nicht mehr, nicht weniger.Beiträge-Feed Kommentare-Feed

Archive for Juli, 2008

Warten. Warten. Warten.

Ist es schon da? Kommt es erst im nächsten Jahr? Sind die hohen Tagessätze für fähige Leute nicht ein klares Indiz für das baldige Platzen der aktuellen Bubble? Oder braucht es dafür den Schweinetarif der unfähigen? Ist die multimediale Aufrüstung großer Werbeagenturen Teil einer Nachhaltigkeitsstrategie? Oder doch nur Nachhall einer Strategielosigkeit, die sich in wildem Taktik-Tic-Tac-Toe ergeht?

Manchmal beschleicht mich das Gefühl, dass diese Runde nie platzen wird. Solange alle gespannt auf das Platzen warten und niemand die Nadel in die Hand nimmt, passiert dem Ballon einfach nichts.

Heute Abend speiste ich unter anderem mit zwei oder drei Wespen, einem Spatz und einer Taube. Gallische Auguren würden sagen, dies war ein Zeichen. Doch was für eines?

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SPD verliert weiter, CDU ein bisschen heiter

Die FTD meldet es klein am Rande, SpOn macht damit auf: Erstmals in der Geschichte der Bundesrepublik haben die Christdemokraten - erwartungsgemäß - die Sozialdemokraten bei der Mitgliederzahl überholt. Oder genauer gesagt: die Sozialdemokraten verlieren weiter Mitglieder. Das war anhand der längerfristigen Entwicklung schon abzusehen und die von SpOn gehypete Überraschung ist schlicht keine: die CDU hat eine etwas jüngere Altersstruktur als die SPD. Update für parteiergreifen.de kommt demnächst einmal.

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Barack Obama in Berlin: Schaut genauer auf diese Stadt

Gestern war ich bei Barack Obamas Rede auf der Straße des 17. Juni/Siegessäule. So wie ich kamen etwa 200.000 weitere um Obama reden zu hören. Auf meinem Rückweg, auf einer Rolltreppe im Hauptbahnhof, fragten mich zwei nette ältere US-Bürger ob und warum ich dort war. Sie konnten einfach nicht verstehen, was einen US-Präsidentschaftskandidaten so interessant für so viele Leute hierzulande macht.

Meine Antwort war nur die halbe Wahrheit, wie ich zugeben muss. Ich sagte, dass ich Politikwissenschaft studiert habe und dabei politische Kommunikation eines meiner Hauptfelder gewesen sei. Mich interessierte die Inszenierung, der Auftritt und die Rede eines Präsidentschaftskandidaten außerhalb des eigentlichen Wahlkampfgebietes. Doch nach etwas längerem Nachdenken muss ich ein paar Anmerkungen mehr machen (auch wenn dieses Posting dadurch gewisse Längen bekommt). Continue Reading »

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Uneigener Gedanke

Hab einen. Remix von einem anderen. Funny van Dannen (Bekannte und Gemütsplaylistleser wissen um mein Faible für seine Texte) sprechgesangte dereinst “Aber Fragen ist ja auch einfacher denn Antworten. Oder glauben Sie, dass Günter Jauch mit Antworten so populär geworden wäre?”

Ich sag mal: Schreiben ist ja auch einfacher denn Lesen. Oder glauben Sie, dass Charlotte Roche mit Lesen so populär geworden wäre?

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Ohne Kommentar

Frage: Was machst Du schon wieder online?
Antwort: Gucken, wo ich was zu Essen her kriege.

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Klickunfug

Kollege Stefan Niggemeier hat mal wieder auf Trick 17 mit Selbstverarschung (so nannte man das in meiner Grundschulzeit) aufmerksam gemacht, der bei deutschen Onlinemedien stattfindet.

Wo ich noch auf Antwort warte: zoomer.de ist bislang weitgehend klickviehfrei. Hierzu habe ich im Blog von Hugo E. Martin ein paar Fragen an Peter Neumann formuliert - da zoomer.de nur auf 2,06 Klicks/Visit kommt.

