt Lüke. “Die gesamte Branche wird vor Neid in die Leberwurst beißen - das Leberwurstcase-Szenario, sozusagen!” Schnittchenvergiftung.de ist mit dem Start bereits Marktführer im Bereich Schnittchentalkanalyse. Die geplante Releaseparty mit Guido Westerwave musste leider wegen Terminproblemen entfallen.

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Someone’s put…

Es ist ein heißer Sommersonntag. Spanische Touristen und Wespen liefern sich einen Wettstreit darum, wer die Stadt stärker bevölkert. Nein, etwas sinnvolles tun ist bei etwa 30 Grad definitiv unmöglich. Die Stadt drückt und eigentlich kann man in solchen Momenten nur an die überfüllten Seen oder die Ostsee fahren – mit einer dieser überfüllten Regionalkonserven des Lieblingshassobjektes der Deutschen, der Bahn.

Es ist also ein heißer Sommertag und so recht etwas mit ihm anfangen kann ich nicht. Der Kopf, von der Hitze plattgewalzt. Jeder Gedanke Asphalt uralt, porös und matschig zugleich.

Was also tun? Was rät die Brainextension?

Es gibt diese Menschen, die einen eigenen Garten haben. Der H zum Beispiel, der hat einen. Und er ist ein ziemlich nettes Kerlchen. Glaube ich, denn so richtig gut kenne ich H gar nicht. Habe ihn ein paar Mal getroffen, einmal ein sehr nettes langes Brunch mit ihm und seiner Frau gehabt. Die ist auch sehr nett. Und miteinander sind die auch noch sehr nett. Und die haben da diesen Garten am zentrumsnahen Rande des Stadtrandes. Da sitzt also H und twittert, ob jemand Lust hätte, in diesem Garten Sonntag zu machen.

Gott verdammt, warum eigentlich nicht?

Im Garten spielen die Kinder. Die von H, die von den Nachbarn, Speck läuft rum und es gibt tolle Liegestühle. Füße hoch. Ein bisschen reden. Schön hier. Wir unterhalten uns ein Weilchen. Überreden eine andere Person, die wahrscheinlich jeder mag, auch noch vorbeizukommen und etwas Grillgut mitzubringen. Da kommt ein Fahrrad mit einem anderen, der auch den Weg in den Garten gefunden hat.

Uns wird Lasagne kredenzt. Die ist unglaublich lecker. Einfach total nette Gastgeber. Wie gut kennen wir uns eigentlich? Früher hätte man gesagt, wir wären lose Bekannte. Aber das stimmt so nicht. Immerhin schreiben wir uns täglich, mehrfach. Nicht immer direkt persönlich adressiert. Aber wir stehen in Kontakt und haben Teil am Leben der Anderen.

Weitere Menschen kommen hinzu. Sie sind auch nett. Manche der Anwesenden mag ich gerne, viele sehr gerne. Alle haben ihre Marotten, manche davon empfinde ich als eher anstrengend – so wie davon einige meine Marotten sicher auch eher anstrengend finden. Aber das passt schon. Jeder bringt etwas mit – etwas zu trinken, etwas zu essen. Ich lerne Menschen kennen, die ich noch nicht kannte. Und die ich auch gar nicht lese. Bislang zumindest. Die aber auch nett sind.

Was machen wir da eigentlich? Wir besetzen mit einer Horde einander gut und schlecht bekannter Menschen einen Randlagengarten Berlins. Grillen. Chillen. Es ist sehr schön hier. Wieviele wir wohl sind? 15? 20?

Ich denke mir: Someone’s put the social in media.

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Mal was dienstliches

In den letzten Tagen, Wochen, Monaten haben die Projektkolleginnen und ich etwas zusammengestellt: surfer-haben-rechte.de Ich finds ziemlich hübsch geraten, freu mich aber auf Eure Meinungen, Anregungen und Verbesserungsvorschläge.

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Öffentliche Privatheiten, private Öffentlichkeiten

Was heißt es in seiner Konsequenz, dass immer mehr Menschen mit dem Internet leben, es in ihren Alltag integrieren, in ihren Kommunikationshabitus? Wenn das Internet als Verlängerung der mündlichen Kommunikation gehandhabt wird?

