ZEIT online
Ist 1. mein derzeitiger Arbeitgeber, 2. derzeit in Veränderungen begriffen, die 3. auch im Blog bei Stefan Niggemeier diskutiert werden.
Mehr möchte, kann und werde ich dazu nicht sagen. Doch die öffentliche Debatte interessiert mich natürlich.
2 sagten etwas
Ich bin sowohl Leser der Print als auch der Onlineausgabe der Zeit, der Printausgabe ungleich länger, als sie noch den vermufften Ruf einer Studienratszeitschrift innehatte. Beides ist mal mehr, mal weniger gut gelungen. Es ist gar nicht so lange her, da war der Chefredakteursposten der Wochenzeitung Zeit auch so etwas wie eine Drehtür, wenn ich mich recht entsinne. Aber über Talkshowgastgeber läßt sich bekanntlich streiten, Hermann sei dank. Mich als Leser oder Nutzer interessieren selbstreflexive Diadochenkämpfe zwischen Print-, Fernseh- und Onlineapologeten eigentlich nicht die Bohne. Hauptsache das Produkt gefällt. Dies ist bekanntlich Geschmacksfrage. War die Zeit als Printausgabe vor di Lorenzo schlechter, als es wirtschaftlich in der Phase vor Holtzbrinck auch nicht allzu Rosa aussah und man die Leser noch nicht mit diversen Lexika beglückte? Nein, war sie nicht. Ist das Onlineportal schlechter als andere? Auch da - Geschmacksentscheidung - würde ich sagen: Nein. Es ist eher besser. Spiegel Online verbreitet sich mittlerweile gerne über Boris Becker, Heather Mills und Co. Ganz vorne. Nachrichtenwert? Auf der nach Unten offenen Bunte-Skala ganz weit Unten. Sicherlich haben die mehr Zugriffe. Und das ist ökonomisch betrachtet auch der Gradmesser. Dabei komme ich aber nie umhin an den Satz von Hildebrandt zu denken: Leute, fresst Sch*** - Millionen Fliegen können nicht irren. Hätte ich jedesmal mein Abonnement im letzten Jahrzehnt gekündigt, als mal wieder ein Chefredakteur “freigesetzt” wurde, um sich “neuen Herausforderungen publizistischer Natur” zu widmen, dann würde ich ziemlich viele neue Kundennummern und Topfsets mein Eigen nennen. Vielleicht würde ich, wenn denn Herr di Lorenzo irgendwann mal geht oder gegangen wird, dann endlich auch mal Topflappen bekommen. Was das jetzt alles heißen soll, weiß ich ehrlich gesagt auch nicht so genau. Die Karawane zieht weiter. Ich fange meinen Nachrichtentag im Internet nicht auf zeit.de an. Der beginnt bei der Hamburger Konkurrenz. Aber mehr als die Schlagzeilen lese ich da nicht mehr. Ich glaube ein Engangement im Internet ist wie eine Investition in China. Wer meint, in einem halben Jahr Bäume ausgerissen zu haben, hält meistens einen Bonsai in seinen Händen. Ich hoffe jedenfalls, es ändert sich nicht alles. Das wäre schade.
geldverdienen wollen wir alle ……
… aber irgendwie sträubt sich das Medium Internet dagegen….