nicht mehr, nicht weniger.Beiträge-Feed Kommentare-Feed

Archive for Februar, 2008

Live-Gentrifizierung

Heute abend macht die Weserrakete in Neubeca (aka Kreuzkölln aka Rixdorf-Nord) auf. Das nördliche Neukölln entlang des Kanals und der U8 mausert sich Stück für Stück zu einem Vorzeigestadtteil, der Rollbergkiez wird dabei auch immer aufgehübschter. Das geht mit Verdrängung oder zumindest starker Veränderung einher.

Die Frage ist: wen verdrängt es wohin? Wenn die Jungen und Kreativen nun ins frühere Richardsdorp ziehen, wohin ziehen dann jene Döner Kebab-Buden-Betreiber, die aus religiösen Gründen kein Bier verkaufen?

Oder wird doch eine Durchmischung stattfinden? Zweifel sind angebracht. Dagegen sprechen die Erfahrungen aus dem Gneisenaukiez und der Randzone Schlesisches Tor. Allerdings: in den Gebieten stand lange Zeit viel Wohnraum leer, so dass es nicht automatisch zu größeren Schwierigkeiten kommen muss.

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Schön geworden

ZEIT online hat sich nochmal leicht umgehübscht. Meiner Meinung nach sieht die Seite jetzt wenigstens wieder “anders als die anderen” aus.

» Astra Kid - Obwohl ich anders sein will bin ich so wie ihr nur ein bisschen anders

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Feine Sache

Bei 50hz wird über eine Restrukturierung des Ruhrgebiets diskutiert. Zwar fehlt mir bei der ganzen Diskussion ein wenig die Angabe eines wirklichen Grundes, warum man das tun sollte (komme nicht aus der Region, bin Westfale, Rheinländer und ein bisschen Berliner, wenn man unbedingt will) - jenseits eines Buzzwords wie “Nachhaltigkeit” oder “Zukunftsfähigkeit”.

Aber 1. dass diese Diskussion und 2. dann sogar recht sachlich geführt wird, das mag ich an Blogs. Das ist einfach nicht der klassische, indirekt medial ausgetragene Elitendiskurs und auch nicht der Stammtisch Oer-Erkenschwick.

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War nett

Schönes Land. Seine wahre Schönheit fällt einem erst dann wieder auf, wenn man wieder im februartristen Berlin ist. Und das erste Mal wieder jemand im ÖPNV rumpampt. Hej, möchte man sagen, mach dich doch mal locker. Bevor man lieber doch genauso locker zurückpampt. Hallo Heimat.

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Und ‘n Apfel..

..und ‘ne Banane.

Nebenan wohnte früher Marion. Ob sie heute kochen kann, weiß ich nicht. Ob sie Kochbücher mag, weiß ich auch nicht. Ich erinnere mich eh nur dunkel an sie. Und an ein oranges Telefon in ihrer Diele.

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Zoomer ist online

«Das erste echte Internet-Nachrichtenportal» sei da, sagt Ulrich Wickert im Werbespot. Das Holtzbrinck-Portal Zoomer mit Zielgruppe Jugendliche/junge Erwachsene ist ein ambitioniertes Projekt, zusammengefügt aus den Resten der Business News und Mitarbeitern von Tagesspiegel Online.

Die Website soll sich durch verschiedene Dinge auszeichnen - besonders durch neue Formen, auch was die Teilhabe der Nutzer an ihr angeht. Davon ist allerdings noch herzlich wenig zu sehen, dass ein Mischwert aus Redaktions- und Nutzerbewertung über die Platzierung der News entscheidet, muss man wissen (bevor man es auch nutzen kann).

Auffällig: die vielen Flashspielereien und die allgegenwärtigen Captchas, sobald man irgendeiner Aktivität nachgehen möchte, und die Personalisierungsmöglichkeit.

Ansonsten wirkt das Portal journalistisch enorm reißerisch («War es versuchter Mord?», «Mutter ertränkte Baby in Badewanne») und showorientiert - Fußball, Pop..

Beachtenswert: der Footer. Dort sind zwar alle möglichen Holtzbrinck-Publikationen aufgeführt, von denen wohl nun Texte auch auf Zoomer erscheinen können. Aber golem.de fehlt, die ich als Techticker am ehesten für zielgruppenkompatibel gehalten hätte. Anders als zum Beispiel die Lausitzer Rundschau. Die passt fast so gut wie Ulli Wickert: der potenzielle Großvater der Zoomer-Anwenderzielgruppe ist als GuteNacht-Onkel sicher nicht schlecht gewählt. Aber eher für den seriösen Anstrich in Richtung Dritter.

(Disclaimer: Mein derzeitiger Brötchengeber ist Teil der Holtzbrinck-Gruppe, zu der auch Zoomer gehört.)

