Falk on Mai 31st 2008 Politik
Auch Frankreich öffnet jetzt seinen Arbeitsmarkt für Staatsbürger aus der MOE-Beitrittsrunde 2004. Ich hab mich ja schon mehrfach sehr darüber gewundert, dass wir es in Deutschland nicht hinbekommen, die Kriterien dafür zu schaffen. Wir, die gefühlten Vorzeigeeuropäer, als die Bremsklötze der Europäischen Einigung.
Falk on Mai 31st 2008 Medien
Ist was passiert? Ist etwas los?
Skandal, Skandal!
Nicht recherchiert? Regelverstoß?
Skandal, Skandal!
Wie wir auch ticken,
Leser klicken.
Dann sparen wir halt Expertise.
Denn nichts zum klicken animiert:
besser denn +++ Eilmeldung +++ garniert.
Des Lesers Schuld, die Klicksau, fiese.
(inspiriert durch)
Falk on Mai 28th 2008 Musik und ähnliches
» Jens Friebe - Neues Gesicht
Falk on Mai 24th 2008 Medien, Menschen, Rechner und Netz
Ich finde Fode eigentlich eher unspannend. Und motografieren ist auch nicht mein Hobby. Aber das Wort Fodemotograf gefällt mir außerordentlich. Danke für die Wortkreation an die Kollegen von Welt Online, die es leider geändert haben (aber nicht schnell genug für Google und die eigene Suche).
(Disclaimer: ich schreibe für Welt Online ein bezahltes Weblog)
Falk on Mai 22nd 2008 Menschen, Musik und ähnliches
» Judith Holofernes - Kamikazefliege
Falk on Mai 18th 2008 Politik, Rechner und Netz, Woanders
Der Republikaner John McCain ist kein Anfänger, was den Wahlkampf im Internet angeht. 2000 galt seine Kampagne nicht nur als erfolgreichste Spendensammelkampagne der damals noch kurzen Onlinehistorie, sondern als durch die Bank innovativ.
Wired berichtet nun, dass sich John McCains Kampagne in zweiwöchentlichen Telefonkonferenzen explizit Bloggern vom linken Flügel des politischen Spektrums und themenfokussierten ebensolchen stellt. Das ist mutig, es ist zugleich eine Anerkennung der Arbeit des politischen Kritikers ohne ihm inhaltlich zuzustimmen. Wer konstruktiv dialogbereit ist, wer sich auf neue Wege jenseits des “Preaching to the Converted” einlässt (was als Mobilisierungsmaßnahme immer noch schwierig genug gestaltet), der hat Respekt verdient.
Falk on Mai 17th 2008 Politik, Rechner und Netz
Die Domain war irgendwie frei. Hab gestern Abend einen kleinen Platzhalter gestrickt. Rohes HTML. Lange nicht mehr gemacht.
Wer gute Ideen hat, darf mich gerne kontaktieren.
Falk on Mai 16th 2008 Eigenprodukte, Menschen, Rechner und Netz, Woanders
Für den ZEIT-Zuender habe ich mir angeschaut, in welcher Nation Europas welche Social Networks populär sind. Dabei bin ich über einiges gestolpert, das mir bislang selbst fremd war. Das Ergebnis konsumiert sich binnen Minuten - die Arbeit dafür war ziemlich aufreibend (vor allem, weil man bei manchen Ländern an “keines” einfach nicht glauben mag).
Was hintenrunterfiel, weil nicht EU: Одноклассники (lies: Odnoklassniki, auf Deutsch “Klassenkamerad”) aus Russland, das angeblich 15 Mio User hat. Auch russisch: В Контакте (”im Kontakt”), der erste Facebook-Klon, der noch mehr so aussieht seit dem Start von StudiVZ 2006.
Seit ein paar Tagen nicht mehr erreichbar ist Ekipa.hr (zu Deutsch etwa “Team”), das mir technisch trotz ausgeprägten Mangels an Kroatischkenntnissen eigentlich ganz gut gefiel.
