nicht mehr, nicht weniger.Beiträge-Feed Kommentare-Feed

Archive for Oktober, 2007

Patient schon tot, schade.

Einen guten Überblick über den Wandel der Zeitungen in Zeiten des Internets (nicht durch das Internet) gibts bei Focus online.

Die am Ende angesprochene Debatte um staatliches Sterbegeld für dahinsiechende Printtitel finde ich allerdings genauso scherzlos wie öffentlich-rechtlichen Rundfunk nach heutigem Modell oder Renditeforderungen im zweistelligen Prozentbereich.

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Macht man einfach nicht #1

XING-Profile bei del.icio.us bookmarken.

(Auftakt einer kleinen Reihe: komische Gefühle in der Magengegend bei Benutzung von Webanwendungen)

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Schirrmachers schöne Scheinwelt

Frank Schirrmacher macht sich Gedanken. Das klingt dann beispielsweise so:

Wir riskieren, die wenigen Kinder, die unsere Gesellschaft in Zeiten des demographischen Wandels hat, auf Dauer mit seelischem Extremismus zu programmieren, wenn wir nicht bald eine Debatte über pornographische und kriminelle Inhalte im Internet beginnen.

Er singt das Hohelied vergangener Zeiten, in denen die Behüteten nicht mit dem konfrontiert wurden, was die böse Welt dort draußen ihnen tatsächlich zu bieten hatte: Sex und Gewalt. Continue Reading »

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Letzten Donnerstag..

..war ich bei der Bildbloglesung im Fritzclub. Ein paar Zeilen darüber habe ich nun für kommentare.zeit.de aufgeschrieben.

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Total nützliches Bahnwissen, Folge 399

Die UMTS/GPRS-Versorgung ist im ICE-T (zB B-HH) am besten auf den acht Sitzplätzen neben dem Zugbegleiterkäfig gewährleistet. Warum sind das nicht die Bahn.Comfort-Plätze?

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Der Ordnung halber

War nicht vollkommen unbeteiligt. Auch wenn den Großteil der Arbeit sicher Nico und Ben erledigt haben. Mich findet man übrigens hier.

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Helpdesk, guten Tag

Ich glaube, es ist ziemlich passend für die Kategorie 21st Century Wahnsinn, wenn man zuhause sitzt und jemandem, der im Zug online ist, via Jabber erklärt, wie er die Sicherung der raren Steckdosen im 2er-ICE mit einem Schlüssel wieder einsetzt…

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It’s Tea Time, again

Meine Erkältungsanfälligkeit ist enorm, dieses Jahr. Keine Menschen mehr treffen könnte eine Lösung des Problems sein. Bloß, wie schaff ich das?

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Alles Pfeifen

Gestern ausprobiert: man kann Texte pfeifen. Versteht man je nachdem dann sogar besser. Zum drauf pfeifen sehr geeignet: Webers Maxe (und ähnliche Badewannenlektüre).

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Direktomat

Ich habe mir zwar noch keine abschließende Meinung zum Tempelhofer Flughafen gebildet. Aber für einen Volksentscheid bin ich auf jeden Fall - entsprechend werd ich meine Unterschrift wohl demnächst mal im Bürgeramt leisten. (Und ja, ich weiß, dass die Entscheidung für eine Behandlung eines Themas fast genauso politisch ist wie die Abstimmung selbst… bevor jemand meckert.)

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Textblasierte Kommunikation

Sprache ist so wunderbar, ich spiele einfach gern mit ihr. Fremdsprachen sind mir deshalb auch ein Greuel – in ihnen kann ich nur halb so viele, wenn überhaupt, Spiele spielen.

Manchmal scheint es wie verhext, wenn man wild mit Tinte kleckst. Ein Wort, ein Satz. Und Schicht für Schicht: so backen wir ein Schnellgedicht.

Es ist kein Zufall, dass die deutsche Sprache ihre Vielfalt durch das Falten vieler Worte gewinnt. Die Setzergeschichten waren ein kleines Beispiel der schier unglaublichen Entfaltbarkeit, die sich offenbart, so man sich zum Verfalter aufschwingt. Nehme ein Wort, und dann ein Wörtchen, macht sichs bequem an ruhigem Örtchen. Und ratzefatz, schon backt man Törtchen.

Sprache macht Spaß, und Spaß macht Lust auf Mehr. Warum nur schaffen es nur wenige Lehrer in den Schulen, die Faszinationen Wortgewandtheit und -gewalt zu vermitteln? Sprache ist die wohl mächtigste Waffe, die wir besitzen - Sprache ist Grundlage fast aller Kommunikation. Insbesondere in Zeiten, in denen wir uns schneller und direkter als je zuvor auch auf Textbasis “unterhalten”, wird die Sprachfähigkeit ein immer wichtigeres gut. Ach, Sprache. Was wärest Du nur. Sprache, ach.