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Kontextunabhängige Werbung

raiffeisen-bank-liechtenstein.jpg

Find ich gut. Dank für den Scan an Frau S aus K am R.

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Wes Feind ich bin, des Geld ich nehm?

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Unter der Überschrift «Norwegen verklagt Thor Steinar» bloggt die Autonome Antifa Mecklenburg-Strelitz einen Text aus der Jungen Welt. (Kein Link, weil ich keinerlei Haftung für die Inhalte auf der Seite dort übernehmen können will, sorry. Wer will, findet aber natürlich.) Google-Anzeigen sind auch dabei.

Ob man mit Google-Anzeigen der Firma eher Geld nimmt oder Geld bringt, ist mir nicht bekannt. In Frankreich sollen solche Anzeigen allerdings die UMP einmal recht viel Geld gekostet haben, als kontextsensitiv in einer menschlichen Gegenkampagne das richtige Suchwort benutzt und sodann draufgeklickt wurde… Google-Ads kosten Geld, sobald sie geklickt werden.

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Kleine Kleinigkeiten

Neues Theme, neues Glück. Mir gefällts. Und paar Überraschungen sind auch versteckt.

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Ungualbich!!!1!

20070907_giessener_allg.png Schockschwerenot. Ich wollte heute wieder einmal die antiquierten Webseiten in der Region Gießen - Anlass waren die oft eher realitätsfernen Einstellungen mancher Gießener Forscher zu gewissen Themen - benutzen, um anderen Menschen die Zukunft des Jahres 1996 demonstrieren zu können.

Doch das ist nur zur Hälfte gelungen. Die andere Hälfte sieht verdammt schick aus - zumindest, wenn man den Vorgänger kennt (davon suche ich am Wochenende noch einen Screenshot heraus).

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Schimpfworte 2008 #01

Berliner Gören in einem Bus heute über eine vierte, Nichtanwesende: «Voll das Medium.»

Das sollte zu denken geben.

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Kurz notiert

Das Design dieses Blogs wird sich aufgrund der überschätzten Flexibilität des Themes erneut ändern müssen. Irgendwann diese Woche.

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Im Schleppnetz verheddert: Brockhaus späte Liebe zum Internet

Der Brockhausverlag ist also ein weiteres “Opfer” der Digitalisierung. Das Modell, Wissen als Zentnerware zu verkaufen, es ist nun frisch verstorben.

Doch halt. War es wirklich die Digitalisierung? Im totgeglaubten Enzyklopädienmarkt hat natürlich die erst wenige Jahre junge Wikipedia einen Anteil am Niedergang des alten Marktmodells. Doch ist das Verantwortlichmachen der Wales-/Sanger-Gründung nicht ein bisschen zu kurz gegriffen? Continue Reading »

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Auf leisen Sohlen

Aus meiner Zeit bei ZEIT online stammt das Konzept für Leserartikel: Leser können nicht nur Kommentare sondern auch Artikel schreiben. Und wenn diese für sehr gut befunden werden, können sie in den normalen Redaktionskreislauf einfließen. Die Autoren werden dann für ihren Text entlohnt, etwa so wie die anderen freien Autoren. Und die Texte werden dann von den Fachredakteuren redigiert.

Ein meiner Meinung nach sehr schönes Stück wurde zum vergangenen Wochenende eingekauft. Ein typischer Länderspiegel-Text.

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Digitaler Alltag? Teil I: Die Arztpraxis

Ärzte werden in Deutschland Zeit meines Lebens mit besonderen Augen gesehen. «Götter in weiß», «Fleischergesellen»… Die meisten Menschen gehen ungern hin, ich auch. Aber manchmal muss man, manchmal sollte man. Dann macht man einen Termin aus.

Es gibt Unmengen an Internetservices rund um das Thema Gesundheit. Das Problem: die meisten davon taugen überhaupt nicht - oder maximal dazu, eine Arzt-Adresse zu finden. Die meisten dieser Services nutzen die identische Datengrundlage, die Daten der Kassenärztlichen Vereinigungen. Was darin jedoch im Regelfall nicht enhalten ist: Website und E-Mailadresse des Arztes. Und das hat seine Gründe.

Viele Arztpraxen haben sich im Laufe der letzten Jahre Webseiten erstellen lassen. Häufig sieht man ihnen das Alter an, oft auch den Ersteller (meist der Sohn vom Freund oder der Freund der Tochter…). E-Mailadressen sind absolute Mangelware. Man könnte glauben, Arztpraxen kommunizierten nicht mit der Außenwelt.

Ein bisschen ist dem auch so: verantwortungsvolle Ärzte trennen die Arztcomputer von Computern mit “normalem” Internetzugang physisch. Was aber in der Praxis heißt, dass es einfach keinen Computer mit Internetzugang gibt. Terminverwaltung ist mit Sicherheit eine der Sachen, in denen Arztpraxen dem gemeinen Heimnutzer deutlich voraus sind. Doch warum hätte ich gerne eine Arztpraxis, die per E-Mail erreichbar ist?

