nicht mehr, nicht weniger.Beiträge-Feed Kommentare-Feed

Archive for Februar, 2009

Es ist bedruckend

Kai-Hinrich Renner in der WamS:

Es sind aber gerade qualitativ hochwertige, in die Tiefe gehende Informationen, die Print- von flüchtigen Online-Medien unterscheiden. Welchen Grund haben Leser, noch zur Zeitung zu greifen, wenn sie nicht mehr Qualität bietet als das Gratismedium Internet?

Dieses Gerede von den qualitativ hochwertigen Printmedien und den flüchtigen Onlinemedien, es ist und bleibt gequirlter Quark. Print ist auf dem Weg ins Nirvana, dort publiziertes verflüchtigt sich im Regelfall binnen Tagesfrist ins Versendete und dass Online alle immer auf “Schnell schnell” setzen, ist kein Fehler des Publikationsmediums sondern strukturell bedingter Kurzsichtigkeit geschuldet. Dass man diese Eigenwahrnehmung in manchem Printorgan nach wie vor findet, ist Ausdruck der Sinnkrise der bedrückten Bedruckten.

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An neuen Ufern - Dankeschön!

Manche haben die Veränderung in meinem XING-Profil bemerkt, einige haben mich drauf angesprochen und viele haben mir gratuliert, manche waren irritiert und wieder andere fanden das aus unterschiedlichen, meist persönlichen Gründen “irgendwie doof”. Ich mache seit zwei Wochen etwas neues. Die meisten haben mir aber einen guten Start gewünscht. Dafür: Danke.

Die ersten zwei Wochen waren interessant und spannend, für mich gibts dort viel zu lernen und zu entdecken. Meinen Themenfeldern bin ich im Großen und Ganzen weiterhin treu, nur spaziere ich nun wieder häufiger durch Paragrafenwälder (wobei mir liebe und hierin sehr viel kompetentere Kolleginnen und Kollegen zur Seite stehen) und kann mich inhaltlich etwas tiefer mit Materie beschäftigen als ich das oft konnte. Das war mein Wunsch und wird mir so möglich. Dass ich dafür seltener in Cafés arbeiten und meine Zeiten vollkommen frei definieren kann, ist mein persönlicher Tradeoff. Auch meine Freizeitgestaltungen folgen nun wieder einem etwas anderen Rhythmus - ob das gut oder schlecht ist, werde ich vielleicht irgendwann herausfinden.

Was ich bloggen oder twittern kann, was ich bloggen und twittern möchte und was ich bloggen und twittern werde: time will tell.

Weil ich bekanntlich aber jederzeit für schlechte Wortwitze zu haben bin, gibts hier noch denjenigen, mit dem ich meinen neuen Job beschrieben habe:

Kann man Nomen, Adjektive oder Verben rauchen? (Antwort meist: Hä? Nein!)
Aber wenn man die gar nicht rauchen kann, wieso kann man dann Verb-Raucher schützen?

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Der Blogger

Heute war ich dienstlich auf einer Konferenz zum Thema Datenschutz. Da beruflich, schreibe ich darüber inhaltlich mal nichts. Außer dem hier: es wurde live “gebloggt” (warum das dafür verwendete Tool Talk42 “Chat” im Pfadnamen trägt und auch sonst nicht so richtig bloggig rüberkommt, weiß ich nicht) von jemandem, der dafür dem Publikum als der Blogger vorgestellt wurde.

Irgendjemand zog auf der Konferenz eine schiefe Analogie zu Löwen im Tierpark, die ja eigentlich in Freiheit leben aber auf drei warme Mahlzeiten am Tag auch nur ungern verzichten würden. Ich möchte anmerken, dass Vorstellung, Präsentation und Reaktion noch etwas weiter zurückgehend anmuteten.

Dass bloggen, twittern, twitpicen und diverse andere Dinge einfach auch nur “normal” sein können, das kann man wohl eher nicht glauben, wenn einer der Podiumsdiskutanten sich mit seiner Computertotalverweigerung brüsten zu müssen glaubt. Wer das war? Hier lang bitte und Rätsel lösen.

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