Falk on Mai 14th 2008 Politik, Rechner und Netz
Unbeschreiblich, wie sich das Lesen eines solchen Absatzes in Deutschland anfühlt:
Wir wurden kürzlich von Frank Lautenbergs Senats-Kampagne benachrichtigt, dass sie ein “Action Center” auf ihrer Webseite eingerichtet hätten, doch wir waren sehr enttäuscht, dass es wieder nur der gleiche Web 1.0-Ansatz war: Freunden empfehlen, Petition unterzeichnen, etwas Spenden (während wir Ihre E-Mailadresse einsammeln). (Techpresident.com)
Ich kenne keine deutsche Politikerwebseite die diese drei Elemente auf funktionierende Weise eingebunden hätte. Auch wenn mir das vielleicht niemand glaubt. Das Gefühl heißt »geringstentwickelt«.
Falk on Mai 14th 2008 21st Century Wahnsinn, Gedankengurt, Medien, Menschen, Rechner und Netz
User Generated Content galt vor drei, vier Jahren plötzlich als Heilsbringer für die Verlage im Netz: Citizen Journalism, Participative Journalism, viele Projekte und Namen trugen die immer gleichen und nicht immer hübschen Kinder. Die Idee dahinter ist so einfach wie gut. Doch die Realität ist eine andere.
Ich bete seit Jahren immer wieder herunter, dass es «auch nur Menschen sind», die Politik gestalten und verwalten, die Journalismus betreiben, die Fehler machen und die lesen. Menschen wie alle anderen auch, hoffentlich etwas intelligentere und oft auch etwas gebildetere - häufig auch eingebildetere. Gerade im politischen, dem Sport- und dem Kulturjournalismus haben sich einige Unarten eingeschlichen, die in ihrer Form ziemlich abstoßend sind. Journalisten bauen Bilder von Menschen auf um danach selbst am Ruhm dieser zu partizipieren. Denn ist eine Dienstreise mit Angela Merkel nicht eine Auszeichnung für einen Journalisten? Der ganz private Talk - bei laufenden Kameras natürlich - im Wohnzimmer eines Sportstars nicht auch ein bisschen Glanz, der abstrahlt? Manchen Journalisten bekommt eben diese Luft überhaupt nicht, auch deshalb, weil in diesem Glorifizierungsbonifikationssystem nicht die Fachkenntnis oder die Kritikfähigkeit sondern die Schleimproduktion den Weg ebnet.
Und dann kommen die User. Diese würden auch gerne in Greifweite von Heidi Klum sein, so mächtig sein wie Kurt Beck (naja, vielleicht doch eher Wladimir Putin), einmal mit Günter Grass über Weltliteratur und Schundromane diskutieren. Und was finden sie? Schnöden Journalismus. Mal gut, mal schlecht. Oft billig. Und über all dem sitzen eitle Journalisten, deren Hauptanliegen es seit jeher ist, ihr Ding zu machen. Ihre Geschichten zu schreiben. Sich bloß von niemandem, keinem Kollegen und erst recht keinem Leser ins Handwerk pfuschen zu lassen. Und die doch als Onlineredakteure oft nur den «heißesten Scheiß» abliefern dürfen. Partizipation? Ausgeschlossen. Und versucht sie doch einmal jemand, glaubt das kein Leser. Aus Gewohnheit.
Was also machen die Leser mit den ihnen angebotenen Interaktionsmöglichkeiten? Sie verhalten sich wie Redakteure. Sie beißen. Sie keifen. Sie erbrechen verbal in die digitalen Ausschnitte der Qualitätsmedien mit ihren Brustbildbilderstrecken. Und die Journalisten? Finden das doof. Und produzieren weiter klickträchtigen Content.
Die Tittifizierung der deutschen Onlinemedien scheint unaufhaltsam und das Diskussionsniveau entspricht häufig genug dem reflexorientierten (oder auch: Google-optimierten), hormonwallungsfördernden Content. Auf Supermodel-Hintern gucken, auf Bush klicken, einen User oder Redakteur richtig doof finden – Diskurs ist alles das nicht. Die Onlinemedien bekommen, was sie verdienen. Aber immerhin verzichten die meisten inzwischen auch in Selbstbeschreibungen auf den früher offensiv zu Markte getragenen Qualitätsanspruch.
Dass zwischen Bären und Brüsten vielleicht doch noch guter Journalismus zu finden sein könnte: Pech. Für alle, die darauf keine Lust haben. Die vielleicht wirklich gerne etwas wissen wollen. Gibt halt wirklich viele Menschen da draußen.
