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Adventskalendergeschichte #2: Die Knuwingson-Saga

Posted on 05 Dezember 2008 by Falk

An einem kleinen Ort, nicht weit von einem größeren auf der anderen Fjordseite, saßen sie in ihrem langbohligen Blockhaus. Auf «große Fahrt» sei er gegangen, habe «wilde Meere», dunkle Araber und wilde Skrælingar entdeckt, berichtete Thomassur Knuwingson. Einmal sei er im Sturm eine Woche lang so weit abgetrieben worden, dass er fischende Fliegen gesehen habe.

Er sei daraufhin noch fünf Tage gen Westen gesegelt und sei auf gar wundersame Inseln gestoßen. Gesehen habe er niemand, doch Zeugnis von Besiedlung gibt er. «Aus Steinen gebaut, ein Haus mit fünf Ecken – mit 140 Stufen zu erklimmen», berichtet die Knuwingson-Saga. Da lachte die Versammlung der Seeleute: niemand außer ihnen könne segeln, Häuser bauen und Knuwingson? Der Aufschneider, noch nie in seinem Leben habe der auch nur einmal die Planken zu einem Schiff verbaut. Überliefert sind die Aussprüche des Iwerson: «Land? Mehr als fünf Tage westlich von Grönland? Jeder weiß, dass ich zu Fuß von Haithabu bis zu den Papeyar laufen kann. Während Du dir im Sommer im Haus von deinen Sklavinnen wilde Geschichten erzählen lässt, die Du uns im Winter als die Deinen verkaufst.»

Da lachte die Wikingerrunde und trank ein Schlückchen Beerenwein. Später schlich Knuwingson sich mit seinen Gefährten aus dem Haus und setzte das Segel gen Zukunft. Zurück blieben Iwerson und die seinigen. Es ging ihnen gut.

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