Kopfschütteln 08, Ausgabe #01
Posted on 23 Januar 2008 by Falk
Der Deutsche Bundestag erkennt das Potential von Medien an, sieht aber auch die Abhängigkeitsgefahren. Die Auslöser, Mechanismen und Symptome gleichen denen anderer nicht stoffgebundener Suchterkrankungen: Durch den Konsum bestimmter Medienangebote wird das körpereigene Belohnungssystem in Gang gesetzt. Der damit einhergehende Dopaminausstoß führt zu einem gefühlten Erfolgserlebnis, auf das manche nicht mehr verzichten können.
Zu den typischen Abhängigkeitssymptome gehören ein unkontrollierter, stundenlanger Konsum, die stetige Erhöhung der „Dosis“, eine ständige gedankliche Beschäftigung mit dem Suchtverhalten, misslingende Reduzierungsversuche sowie Entzugserscheinungen bspw. in Form von Aggressivität, wenn das Suchtmittel einmal nicht zur Verfügung steht. Die negativen Folgen einer Medienabhängigkeit sind – wie bei anderen Abhängigkeitserkrankungen auch – nicht nur psychischer Natur, sondern erstrecken sich auch auf die körperliche Gesundheit und das soziale Umfeld der Betroffenen: Die Betroffenen vernachlässigen ihre eigenen Bedürfnisse, ihre beruflichen bzw. schulischen Verpflichtungen und ihre sozialen Kontakte. Sie verheimlichen und bagatellisieren das eigene Suchtverhalten und geraten mitunter sogar in finanzielle
Verschuldung.
Worum es hier geht? Um »Formen der Mediensucht wie z.B. die übermäßige Teilnahme an Chats oder Onlinespielen oder
der übermäßige Konsum von Pornografie im Internet«. Es ist ein Antrag der Grünen, namentlich von Grietje Bettin, Dr. Harald Terpe, Ekin Deligöz, Kai Gehring, Katrin Göring-Eckardt, Britta Haßelmann, Priska Hinz, Krista Sager, Uschi Eid, Elisabeth Scharfenberg. Noch ohne Drucksachenummer.


Da ist leider nicht, ich betone, nicht alles falsch dran…