Liebes faz.net,
ich will dir mal was sagen. Erstmal finde ich es schön, dass ihr eigene Artikel schreibt. Aber ich wundere mich ein bisschen. Zum Beispiel darüber:
Aber die Hersteller hätten ein „Akkustik-Management“, also einen Bereich, der sich um den Sound der Platte kümmere.
Oder auch darüber:
Doch der Qualitätskontrolle bei Apple sollte diese auffallen, sagt der IT-Experte auf Jülich.
Jülich ist keine Insel und keine Droge. Aber: wir lernen bei dem Artikel auch ansonsten eine Menge.
„Jedes Summen eines Festplattenrekorders, der in einem Wohnzimmer steht, ist ärgerlich“, sagt Timmermanns. Doch bei Festplatten in Serversystemen könne man berechtigterweise die Lautstärke vernachlässigen.
Die Zahl der Serversysteme mit eingebauten 2,5″-Platten dürfte gen Null tendieren, so dass dieser Vergleich hinkt. Eigentlich fällt mir spontan sogar genau kein Fall ein, in dem 2,5″-Festplatten anders als für Consumer-Zwecke verwendet werden (mag mich da aber irren). Und auch, dass diese abgebildete Festplatte eingebaut wurde, wie es die Bildunterschrift angibt, bezweifel ich (man sollte Festplatten lieber nicht öffnen, wenn man sie noch verwenden will). Aber genug der Korinthen.
Wo der Artikel meiner Meinung nach viel zu kurz greift: Die Qualität der Appleprodukte wurde bei PowerBook und iBook zurecht hoch gelobt. MacBook und MacBookPro sind aber durch reihenweise Konstruktionsfehler wie die Plastikkante im MacBook oder die sich verziehende Plastikoberschale im MacBookPro, miserable Verarbeitung (z. B. schiefe Tasten) etc. aufgefallen.
Dieses Posting wurde auf einem zwei Jahre alten MacBook verfasst. Es schnarrt (Lüfter), hat gebrochenes Plastik vorne rechts (Handablage), eine weiße Ersatz-Down-Taste (hey, wer außer mir hat ein ZebraMacBook?), manchmal flackert der Bildschirm ein wenig, die RJ-45-Buchse ist mausetot und der Brenner hat vor einem halben Jahr den Geist aufgegeben. Klar, ich benutze ein derartiges Gerät etwas mehr als Otto Normalnutzer. Und manches davon wäre auch noch unter die Garantie gefallen, wenn ich auf das Ding hätte verzichten können. Aber faktisch ist es nach 23 Monaten ein Halbinvalide.
Doch wie wir ja alle wissen: Apple steht für einfache Bedienung. What you see is what you get. Die schönsten Computer halt. Und sowieso, man wird so kreativ. Und geht am Morgen lieber an den Schreibtisch. Sagt zumindest der Herr Döpfner von Axel Springer. Kulturell modernisierend. Aber vielleicht arbeitet das Faz.net-Korrektorat ja auch einfach schon an ebensolchen tollen Geräten..?