Immer wieder wird das Internet vor allem von älteren Mitbürgern mit dem Telefon verglichen. Doch das Telefon überträgt keine Bilder, verschriftlicht keine Kommunikation. Und doch: genau die Kommunikation, die früher ausschließlich mündlich kabeltransportiert wurde, findet heutzutage auch schriftlich statt – aufgrund allgemeinen Wertewandels vermutlich sogar noch um einiges intimer, als dies über die Telefonleitungen früher passierte. Ob über Sex, Krankheiten, Geldnöte oder Zukunftsplanungen: die Kommunikation über das Netz ist sehr privater Natur. Private Chatfenster, Direkt- und Kurznachrichten (ja, auch SMS gehört zu diesem Phänomen dazu) simulieren 1:1-Kommunikation. Hier wird oft unverschlüsselt ausgetauscht, was nur zwei Menschen etwas angeht.

Wer verstehen will, warum die Privatsphäre, die informationelle Selbstbestimmung ohne Abhörangst, die Wichtigkeit der uninfiltrierten Kommunikation für diese Generation so zwiespältig in ihrer tatsächlichen Nutzung und zugleich so wichtig ist, muss das berücksichtigen. Jeder Eingriff in Telekommunikationsinfrastrukturen ist heute auch ein Frontalangriff auf die Intimsphäre.

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Keine Links, 2, 3, 4

Ein Lied geht um die Welt. Ups! Aber das sollte es noch gar nicht!

Was einmal im Internet ist, ist nicht mehr einzuholen. Das hat nun auch das Management der deutschen Rülpsrockband Rammstein erkannt, die sonst eher Nichtmuttersprachler mit ihrem germanischen Gegröle erfreut, die die mit wahnsinnig intelligenten Texten auf dem Niveau von Leid ist meine Maid, ihr Leib mein Laib: Brot, Tod. (Faketext) höchstens fragmentarisch verstehen.

Jetzt sind die Banalitätsbarden bzw. ihr wunderbares Management auf dem Weg dazu, das neue Metallica zu werden: jeder, der zuviel über diesen Song, dessen leaken usw. schreibt, wird laut Berichten versucht mit Rechtsmitteln einzufangen. Lars Ulrich ist sicher stolz auf sie.

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Erkenntnis der Woche: Blogger

Sind gar keine besseren Menschen. Sie können nicht mal besser so tun, als ob.

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Freiheit statt Angst-Trailer von Wortfeld

Alexander von Wortfeld.de (ich finde, sowas sollte man anstelle von klassischen Adelstiteln als Namensbestandteil einführen) hat einen sehr netten Trailer für die “Freiheit statt Angst”-Demo fabriziert.

Freiheit statt Angst - der Trailer from Alexander Svensson on Vimeo.

Das steht in guter Tradition diverser sehr netter kurzer Videos, die er im Laufe der Zeit so bastelte. Ich finde ja “Planet unter Beobachtung” nach wie vor ganz, ganz klasse:

Planet unter Beobachtung from Alexander Svensson on Vimeo.

Ich wünscht, ich hätte ähnliches Videotalent.

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Missverständnis 2.0: Es ist doch gar nicht für uns…

Der eine oder andere in der Blogosphäre, der ein oder andere geschätzte und weniger geschätzte Twitterer hat seit gestern gejammert, gezetert, gejault oder einfach nur den Kopf geschüttelt. Was ist passiert? Ein Telefonkonzern hat Werbung vorgestellt. Soweit, so uninteressant. Aber dann vereinnahmt dieser Telefonkonzern in seiner Werbung einige der bekannteren Köpfe der deutschen Blogosphäre bzw. aus einig Deutschlands Twitterland. Das finden viele ziemlich doof.

Was ist da denn passiert? Ist das der Ausverkauf von Idealen? Sind wir alle ungefragt mitverkauft worden? Werbespots sehe ich wenn überhaupt mal im Kino. Mein Internet zeigt mir sowas nämlich nicht, wenn ichs nicht unbedingt will. Menschen mit einer gewissen Popularität, die Aktivitäten nachgehen, die derzeit als populär gelten, haben sich also von einer populären Werbeagentur zur Bewerbung für mich uninteressanter Produkte einspannen lassen. Die Werbeagentur hat alles inszeniert und durchproduziert, nichts ist authentisch und alles schrecklich steril. Also die ganz normale Perversion von Popkultur. Und damit auch konzeptionell einfach so alt, dass es mir am Popo vorbeigeht. Kein Grund zum Grienen. Und jetzt hab ich doch drüber geschrieben. Hm.

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Schön ist’s in diesem Internet

Mir sind Daten und ihre Verwendung wichtig. Ich gehe in meinen Augen bewusst mit meinen persönlichen Daten um, ich versuche andere Menschen dazu zu bewegen, jedes mal abzuwägen ob eine Preisgabe sinnvoll ist. Und ich bin ein ziemlich intensiver Internetnutzer. Wie geht das zusammen?