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Xing-Status vs. Twitter

0:43.

Was das sagen soll?

Über einen Link bei Twitter gingen 43 User. Über einen vergleichbar angeteaserten Link in meinem Xing-Status ging kein einziger. (Das ist übrigens auch die Antwort auf die Frage, warum ich Shorl gegenüber anderen Linkkürzern vorziehe: Statistikfunktion)

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meedia.de: Wie im Jahr 2000. Nur sehr viel schlimmer.

Meedia.de ist da. Eineinhalb Jahre nach der Ankündigung ist der neue, ausschließlich online erscheinende Mediendienst gestartet. Das Ergebnis erstaunt. Continue Reading »

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WTF?!

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Die Frage der Verhältnismäßigkeit

Betroffenheit ist ein schlechter Ratgeber. Das lernt eigentlich jeder Journalist früh. Das ist einer der Gründe, weshalb Journalisten betreffende Themen stets nur mit großen Bauchschmerzen behandelt werden.
Marcus Rohwetter hat nun in der Zeit ein Stück verfasst, indem er auf die bösen, bösen YouTube-User eindrischt. Eine selten seltsame Mischung aus Betroffenheit, Betroffenheit und Betroffenheit ist der Kern seiner Kolumne: er geißelt die “Armseligkeit”, den “Schrott” und die Urheberrechtsignoranz der YouTube-Nutzer. Und daraus leitet er ab: Datenschutz kann hier nicht gelten. Dieser Sumpf gehört nunmal ausgetrocknet, diese Insel der Verblödeten.

Ich finde Ladendiebstähle nicht besonders gut, weil ich sie mit meinen Käufen mitbezahle. Ich finde Zechprellerei doof, weil das auf Dauer auch mein Bier teurer machen wird. Beides wird vornehmlich von Personen durchgeführt, die mir unsympathisch sind. Und trotzdem ist es mir relativ egal, wenn ich zwei unterschiedlich wichtige Rechtsgüter habe: Datenschutz ist für mich heute soviel mehr wert als die irrealen Berechnungen über “Verluste” durch Kopien (andere nennen das Imagepflege) seitens IFPI und Co, dass ich darauf pfeife. Klar gibt es eine Pflicht für Google, bei YouTube das Mögliche zu tun (zB aus der Audiospur Hashfingerprints zu errechnen und die Uploads damit abzugleichen). Aber das wars dann auch. Für solch ach so schlimme Urheberrechtsverletzungen die Logfiles rausrücken zu müssen, kann nur eine Konsequenz bedeuten: keine Logfiles mehr anlegen.

Der Text von Rohwetter sollte meiner Meinung nach ausschließlich kostenpflichtig angeboten werden: er hat etwa die Flughöhe eines britischen Bierbauch-Bewegtbildes.

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Sommer. Loch.

Noch ein Jahr bis zur Bundestagswahl. Sommerpause in Berlin. Was bewegt den ganzen Wind, der die -kraft erzeugen soll? Die Kernkraft. Sie rauscht durch den Blätterwald. Neu ist an der Diskussion nichts. Eine Meinungsumfrage habe ergeben, dass. Die nächste Meinungsumfrage wird ergeben, dass.

Hätte man sich Interviews und Berichte dazu einfach gespart, könnte man sicherlich auf das eine oder andere Windkraftwerk verzichten.

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Ein Königreich für ein Korrektorat

Liebes faz.net,

ich will dir mal was sagen. Erstmal finde ich es schön, dass ihr eigene Artikel schreibt. Aber ich wundere mich ein bisschen. Zum Beispiel darüber:

Aber die Hersteller hätten ein „Akkustik-Management“, also einen Bereich, der sich um den Sound der Platte kümmere.

Oder auch darüber:

Doch der Qualitätskontrolle bei Apple sollte diese auffallen, sagt der IT-Experte auf Jülich.

Jülich ist keine Insel und keine Droge. Aber: wir lernen bei dem Artikel auch ansonsten eine Menge.

