nicht mehr, nicht weniger.Beiträge-Feed Kommentare-Feed

Archive for Juni, 2008

Druckmäusertum

Thomas Wanhoff hat bei Kooptech schön zusammengefasst, was Stand der Dinge im Onlinemedienwesen ist.

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Ne schöne Jrooss

Der Mann, bei dem ich gelernt habe, was Radio ist, wie man mit wenig Equipment und viel Willen, mit wenig Menschen und viel Mut Radio macht, er ist nicht mehr.

Er war immer Jraaduss, kein Wellenreiter. Danke für die vielen schönen gemeinsamen Stunden zwischen Mischpulten, Kabeln, Mikros und Telefon. Für die mit Lötzinn und Blödsinn.

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Gemütsplaylist #53

» Wir sind Helden - Müssen nur wollen

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Könnte es Flimmer sein?

Wer keinen Fernseher hat, sieht anders fern. Binsenweisheit? Ja. Aber immer wieder erstaunlich. Wenn ich doch einmal schaue, kommt mir Fernsehen einfach nur seltsam vor.

Da singt vor dem Fußballspiel niemand. Sondern vier Jungs einer Retortenband machen schlechtes Playback zu einem Instant-Popsong. Da stellt Michael Steinbrecher seine hobbypschologischen Fragen an die Interviewpartner (allerdings hatte ich ihn noch schlimmer in Erinnerung). Da bauscht Johannes Baptist Kerner die Übernahme des SFDRS-Sendesignals durch die Regiezentrale in Mainz zu einer gottweißwasfür-Leistung auf. Da wird von Werbeblock zu Werbeblock analysiert und analysiert.
Männchen mit vollkommen unnatürlichen Bewegungen hoppeln auf das Feld um die Aufstellung darzustellen, als ob Dino Dinis Kick Off heute noch State of the Art wäre. Und ja: nach dem Spiel kommen Angela Merkel, Michael Ballack, Franz Beckenbauer und Joachim Löw ganz sicher zu Wort - wortreich, wortgewalttätig, wortwitzlos. Ähähä, um es mit Franz Kaiser zu sagen.
In der Halbzeitpause dann das heute-journal. Mit dem Satz “Die Supervier ist die Vier” und dem Hintergrund “Lotto am Samstag”.

Ich bin kein Freund dieser Form von Fernsehen. Miserable Unterhaltung kann ich mir selbst machen. Dieses Fernsehen muss sterben, weil es einfach unglaublich schlecht ist.

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I want your bucks

Wer genau wissen will, worum es geht, der kann mich gerne auf den bekannten Wegen erreichen. Wer mir mehr oder minder blind Vertrauen schenken und etwas Geld geben möchte, der ist natürlich auch sehr herzlich willkommen.

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Die Zeit und Die Klicks

Josef Joffe plädiert im Blatt für Qualitätsjournalismus online. Wolfgang Blau ist seit März 2008 Chefredakteur bei ZEIT online.

Von Februar zu Mai 2008 veränderte sich die Ratio bei ZEIT online zwischen Visitors und PIs laut IVW online wie folgt:
Februar: 7.008.184 Visits / Mai: 6.959.641
Februar: 38.676.074 PIs / Mai: 64.756.789
Februar: 5,52 PIs/Visit / Mai: 9,30 PIs/Visit

Disclaimer: ich habe bis Ende Februar 2008 bei ZEIT online als Redakteur gearbeitet.

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Für wen bist Du?

Die Frage ist nicht einfach zu beantworten für viele der in Berlin lebenden Deutschtürken, Türkischdeutschen oder wie man das auch immer gerade nennt. Der Integrationsdiplomat vor meiner Haustür sagt: «Ist mir egal jetzt, wer gewinnt. Kommt eine von beiden in Finale gegen Spanien und gewinnt. Werd ich auf jeden Fall Europameister.»

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Service bei der Deutschen Bahn

Die Überschrift klingt automatisch nach Gemecker. Stimmt aber diesmal nicht: ich bin geradezu begeistert. Ich ließ meine Brille heute im Zug liegen, ging dann zum Service Point. Dort rief man im Zug an, der Schaffner fand das Objekt der Begierde, gab diese an einem Haltepunkt einem gegenläufig fahrenden Zugschaffner mit. Ich setzte mich für eine Dreiviertelstunde in die DB Lounge, trank etwas und konnte dann meine Sehkraftverstärkung in Empfang nehmen. Und das ging alles trotz Stress mit überaus hilfsbereiten und netten Mitarbeitern vonstatten. Dankeschön.

