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Maximilian Steinbeis, Autor und früher beim Handelsblatt, bloggt jetzt unter Verfassungsblog.de. Ich bin gespannt.
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Maximilian Steinbeis, Autor und früher beim Handelsblatt, bloggt jetzt unter Verfassungsblog.de. Ich bin gespannt.
Ein Lied geht um die Welt. Ups! Aber das sollte es noch gar nicht!
Was einmal im Internet ist, ist nicht mehr einzuholen. Das hat nun auch das Management der deutschen Rülpsrockband Rammstein erkannt, die sonst eher Nichtmuttersprachler mit ihrem germanischen Gegröle erfreut, die die mit wahnsinnig intelligenten Texten auf dem Niveau von Leid ist meine Maid, ihr Leib mein Laib: Brot, Tod. (Faketext) höchstens fragmentarisch verstehen.
Jetzt sind die Banalitätsbarden bzw. ihr wunderbares Management auf dem Weg dazu, das neue Metallica zu werden: jeder, der zuviel über diesen Song, dessen leaken usw. schreibt, wird laut Berichten versucht mit Rechtsmitteln einzufangen. Lars Ulrich ist sicher stolz auf sie.
Bitte einmal hier klicken, dann hier , da, da auch und dann dort. Was ich davon halte, habe ich bereits hier gesagt.
Wer dann noch nicht genug hat, kann sich hernach noch der Zitatensammlung Michael K. widmen. Hinter den Links verbergen sich übrigens oft ganz Beiträge.
Sind gar keine besseren Menschen. Sie können nicht mal besser so tun, als ob.
Alexander von Wortfeld.de (ich finde, sowas sollte man anstelle von klassischen Adelstiteln als Namensbestandteil einführen) hat einen sehr netten Trailer für die “Freiheit statt Angst”-Demo fabriziert.
Freiheit statt Angst - der Trailer from Alexander Svensson on Vimeo.
Das steht in guter Tradition diverser sehr netter kurzer Videos, die er im Laufe der Zeit so bastelte. Ich finde ja “Planet unter Beobachtung” nach wie vor ganz, ganz klasse:
Planet unter Beobachtung from Alexander Svensson on Vimeo.
Ich wünscht, ich hätte ähnliches Videotalent.
Dankenswerterweise muss ich mich bei Chris Anderson nicht beschweren. Ich habe in U- und S-Bahn sein neues Buch “Free” gehört. Das Hörbuch war umsonst, in jederlei Hinsicht. Der Zeitaufwand war glücklicherweise “too small to meter”, um Andersons Kernthese zu verwenden.
Der eine oder andere in der Blogosphäre, der ein oder andere geschätzte und weniger geschätzte Twitterer hat seit gestern gejammert, gezetert, gejault oder einfach nur den Kopf geschüttelt. Was ist passiert? Ein Telefonkonzern hat Werbung vorgestellt. Soweit, so uninteressant. Aber dann vereinnahmt dieser Telefonkonzern in seiner Werbung einige der bekannteren Köpfe der deutschen Blogosphäre bzw. aus einig Deutschlands Twitterland. Das finden viele ziemlich doof.
Was ist da denn passiert? Ist das der Ausverkauf von Idealen? Sind wir alle ungefragt mitverkauft worden? Werbespots sehe ich wenn überhaupt mal im Kino. Mein Internet zeigt mir sowas nämlich nicht, wenn ichs nicht unbedingt will. Menschen mit einer gewissen Popularität, die Aktivitäten nachgehen, die derzeit als populär gelten, haben sich also von einer populären Werbeagentur zur Bewerbung für mich uninteressanter Produkte einspannen lassen. Die Werbeagentur hat alles inszeniert und durchproduziert, nichts ist authentisch und alles schrecklich steril. Also die ganz normale Perversion von Popkultur. Und damit auch konzeptionell einfach so alt, dass es mir am Popo vorbeigeht. Kein Grund zum Grienen. Und jetzt hab ich doch drüber geschrieben. Hm.
Mir sind Daten und ihre Verwendung wichtig. Ich gehe in meinen Augen bewusst mit meinen persönlichen Daten um, ich versuche andere Menschen dazu zu bewegen, jedes mal abzuwägen ob eine Preisgabe sinnvoll ist. Und ich bin ein ziemlich intensiver Internetnutzer. Wie geht das zusammen?
Vorweg: ich weiß nicht, ob es wirklich zusammengeht. Natürlich hinterlasse ich dauernd, immer wieder und an vielen Stellen Daten. Google weiß vieles über mein Verhalten im Internet. Zum einen, weil ich die Qualität der Suchmaschine schätze. Zum anderen, weil an vielen Stellen im Internet Google-Ads geschaltet werden oder Google Analytics zur statistischen Auswertung der Besuche und Besucher benutzt wird. Doch was weiß Google wirklich über mich?
Die Suchmaschine spuckt eine Menge Treffer zu meinem Namen aus (Sorry übrigens an meine beiden Namensvettern, Ihr werdet Euch in Eurem Leben noch häufiger für meine Suchtreffer erklären müssen, trotz des nicht sonderlich gebräuchlichen Namens. Das vornehme Recht des internetältesten Namensträgers, die Ergebnisse zu dominieren, muss ich irgendwann auch mal betrachten). Was erfährt man da? Wo ich im Internet existiere. Manchmal, wo ich im Internet diskutiere. Und hin und wieder sogar, was ich im Internet äußere.
Aber, bin das eigentlich ich? Nun könnte ich behaupten: der Ganze ist mehr als die Summe seiner googlebaren Teile. Und das stimmt. Aber man kann mich im Internet sicherlich von einer ganz bestimmten Seite kennenlernen.
Ich äußere mich viel und gerne online. Doch für die meisten Menschen wird es kryptisch bleiben, was ich fabriziere. Was ich tue, was ich denke, was ich möchte und was mich berührt - all das sind Dinge, die man nur aus dem Kontext des Kennens richtig erfassen kann. Manchmal wähle ich Ausschnitte aus und veröffentliche sie. Fragment. Die meisten meiner Leser hingegen kennen mich genauso schlecht, wie ich sie. Und das ist irgendwie doch schön.
Es ist ein zum Scheitern verurteilter Versuch: Stefan Niggemeier versucht, Dieter Gorny zu verstehen.
Gorny, die personifizierte Musikindustriekrise, der Übervater des NoChange-Management-Gedankens, der Popularmusikvertriebslobbyist, ist ein stetiger Begleiter. Und so schaurig traurig, dass es einem kalt den Rücken runterrieselt.