„Jedes Summen eines Festplattenrekorders, der in einem Wohnzimmer steht, ist ärgerlich“, sagt Timmermanns. Doch bei Festplatten in Serversystemen könne man berechtigterweise die Lautstärke vernachlässigen.

Die Zahl der Serversysteme mit eingebauten 2,5″-Platten dürfte gen Null tendieren, so dass dieser Vergleich hinkt. Eigentlich fällt mir spontan sogar genau kein Fall ein, in dem 2,5″-Festplatten anders als für Consumer-Zwecke verwendet werden (mag mich da aber irren). Und auch, dass diese abgebildete Festplatte eingebaut wurde, wie es die Bildunterschrift angibt, bezweifel ich (man sollte Festplatten lieber nicht öffnen, wenn man sie noch verwenden will). Aber genug der Korinthen.

Wo der Artikel meiner Meinung nach viel zu kurz greift: Die Qualität der Appleprodukte wurde bei PowerBook und iBook zurecht hoch gelobt. MacBook und MacBookPro sind aber durch reihenweise Konstruktionsfehler wie die Plastikkante im MacBook oder die sich verziehende Plastikoberschale im MacBookPro, miserable Verarbeitung (z. B. schiefe Tasten) etc. aufgefallen.

Dieses Posting wurde auf einem zwei Jahre alten MacBook verfasst. Es schnarrt (Lüfter), hat gebrochenes Plastik vorne rechts (Handablage), eine weiße Ersatz-Down-Taste (hey, wer außer mir hat ein ZebraMacBook?), manchmal flackert der Bildschirm ein wenig, die RJ-45-Buchse ist mausetot und der Brenner hat vor einem halben Jahr den Geist aufgegeben. Klar, ich benutze ein derartiges Gerät etwas mehr als Otto Normalnutzer. Und manches davon wäre auch noch unter die Garantie gefallen, wenn ich auf das Ding hätte verzichten können. Aber faktisch ist es nach 23 Monaten ein Halbinvalide.

Doch wie wir ja alle wissen: Apple steht für einfache Bedienung. What you see is what you get. Die schönsten Computer halt. Und sowieso, man wird so kreativ. Und geht am Morgen lieber an den Schreibtisch. Sagt zumindest der Herr Döpfner von Axel Springer. Kulturell modernisierend. Aber vielleicht arbeitet das Faz.net-Korrektorat ja auch einfach schon an ebensolchen tollen Geräten..?

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Ein bisschen Blues

In den letzten Wochen habe ich viel meiner Zeit darauf verwendet, nachzudenken. Nicht, dass dabei besonders viel herausgekommen wäre. Aber dümmer hat’s mich wohl auch nicht werden lassen.

Ich schreibe in diesem Weblog nicht sehr häufig über persönliches. Nicht viel über meine mehr oder minder private Welt. Das wird sich wohl auch nie ändern, da es gute Gründe gibt, dies nicht zu tun. Heute eine kleine Ausnahme. Continue Reading »

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Kurzstudie: Kurt Beck hat keine Freunde - Politiker und Parteien im Web 2.0

Zusammen mit Markus Beckedahl ist eine Kurzstudie entstanden: wie nutzen Politiker und Parteien das Web 2.0 derzeit - oder auch nicht. Da in den Diskussionen häufig argumentiert wird, dass das junge Medium auch eher von jungen Politikern eingesetzt werden sollte, haben wir dabei auch die Jugendorganisationen und ihre Spitzenpolitiker mituntersucht. Die Kurzstudie steht unter CCBYNCSA-Lizenz (sprich: jeder darf sie weiterverbreiten und ihre Inhalte verarbeiten, solange unter Namensnennung, nichtkommerziell und unter gleicher Lizenz geschehend) und gibt es hier zum Download.

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Wie Medien heute doch Leser finden und was Sex damit zu tun hat

Reingelegt! Thomas Knüwer hatte damit einfach nicht gerechnet. Und wer soll schon damit rechnen? Continue Reading »

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