Kürzlich erzählte mir jemand, eine universitäre Abschlussarbeit über das “Ach” oder das “O” in der deutschen Literatur gelesen zu haben. O, wie faszinierend. Ach, was für ein Zeitvertreib. Uff, was für ein Unfug. Sprache kommt von Sprechen, doch darauf verzichten wir zugunsten des Schreibens zunehmend. Wir sollten uns beider Formen Anwendung bemühen.

Eben fand ich ein schönes, altes Stück textblasierter Kommunikation. Es ist ein Briefwechsel, der zwischen Amt, Würde und Kurt Tucholsky spielte. Paul Löbe, nach ihm ist heutzutage einer der drei wichtigen Bundestagsbauten benannt. Ach, O, Uff.

Dieser Präsident des Reichstages ist rettungslos in seinen »Bestimmungen« verhaspelt und hat längst vergessen, daß er einmal, bis zu Gefängnisstrafen, mit Typen gekämpft hat, deren einer zu werden er auf dem besten Wege ist.

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Trendgetränk Rohmilch?

Kathrin wundert sich - und ich wunder mich gleich mit. Wer jemals wirklich die Rohmilchsiffe gesehen hat, wird da nicht unbedingt zum Fan. Wenigstens filtriert und gerührt darf sie schon sein, sonst verschluckt man sich an Gras oder Fettklumpen. Und darauf jetzt einen schönen, nicht kuheuterwarmen sondern heißen: Kakao.

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twitter.com/friendships/destroy

»Hat grad keine Zeit zum twittern.«

Genau so gehts.

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Immer fern der Liebsten

»Schatz, ich knuddel dich ganz dolle.« Montagmorgen, Berlin Hauptbahnhof. Am Zug sind viele Wochenpendler. Wochenpendler, das sind diejenigen, die große Taschen mit sich schleppen. Die in ihrem Gesicht diesen einmaligen Ausdruck haben, der beschreibt, wie wenig Lust sie auf ein Verlassen der Stadt und ihrer Liebsten haben.

Kurz vor Hamburg klingelt sein Telefon. »Ja, Schatz, ich bin gleich da.«

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Anderes Wort für teuer und ineffizient?

Ich schlage vor: Videoüberwachung.

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Deutsch rocks!

Behördendeutsch rocks alot.

KUNO ist die Abkürzung für Kriminalitätsbekämpfung im unbaren Zahlungsverkehr durch Nutzung nichtpolizeilicher Organisationen. MS-DOS, was?

Das alles und noch viel mehr

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Göttlich

Einfach nur göttlich: Das God-o-Meter bei Beliefnet. Welcher US-Präsidentschaftskandidaturkandidat erzeugt wieviel “Godtalk”? (via Top of the Ticket).

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Interessante Jobs #01

Ich stolper immer wieder mehr oder minder zufällig über Jobangebote, die aus irgendeinem grund merkwürdig sind. Beginnen wir mit diesem hier:

Das Bundesministerium des Innern sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt für das Referat “Interkultureller Dialog und Deutsche Islam Konferenz” eine/einen
Referentin/Referenten

[…] Ihr Profil: Abgeschlossenes Hochschulstudium der Theologie, der Islam- oder Religionswissenschaft […]

Das Bundesministerium des Innern fördert die berufliche Gleichstellung von Frauen und Männern und begrüßt deshalb besonders Bewerbungen von Frauen. […]

Ich glaube, ich habe Vorurteile. Beim Lesen haben meine Mundwinkel gezuckt.

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Gnn Mgnnn

Es ist ein tolles Gefühl, wenn man nach sehr wenigen Stunden Schlaf und einer langen Nacht rausgeht - und prompt auf einen Kollegen trifft.

«Schlafen kann ich, wenn ich tot bin» sangen die Lassie Singers - gefühlt könnte ich also genau jetzt schlafen.

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Das Album mit dem Scheißnamen

Jens Friebe hat wieder mal was gemacht. Das mit dem Auto ist egal heißt die Platte. Jens Friebe gibts inzwischen nur noch als wahlweise den postanalogen Bohemien, den Sohn vom Vater vom Bruder, als Sauerlandsohn. Als Musiker interessiert er offenbar nicht.

Das ist nicht ganz fair. Zwar ist die Platte nicht gerade preisverdächtig innovativ, sondern eher solider Berlin-21-Sound. Musikalisch unverkennbar dicht an PeterLicht, im Gefolge des Postneodeutschwellensynthiegenudels. Textlich etwa anderthalb Schubladen simpler - was aber nicht schlimm ist. »Plätscher, Plätscher, Plätscher, bin die neue Margaret Thatcher« könnte eine Zeile heißen (tut aber nicht).

