Selbstvermarktung dank Second Life
Nein, das gibts noch. Nein, es ist nur medial vollkommen tot. Nur bei Spiegel Online, da schreibt einer manchmal noch darüber: Christian Stöcker. Zum Beispiel: »Das meiste, was über diese virtuelle Welt geschrieben wird, ist tatsächlich schlecht informiertes Hype-Gejubel oder Selbstvermarktung.«
(via Ole Reißmann/Medienlese)
9 sagten etwas
Herr Lüke,
28. März 2007. Das ist das Datum über dem SL-Artikel (Das Buch stammt aus dem Juli, aber das nur am Rande). Dass sie das drauf haben, Dinge in die falsche Reihenfolge zu bringen, wissen wir ja aus dem “Journalist”, wie uns Stefan Niggemeier so schön erklärt hat: http://www.stefan-niggemeier.de/blog/chronologie-einer-falschmeldung-v/#comments. Das ist eine journalistische Glanzleistung - bei Medienlese gesehen, nicht aufs Datum geschaut, ein bisschen Häme untergerrührt, und sich dann im eigenen Blog blamiert. Glückwunsch.
Herr Stöcker, warum bloß so geifernd? Ihr Artikel ist vom März, im Juli veröffentlichten Sie das Buch zum Surfen auf der Welle (die da allerdings schon ziemlich ausgelaufen ist). Flipflopping nennen wir das ja für gewöhnlich bei Politikern. Und Sie schreiben ja hin und wieder immer noch zum Thema, gell?
Falls Sie Lust haben, lesen Sie den Volltext und den Rest der Geschichte die ich im journalist schrieb. Finden Sie hier im Blog. Inklusive dem Hinweis auf den Fehler in dem Text, der dort aber inhaltlich keinen Unterschied machte: Selbst fehlerhaft recherchieren, freie Mitarbeiter schlunzen lassen oder falsche dpa-Meldungen ausreizen – der Fehler bleibt beim Medium.
Hmhmm. Und was war jetzt nochmal genau der Anlass für den obigen Blogeintrag?
Das hier ist ein Notizblog, keine Nachrichtenwebsite. Muss nicht tagesaktuell sein, darf auch mal grundsätzlich eher befremdliche Dinge aufgreifen. :)
… und “grundsätzlich eher befremdlich” fanden Sie in diesem Fall…was?
Das Mokieren über den Second Life-Hype während man ihn selbst nutzt bzw. Teil dessen wird/ist/war.
Lesen Sie doch den Text noch mal. Stimmt immer noch alles, was da steht.
Jungs, das ist ganz großes Tennis hier. Mein Lob. Immerhin vermag Second Life zu polarisieren und he, gestern habe ich gelernt “Controversy creates Cash” - hat mir Johannes beigebracht, Dein Nachfolger, Falk.
Meine Meinung zu Second Life und zu Herrn Stöckers Argumenten will ich wenigstens auch noch kurz verlinken
Moin Ben, hmm ja. Kenne Johannes doch. Guter Mann. :)
Sein Argument ist valide aber es spiegelt nur wieder, was mich momentan im deutschen Onlinemedienbusiness wenig freut: zugunsten der Klickraten werden viele Sachen hochgejazzt um sie dann wieder runterschreiben zu können. Wenn man an Cash denkt und die Wahl zwischen einem sachlichen und einem polemischen Satz hat, wird man sich geschäftslogisch stets für den polemischen entscheiden (müssen). Und das ist, wie jedes Vordenken der Quote vor dem, was man für richtig hält, einfach nur Mist.