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Wenn ich ein Buch über Berlin schriebe…

Posted on 03 Januar 2009 by Falk

Immer wieder ist man versucht, ein Buch über Berlin zu schreiben. Man weiß, es gibt schon viel zu viele Berlinbücher. Die liest man als Berlinbewohner aber nicht. Und würde man sie lesen, man fände darin nur den Hinweis, dass Berliner keine Bücher lesen, sie tun nur so als ob. So sind Berliner. Die tun nur so. Manche zum Beispiel, die sitzen in Cafés wie dem Weltempfänger und überlegen ein Buch zu schreiben. Eines über Berlin. Und wissen, es gibt schon viel zu viele Berlinbücher. Aber die hat man dann als Berlinbewohner nicht gelesen. Und hätte man, so fände man darin nur den Hinweis, dass Berliner keine Bücher lesen, sie tun nur so als ob. Denn so sind sie, die Berliner.

Und dann gibt es da die anderen. Die anderen, das sind die, die gar keine Bücher mehr schreiben, weil sie die gar nicht lesen wollen würden. Zwar haben sie ganz heimlich im letzten Jahr viel zu viel Geld für Bücher ausgegeben, dass sie gar nicht haben, weil sie ja dafür Geld verdienen müssten – zum Beispiel, in dem sie Bücher über Berlin schreiben würden, obwohl sie wissen, dass es schon zu viele Berlinbücher gibt. Aber eigentlich würden sie viel lieber da sitzen und einen Blogeintrag schreiben. Jeder weiß, es gibt schon zu viele Blogeinträge. Die schreibt man als Berlinbewohner daher gar nicht mehr. Und würde man sie schreiben, man fände darin nur den Hinweis, dass Berliner keine Blogeinträge schreiben wollen, da die alle schlecht wären. So wie die zu vielen Blogeinträge über Berlin. Daher lassen sie es fast, die Berliner.

Der Biokakao kostet 2,90. Ich sollte schnell mal ein Buch schreiben.

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