Telefonische Absprachen sind altmodisch, denn sie erfordern die gleichzeitige Verfügbarkeit beider Partner. Das ist zum einen ein Vorteil, kürzt es doch vieles ab. Zum anderen aber auch ein Nachteil - Arztpraxen sind prinzipiell schlecht erreichbar und die wenigsten Menschen haben den ganzen Tag Zeit, es immer wieder zu probieren. Für mich ist die Erreichbarkeit per E-Mail also ein Komfort- und Qualitätsmerkmal.

Was also tun? Ich habe in den letzten Jahren verschiedene Arztpraxen gefunden, die eine E-Mailadresse haben. Von den etwa 20 Prozent, die mir auf meine E-Mails antworteten, taten dies gefühlte zwei Drittel per Telefon. Was für mich vollkommen in Ordnung ist - dann müssen nämlich sie mir hinterhertelefonieren…

Vor zwei Wochen habe ich wieder einmal eine Praxis angeschrieben. Schon am Abend erfolgte der Rückruf, wir vereinbarten einen Termin. «Super!», dachte ich. Gestern allerdings rief mich eine andere Angestellte der Arztpraxis an. Sie hätte meine E-Mail gelesen. Und Termine hätte sie erst im April. Was das für meinen Termin bedeutet? Das werde ich bald herausfinden.

Solange wünsche ich mir nur eines: standardmäßig einen Blackberry oder ähnliches in Arztpraxen. Terminanfrage schicken, bestätigen, verschieben, ablehnen.

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Einmal Danke

Heute war für mich der letzte Arbeitstag mit meinen Hamburger Kollegen. Ich sage Dankeschön für eine interessante Zeit am Speersort. Angefangen als Praktikant, dann in verschiedenen Formen dabei geblieben, zuletzt Nutzerpartizipationsprojekte konzipierender und betreuender Redakteur, nun auf eigenen Wunsch weit vorzeitig ausscheidend.
Jetzt kommen noch drei Wochen Resturlaub. Das kann sich übrigens auch auf die Postingfrequenz hier auswirken: mal besonders viel, mal besonders gar nichts.

Was danach kommt..? Wer mag, darf spekulieren. Oder mir noch schnell ein unmoralisches Angebot machen.

Gestern morgen habe ich die Gelegenheit genutzt, mit einem meiner nun Ex-ICE-Mitpendler, den ich menschlich sehr nett finde, doch noch Visitenkarten zu tauschen. Vorgestellt hatten wir einander nie.

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Die Trugschlüsse

1. Journalisten haben jede Menge Zeit für Community.
2. Wenn man nur genug schreibt, bleibt der Leser schon weit genug weg.
3. Journalisten ist das Feedback egal.
4. Journalisten wollen sich immer gerne mit ihren Lesern austauschen.
5. Leser möchten sich ausschließlich gesittet im Fachdiskurs befinden, sind dabei stets sympathische, lernwillige Wesen (so wie Journalisten auch)

Soweit, so falsch.

«Wir haben bisher noch keine richtigen Community-Redakteure – solche Stellen sollte es in jeder Onlineredaktion geben.»

, sagt Hans-Jürgen Jakobs.

Auch falsch, wenn auch etwas richtiges daran ist: Community-Redaktion heißt in erster Linie, sich mit den Nutzern zu beschäftigen, sich zu überlegen, was und wie und warum, Marke-Leser-Erwartung-Angebot-Möglichkeit evaluieren. Das alles ist wichtig und richtig. Doch wenn die Fachredakteure und Autoren nicht motiviert sind, sich mit ihren Lesern zu beschäftigen? Wenn diese hoffen, dass sie “mit Community verschont” bleiben?

Dann hilft auch das Einstellen von Community-Redakteuren nicht viel.

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Expiry Date: 2008/02/29

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(Ist ein Schaltjahr…)

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Gewinner der Primaries: Politainment

Vor einer Schule im County steht John. Er macht seit 20 Jahren Wahlkampf für die Demokratenrepublikaner. «Die Zukunft Amerikas und der Welt liegt in unserer Hand», sagt er. Nun macht er Wahlkampf für Johnmittmickhillaryobama. Früher seien viel weniger Menschen zu den sogenannten Primaries gekommen, berichtet er.

Gleich um die Ecke feiern die lokalen Republikanerdemokraten die Wiederauferstehung ihres Kandidaten Johnmittmickhillaryobama. Sie haben hierfür einen großenkleinen Theatersaalsaloonfabrikhallesportstadium angemietet. Überall stehen junge Mädchenjungs herum und wedeln mit Schildern, auf denen “Vote” steht.