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Onlinedurchsuchung: Potenziale, Risiken, Risikogruppe Politiker

Für alle, die nach wie vor ein Interesse an dem Thema haben: Prof. Dr. Andreas Pfitzmann, TU Dresden, hat einige sehr interessante Folien mit schematischen Darstellungen zu Vorgehensweisen, Potenzialen und potenziellen bzw. realen Problemen online gestellt (PDF), die Teil der Datenspuren-Veranstaltung waren (leider keine Möglichkeit gehabt, da zu sein).

Verfassungsrichter tun das, was Politiker hätten tun sollen: Sich ein eigenes Urteil über IT erarbeiten und danach Verantwortung übernehmen

Harte Worte.

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Laptop

Sieh mal einer an.

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Heute ist an meinem MacBook die “down”-Taste abgebrochen. Nach zwei Jahren ist es schon ziemlich durch.

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Ein bisschen Spaß muß sein..

Aber ob man bei der SPD wirklich gut darüber lachen kann? Hihi..

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Milch im Mercedes-Tank?

20080603-kuehe-milch-streik-bauern.jpg
Die Bauern protestieren. Zuwenig zahlten ihnen die Molkereien pro Liter Milch, befinden sie. Etwas problematisch daran: die meisten Molkereien sind genossenschaftlich organisiert. Und wer sind die Eigentümer? Die Bauern. Haben sie sich also selbst eingebrockt, gegen was sie nun protestieren?

Jetzt könnte man viel darüber sinnieren, warum sie quasi gegen sich selbst und ihre Endabnehmer, insbesondere die Großkunden aus dem Lebensmitteldiscounter-Segement vorgehen. Oder man könnte sich fragen, woran es liegt, dass zwar ein gewisses aber kein überbordendes Verständnis für die Landwirte aufkommen mag.

Viel hat zweifelsohne mit dem Image zu tun, das der deutschen Agrarwirtschaft anhaftet: E-Klasse Minimum, große Häuser, Eigentum. Für viele Deutsche ist das alles in der Erinnerung haften geblieben, selbst wenn es vielleicht so gar nicht mehr stimmt. Trotzdem: Geschichten wie diese hier, sie stimmen nachdenklich. Zuviel Träumereien? Auf jeden Fall nachdenklich stimmend.

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Spiel mit: Zitate zuordnen

Ich habe vier Personen im Angebot. Der oder die Erste, welche oder welcher alle Zitate richtig zuordnet, bekommt eine Kugel Eis. Die Personen sind: Kajo Wasserhövel (SPD), Grietje Staffelt, ehedem Bettin (Grüne), Hans-Joachim Otto (FDP) und Philipp Mißfelder (CDU).

1. «Der richtige Weg ist die direkte Kommunikation.» (statt Online)
2. «Dass da einer anklickt und 10.000 Euro spendet: vergesst es!»
3. «Die Addition von Tools und Plattformen ergibt noch keine Idee für politische Kommunikation.»
4. «StudiVZ ist für die XXXXX sehr wichtig. Wir versuchen, die Mitglieder dazu anzuhalten, für Veranstaltungen zu werben.»
5. «Die XXX wird auch mit dem allerschönsten Blog nicht stärkste Partei werden.»
6. «Das Internet ist auch für Politiker am einfachsten zu beobachten.»
7. «Das Problem der Politikverdrossenheit wird sich durch Web 2.0 nicht lösen lassen.»
8. «Ich hoffe, das wir Onlinewahlkampf um Inhalte und Orientierung bekommen.»
9. Auch wenn man viel per SMS zu Veranstaltungen aufruft: «Ein Flashmob ist das trotzdem nicht.»
10. «GreenVZ wird es mit Sicherheit nicht geben.»

Alle Zitate sind von einer Veranstaltung vor wenigen Tagen.

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Angst vor dem Kunden

Bin gerade im Zuge einer Recherche beim Persilblog vorbeigekommen. Zwei Dinge sind mir aufgefallen: zum einen, dass man wider erwarten doch etwas nützliches dort erfahren könnte (wie lang Waschmittel haltbar ist). Zum anderen, dass man bei Henkel offensichtlich Angst vor den Nutzern hat. Warum sonst muss man sich registrieren, um interagieren zu dürfen? Nein, liebe Leute, so funktioniert das einfach nicht.

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