Wer nach dem Berlin-Klischee sucht, wird bei Friebe fündig. Wenn er möchte. Etwas Gurgelsynthipopelektro. Zeilenweise mal Französisch. Unpolitisch bis knapp hinterm Würgereiz. Dann zwischendurch Textspielerlichtblicke: «Get on the mike - mach dich bereit - Du bist ein toter Rockikonen-look-alike». Hurra! Kann es ja doch.

»Neues Gesicht« ist zwar recht rockig. Aber dass er ein neues braucht, weil er sonst keins mehr hat.. Hmm. Ja. Sicher, doch. «Mit meinen Augenrändern, oh Doktor, können Sie das ändern?». Besonders grenzwertig schlägt «Nothing matters when we are dancing» aufs Gemüt. Hatte ich nicht schon immer ein Faible für den Stil der Münchner Freiheit? Nein. Macht aber nichts. «Party» entschädigt für fast nichts. Weil es ein schwülstiger Schlagerhit ist. Ehrlicher Schlagerscheiß. Wulstschwulstknallwurst.

Hintendran dann die obligatorische Zugabe: «Neues Gesicht» als Gitarrenheldversion. Warum er das Album nicht direkt so aufgenommen hat, wird für immer sein Geheimnis bleiben. Wenn ihn nicht jemand fragt.

Nächsten Samstag im Festsaal Kreuzberg.

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Googletreffer: Einer

Selten geworden. Eine Liedzeile eines großartigen Liedes führt nur zu einem einzigen Googletreffer: »Das Pony steht vor der Tür - ich hab alle Zeit der Welt.«

(Lassie Singers - Leben in der Bar)

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Hat jemand etwas dagegen..

..dass wir 2007 genau jetzt beenden und auf 01. Januar 2008 umschalten? Dann können wir die Lebkuchen auch wieder aus den Regalen nehmen.

» Lassie Singers - Ist das wieder so ‘ne Phase

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Gläserner Bürger als Schutz

Hasan Elahi ist die Zukunft. Irgendwie. Er ist sich sicher nichts, wirklich nichts zu verbergen zuhaben. Und weil US-Sicherheitsbehörden bereits durchblicken ließen, dass sie das anders sehen, geht Elahi in die Offensive: unter trackingtransience.net/ (zu Deutsch etwa «Vergänglichkeitsverfolgung») kann ihn jedermann überwachen. Denn Elahi hat Angst - vor dem Staat.

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Geschichte-Gedichte

«Es war nicht alles schlecht» gesagt
«War alles nicht so schlecht» gedacht
«Schlecht war das alles nicht», na sicher
«War besser früher» - ich, ich kicher.

(Disclaimer: Ich habe noch nie in der früher sogenannten SBZ gewohnt)

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Worüber man sich wundert

Gestern per Jabber: «dich gibts auch noch?»

Ich habe dafür auch keine Erklärung, nein.

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Gelacht

Über die Meldung, dass DaimlerChrysler und Sony vielleicht wirklich ihre Gebäude am Potsdamer Platz verkaufen wollen. Über die Höhe der Summen, die genannt werden.

Potsdamer Platz - eine der unangenehmsten Stellen Berlins. Da will man nicht hin. Da will man nur weg. Ungemütlich. Übertouristisch. Vollkommen uncharmant. Kalt. Angewandte Hypeberlin-Architektur für gelackte Affen. Bäh. Vielleicht hilft ein Rückbau?

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Vier Minuten

Die durchschnittliche Haltbarkeit unserer Engagements beträgt vier Minuten. Eine zum Ausdenken, eine, um zu sagen, was man dafür alles braucht und damit doch erreichen könnte. Eine weitere um die ersten Zweifel zu streuen, ob sie wirklich umsetzbar sind. Und die vierte ist dafür reserviert, dass wir uns eingestehen, dass die Zeit für sie noch nicht reif sei.

Den Rest des Tages bilden wir uns ein, dass wir die Welt verbessern wollten.

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Gemütsplaylist #39: Parole Potemkin

It is better to remain silent and be thought a fool than open your mouth and remove all doubt.

(angeblich Lisa Simpson)

Ich arbeite weiter an letzterem. Deshalb gehts jetzt auch wieder weiter hier. Grafik oben wird bald ausgetauscht. Berliner Herbst ist 2007 genauso schiete wie der 2006er. Tolle Kastanien. Tolle Farben. Etwas zuviel grau. Stürzen wir also, uns in die Arbeit und sonst vielleicht auch ein bisschen ins Verderben.

» Britta - Büro Büro

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