Vorweg: ich weiß nicht, ob es wirklich zusammengeht. Natürlich hinterlasse ich dauernd, immer wieder und an vielen Stellen Daten. Google weiß vieles über mein Verhalten im Internet. Zum einen, weil ich die Qualität der Suchmaschine schätze. Zum anderen, weil an vielen Stellen im Internet Google-Ads geschaltet werden oder Google Analytics zur statistischen Auswertung der Besuche und Besucher benutzt wird. Doch was weiß Google wirklich über mich?

Die Suchmaschine spuckt eine Menge Treffer zu meinem Namen aus (Sorry übrigens an meine beiden Namensvettern, Ihr werdet Euch in Eurem Leben noch häufiger für meine Suchtreffer erklären müssen, trotz des nicht sonderlich gebräuchlichen Namens. Das vornehme Recht des internetältesten Namensträgers, die Ergebnisse zu dominieren, muss ich irgendwann auch mal betrachten). Was erfährt man da? Wo ich im Internet existiere. Manchmal, wo ich im Internet diskutiere. Und hin und wieder sogar, was ich im Internet äußere.

Aber, bin das eigentlich ich? Nun könnte ich behaupten: der Ganze ist mehr als die Summe seiner googlebaren Teile. Und das stimmt. Aber man kann mich im Internet sicherlich von einer ganz bestimmten Seite kennenlernen.

Ich äußere mich viel und gerne online. Doch für die meisten Menschen wird es kryptisch bleiben, was ich fabriziere. Was ich tue, was ich denke, was ich möchte und was mich berührt - all das sind Dinge, die man nur aus dem Kontext des Kennens richtig erfassen kann. Manchmal wähle ich Ausschnitte aus und veröffentliche sie. Fragment. Die meisten meiner Leser hingegen kennen mich genauso schlecht, wie ich sie. Und das ist irgendwie doch schön.

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Der Dieter von der traurigen Gestalt

Es ist ein zum Scheitern verurteilter Versuch: Stefan Niggemeier versucht, Dieter Gorny zu verstehen.

Gorny, die personifizierte Musikindustriekrise, der Übervater des NoChange-Management-Gedankens, der Popularmusikvertriebslobbyist, ist ein stetiger Begleiter. Und so schaurig traurig, dass es einem kalt den Rücken runterrieselt.

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Die Dialektik des Jens Jessen

Jens Jessen, Feuilletonchef und spitze Feder bei der Zeit, versucht, irgendwie den Soboczynskitext von vor zwei Wochen zu rechtfertigen (S.52, “Das Netz trügt“). Er schließt sein Stück folgendermaßen:

“Mit anderen Worten: Das Internet, bevor es großmäulig von E-Democracy redet, muss erst einmal eine angstfreie Gesellschaft in seinen Räumen erlauben, in der nicht jeder, aus Furcht vor seinem missgünstigen Nachbarn, sich unter den kleinsten gemeinsamen Nenner duckt. Oder noch einmal anders gesagt: Es steht außer Frage, dass im Netz ein bedeutender Beitrag zur Demokratie geleistet werden kann. Aber die gegenwärtigen sozialen Umgangsformen verraten keine Tendenz zur E-Democracy, sondern eher zum EBolschewismus.”

Abgesehen davon, dass mich der EBolschewismusvergleich angesichts des Leninbildes in Herrn Jessens Büro leicht amüsiert: Soziale Umgangsformen einzufordern und eine zweifelsohne höchst pluralistische Gruppe wie die der Internetnutzer pauschal als “großmäulig” abzutun, das ist in einem Absatz schon mehr als Dialektik: Es ist einfach nur verlogen. Da kann und darf man ganz groß drüber maulen, wenn ein Feuilletonist nur wenig mehr denn 140 Zeichen benötigt, um seinen eigenen Anspruch so frei heraus durch gegenteiliges Verhalten als bloße Hirnwichserei jenseits gelebter Realität zu diskreditieren.

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Eine Parabel für Heinrich Wefing

Auch in der dieswöchigen Ausgabe der ZEIT ist wieder einmal ein Artikel enthalten, der uns sagt, dass das Internet oder zumindest seine aktiven Bewohner tendenziell böse sind. Und dieses eine Mal stimme ich dem Autoren Heinrich Wefing bei etwas zu. Denn er hat etwas geschrieben, das zweifelsohne korrekt ist:

Erstaunlich ist nicht, dass dieser Kulturkampf jetzt losbricht. Erstaunlich ist in Wahrheit, dass er so lange auf sich warten lassen hat. Wieso hat es fast zwanzig Jahre gedauert, bis öffentlich formuliert wird, was doch eigentlich eine Selbstverständlichkeit ist: dass das Netz kein rechtsfreier Raum ist.