Falk on Mai 13th 2008 Musik und ähnliches
» Astor Piazzolla - Estamos Listos
Falk on Mai 8th 2008 21st Century Jobs, Eigenprodukte
Mein virtueller Schreibtisch ächzt - und ich auch. Es stellt sich heraus, dass die Limitierung von Tagen auf 24 Stunden leicht problematisch ist. Bin nicht so wahnsinnig glücklich, da ich das Gefühl habe, dass manche der Sachen die ich tue nicht der Qualität entsprechen, die ich gerne bei ihnen sehen würde.
Tatsächlich arbeite ich gerade an sieben verschiedenen Projekten gleichzeitig, nur eines davon mit Enddatum nächste Woche. Ich glaube, das sollte man nicht probieren, es lässt den Kopf platzen und die Schlafzeiten auf inakzeptable Maße sinken.
Andererseits macht mich vieles von dem, was ich gerade treibe, recht glücklich. Die Dinge gehen in die richtige Richtung, manche der Projekte, die mir schon etwas länger im Kopf herumspukten, werden wahrscheinlich wahr. Brauche trotzdem Urlaub, bald. Zwischen Artikeln, Konzepten, Ideen und langen Listen schöner Dinge wird mein Kopf jeden Tag etwas schwerer.
Falk on Mai 6th 2008 Medien, Menschen, Politik, Rechner und Netz
Ein recht interessantes Projekt, das mir erst im Umfeld der Geschehnisse um den Thüringer Beinahe-Kultusminister Krause aufgefallen ist: der Thüringer Augenzeuge, ein Videoblog von Studenten für die Website der Thüringer Allgemeinen. Leider haben sie nicht tagesaktuell nachliefern können, aber es ist schon interessant anzuschauen. Auch über die konkrete Geschichte hinaus.
Falk on Mai 4th 2008 Rechner und Netz
Ein kleiner Blick in die Serverstatistiken verrät mir: Von den Top 30 Verweisen auf diese Domain sind 7 von Feedaggregator-Sites, 5 von normalen Suchmaschinen, 4 von Bildersuchen, 1 von einer Blogsuchmaschine. Dazu kommen einige Links von Seiten, auf denen ich sonst schreibe oder schrieb. Spitzenreiter ist und bleibt aber mit sehr, sehr großem Abstand der direkte Zugriff.
Wie sieht das beim Rest der Welt aus?
Falk on Mai 4th 2008 21st Century Wahnsinn, Menschen, Rechner und Netz
Stell Dir vor, Du wärest Internetgott. Du dürftest etwas nach deinem eigenen Belieben löschen. Was wäre es? Fragt Torsten.
Mein Vorschlag: die Internetzugänge aller Menschen, die politische Biografien und Ayurvedabücher bei Amazon gekauft haben. Die versauen mir seit Wochen den Besuch.
Falk on Mai 2nd 2008 Politik, Rheinland
„In Berlin wird über Mindestlöhne geredet, in Düsseldorf werden sie gemacht.“
Karl-Josef Laumann am 1. Mai in Gummersbach. Der Mann ist Arbeits-, Gesundheits- und Sozialminister in NRW und bei der CDU.
Falk on Mai 1st 2008 Eigenprodukte, Medien, Menschen, Rechner und Netz
Wie bereits angekündigt, habe ich seit heute ein neues Weblog. Es wird von der Welt Online/Axelspringer AG bezahlt und heißt Netzköpfe.
Zu jedem Webprojekt, zu jeder Datenleitung, zu jeder guten Idee gehören Menschen, die sie umsetzen. In Netzköpfe habe ich mir vorgenommen, eben solche zu portraitieren. Das Blog wird wachsen und setzt sehr klar nicht auf kurzfristige PI-Schinderei, sondern auf die Macht des Publizierten über die Zeit. Manche der Menschen dort werden populärer sein, manche weniger. Und jetzt: hier ist der Link.
Falk on Mai 1st 2008 Medien, Rechner und Netz
Ich könnte mich freuen. Denn die Netzeitung nutzt endlich einmal ein paar der Netzmöglichkeiten aus. Aber so?

Dort steht wirklich geschrieben:
Der Elfmeter von Frank Lampard zum 2:1-Zwischenstand im YouTube-Video
Das Video ist mit einem spanischen Kommentator von ESPN. Die Netzeitung verlinkt nur darauf. Das Video dürfte bald nicht mehr online verfügbar sein. Was will man da nun zu sagen?