»Seichte Kacke« ist die korrekte Zusammenfassung dessen, was derzeit die deutschen Medien beherrscht. Hillary, Barack, McCain, Huck und Mitt sind die Hauptdarsteller im Nachrichtennichts dieser Tage. Da werden Reportagen, Reportagen, Reportagen geschrieben. Homestories über “den Mormonen”, “den Schwarzen”, “die Ex-First-Lady”, “den Prediger” füllen die Newsspalten.

Ja, in den USA wird gewählt. Nicht jetzt und nicht heute. Nicht durch die Deutschen. Und bei den vergangenen Wahlen sogar meist nur von gut der Hälfte der US-Amerikaner.

Die US-Wahlen sind keine politische Veranstaltung - sie sind die Inszenierung von Politik als Happening, die Inhalte sind dabei sekundär. Bleibt es spannend? Wer gewinnt? Wie knapp? Überraschung? Wer heult in welchem Wahlhauptquartier als erster? Wer scheidet aus? Viele Fragen stellen sich die Kollegen. Und ich frage mich: Was soll das?

Natürlich könnte man argumentieren, dass die emotionsüberfrachtete Darstellung von Politik auch Menschen einen Zugang zu ihr gibt, die keine Lust auf Gesetzesvorlagen haben. Die Abstimmungen nicht sexy finden. Die lieber schmutzig Details über Miethai-Anwaltstätigkeiten wissen wollen als über künftige Leitlinien der Außenpolitik des Staates mit der nach wie vor schlagkräftigsten Armee der Welt.

Mich nervt es.

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Kleine Kleinigkeiten

Heute bekam ich ein Papier in die Hand, in dem es um eine angedachte Zusammenarbeit etc. ging. Kleiner Schönheitsfehler: auf Seite 4 stand plötzlich der falsche Kooperationspartner. So kann man natürlich auch bekanntgeben, wer sonst angefragt wurde.

Aber wer wird denn schon kleinlich sein.

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Piratenpresse

Wie immer gelten für die Pressevorführung die Sicherheitsvorkehrungen im Rahmen der Anti-Piracy-Maßnahmen.

Wat will man da noch sagen.

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Die kleinen Sachen

N24 hat sich online ein neues Antlitz gegeben. Nun gibt es viel flashbasiertes zu sehen, viel Video und etwas Community. Die bewährte Mischung aus Katastrophen, FKK, Tieren und so weiter. Und natürlich auch das ein oder andere Quiz, um Klicks zu generieren dem Nutzer die Möglichkeit zu geben, sein Wissen zu testen. Manchmal ist das aber gar nicht so einfach.

20080203_n24_woche-in-fragen.png

Was würden Sie sagen? In welcher Stadt hat die Deutsche Bahn, deren Fahrzeuge hier abgebildet sind, in dieser Woche den ÖPNV zum erliegen gebracht?

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Fundstücke

S-Bahn, heimwärts.

1 Rechnungskopie eines Mobiltelefons mit Vertragsbindung (Aktionspreis), 19.90.
1 Pfandleihschein (10 Eur). Gegenstand: Armband, 925er Silber, 35,2 Gramm.
1 Schein eines Arztes. Patient wird mit 10ml Methadon täglich substituiert.

Und an welche der beiden Adressen, die ich auf den drei Scheinen gefunden habe, schicke ich das jetzt? Oder besser dem Arzt? Ideen willkommen.

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Trivialitäten, Banalitäten, Offensichtliches

Hm. Was ich hier schreiben wollte ist eigentlich ganz banal. Trivial sogar. Ich ärgere mich über Inkompetenz bei anderen Menschen mindestens so sehr wie andere Leute sich über meine Inkompetenz ärgern. Und am meisten ärgere ich mich dann darüber, wenn ich das Gefühl habe, dass Menschen Offensichtliches nicht wahrhaben möchten, wenn Menschen über Dinge zu entscheiden haben, bei denen sie schlicht nicht in der Lage sind, fachlich fundierte Entscheidungen zu treffen.

Das sind die Momente, in denen das Fingerspitzengefühl zu versagen droht, in denen das, was man manchmal “Politik” nennt - Leuten so deutlich Wege aufzuzeigen, dass sie sie nur noch beschreiten müssen - kaum mehr möglich scheint. Wenn das Gefühl von Ignoranz gegenüber fachlicher Kompetenz der konstruktiven Lösung im Weg steht.

Das sind auch die Momente, in denen ich mit mir selbst nie in einem Meeting sitzen möchte. Auch dann nicht, wenn ich der Ignorante bin und für die anderen alles offensichtlich, trivial und banal ist. Weil sie kompetenter sind und mir die Brücken bauen müssen.

» Astra Kid - Obwohl ich anders sein will bin ich so wie ihr nur ein bisschen anders

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