Es ist gut, dass Wefing diesen Punkt aufwirft. Und er liegt zweifelsohne damit richtig, dass im Cyberspace die heutigen Gesetze nicht als solche ernst genommen, Freiheit verehrt und gelebt wird. Dass so lange geschwiegen wurde, hat seinen guten Grund.

Stellen Sie sich einmal vor, Sie hätten eine Insel entdeckt. Sie finden diese Insel wunderschön, bauen sich dort ein kleines Häuschen, fangen Fische und bauen Gemüse an. Es gibt ein Wäldchen, eine Lichtung und einen Bach. Sie lesen manchmal ein gutes Buch. Manchmal, wenn der Wind gut steht, hören Sie die Fischerstochter vom Festland ein Liedchen trällern. Das weiß sie nicht und es tut ihr auch nicht weh, aber sie freuen sich an diesem Liedchen.
Irgendwann kommen Ihre Freunde zu Besuch. Sie mögen die Insel und beschließen, zu bleiben. Sie freuen sich über ihre Freunde die Ihre Insel mögen und sagen: was mein sei, sei auch dein.
Irgendwann kommen die Eltern zu Besuch. “Was für eine schöne Insel, und spannend, wie Ihr hier alle lebt. Aber das ist schon alles etwas seltsam hier. Aber gut, dass wir so liebe, unpolitische Kinder haben. Da brauchen wir uns ja wohl trotzdem keine Sorgen machen.”
Sie leben weiter und immer mehr Freunde kommen auf ihre Insel. Alle freuen sich, aber viele vergessen, dass es nur eine Insel ist. Sie kommen gar nicht mehr wegen der Insel, sondern deshalb, weil hier irgendwie die cooleren Leute sind. Weil hier etwas neues entsteht und sie gerne dabei sein wollen.
Als eines Tages die Eltern vor Ihrer Tür stehen und sagen, dass sie jetzt auch auf der Insel wohnen, sind Sie überrascht. Als die Eltern sagen, dass auch alle Ihre Freunde herziehen wollen, dass dafür aber der Wald planiert, der Bach ausgetrocknet und der Fischfang eingestellt werden muss, sind sie erstaunt und erschreckt. Als die Eltern dann auch noch sagen, dass das Fischermädchen vom Ufer doch bitte nicht diesen schrecklichen Indiepop sondern gefälligst Schlager trällern soll, platzt Ihnen der Kragen. Sie sind schlussendlich doch politisch geworden.

Wefing hat dennoch Unrecht, wenn er schreibt:

Dass im Cyberspace dieselben Gesetze gelten wie in der realen Welt.

Die Internetgeneration hat ihre Eltern in Ruhe gelassen, so wie die Elterngeneration die Internetgeneration nicht beachtete. Nun hat die Elterngeneration beschlossen, das Internet so zu betreten, als ob sie dort zuhause wäre. Wir leben in spannenden Zeiten. Und die Zeit (nicht die ZEIT) arbeitet für die Internetgeneration und ihre Gesetze.

Disclaimer: 2007-2008 war ich Redakteur bei ZEIT online

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Psst! SPD-Fraktion!

Liebe SPD-Fraktion,

Euer Fraktionsmitglied und “Mitglied in der Ältestenratskommission neuer Informations-/ Kommunikationstechniken und –medien” (sic! Aber bis 95 war er noch stv. Juso-Vorsitzender. Spontanalterung?) Christian Lange will also prüfen lassen, ob sich Störsender (sog. Jammer) installieren lassen, damit die lieben Kollegen keine Interna in die Welt hinauszwitschern.

Dazu nur ein paar Hinweise:
1. Wenn Sie einen Jammer installieren, können sie auch nicht mehr mobil telefonieren. Das werden Sie kaum wollen.
2. Wenn Sie Internagetwitter unterdrücken wollen, belegen Sie solches Verhalten doch einfach mit Geldbußen.
3. Wenn Sie ein grundsätzliches Problem damit haben, dass die Kollegen lieber mit ihren telefonähnlichen Endgeräten spielen denn stetiges Sitzungsinteresse zu simulieren, sollten Sie über etwas anderes Nachdenken. Zum Beispiel darüber, dass Exzellenz Transparenz verträgt.

Ich freue mich über jeden Politiker, der twittert. Vor allem über die, die mehr als reines Phrasendreschen hinbekommen. Die zeigen, was sie tun. Und irgendwie auch die, die zeigen, dass sie nichts tun. Auch schön.

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