Off.
Für unbestimmte Zeit kein weiteres Bloggen mehr hier.
nicht mehr, nicht weniger.Beiträge-Feed Kommentare-Feed
» Die Sterne - Was hat dich bloß so ruiniert
» Sender Freie Rakete - Uncool
» Tocotronic - Verschwör dich gegen dich
Arbeiten hilft.
Mal schauen. Wäre ja schon ganz schön. Mir zwar zu US-zentriert, weils ein globales (= in den Ländern, in denen es überhaupt möglich ist) Problem. Aber immerhin ein Anfang.

Unter dem grünen Sonnenschirm sitzen modisch in beige-matsche-grün gekleidete Menschen und passen auf, dass niemand nach Usbekistan kommt, der da nicht hingehört.
Wenn der Whisky alle ist, kann man keinen Whisky mehr trinken.
» Element of Crime - Delmenhorst
Woran lässt sich der Grad der Automatisierung bestimmter Abläufe messen? Am besten auf individualempirische Art und Weise. Man nehme einen beliebigen Ablauf. Zum Beispiel den Weg zum Zug morgens. Aus dem Haus gehen, in die Bäckerei, zwei Croissants einsacken, zum Kiosk, in den Bus, zum Bäcker im Bahnhof einen Kakao kaufen, aufs Gleis einsteigen und Platz suchen. Das kann alles sehr lange dauern.
Oder auch kurz: Heute morgen aus dem Haus gekommen, beim Bäcker gabs die zwei Croissants schon bei meinem Anblick, ich hab das Geld passend gehabt. Dann zum Kioskman, guten Morgen sagen und einen schönen Tag wünschen, in den Bus hüpfen, am Bahnhof die lange Schlange beim dortigen Bäcker sehen - und der Bedienung einmal freundlich zunicken. Statt 20 Leute abzuwarten stand plötzlich ein Kakao vor mir - das Geld hatte ich eh schon passend in der Hand. Runter aufs Gleis, an der “üblichen Stelle” eingestiegen und den “üblichen Sitzplatz” besetzt. Strom anschließen, Mobiltelefon an den USB-Stecker klemmen, online gehen, bloggen. In wenigen Minuten erreichen wir Berlin-Spandau.
Ich hab die Headerleiste dieses Blogs gesäubert: Flickr und Upcoming sind jetzt rausgeflogen, stattdessen sind jetzt Wevent für Termine und 23hq für Fotos drin. Außerdem das Facebook-Profil, das hier seit anderthalb Jahren schlummerte. Neuerdings leben da Menschen.
20 Uhr bei Newthinking in der Tucholskystraße 48 (U O-Tor oder Weinmeisterstraße + laufen; S Oranienburger Straße): Markus Beckedahl bat mich darum, die Vorstellungen zu moderieren. Das könnte - angesichts der Vorstellungsvorhaben im Wiki - tendenziell lustig werden.
Früher sprach man vom Politbüro. Heute von Office Politics.
Schönen Sonntag.
..will ich Landschaftsgärtner sein.«
Ein ziemlich Element-of-Crime-lastiges Wochenende geht langsam zuende. Dazu ein bisschen Kante gemischt. Einfach gute Musik zum Arbeiten.
1. Die Realitätsnähe eines Projekts verhält sich reziprok zur Zahl der dazu stattfinden Meetings.
2. Die Realitätsnähe eines Projekts verhält sich zur Entwicklungsgeschwindigkeit des darauf folgenden Projektes wie die Augenringdimension zum Schlaf.
3. Die Verfügbarkeit guter [insertrandomskillhere] nimmt proportional zum Hype ab. (Wenn man das ganz genau nimmt, sind wir schon hinter dem Platzen)
4. Namen werden auch nicht einfacher. Neulich hat jemand ein Kind schon “Merlin” genannt.
Fritz J. Raddatz klagt an:
Wir wollten, ICH wollte, keineswegs die DDR abschaffen, sondern wir meinten, das innere Gesetz, dem sie ihre Existenz verdankte – Zwang jeglicher Art –, abschaffen, die Existenz aber bewahren zu können. Wir wollten ein bisschen schwanger sein. Schwanger mit hochfliegenden Ideen, mit Plänen zu freiheitlichem Gebaren auf kleinem Gebiet, ohne das darüber errichtete Gebäude der Unfreiheit ins Wanken zu bringen. Was im Übrigen zeigt, wie wenig »Marxist« wir alle waren – als könne man den Überbau verändern, ohne die Basis anzutasten. Der einzige wirklich geschulte Marxist, Wolfgang Harich, der bei gelegentlicher Teilnahme auch am grundsätzlichsten diskutierte, stellte diese Basis infrage – und durfte das mit acht Jahren Zuchthaus bezahlen.
Mein Versagen als Bürger der DDR - sich selbst.

Angeblich haben Journalisten eine geringere Lebenserwartung als die meisten anderen Akademiker.
Anders kann man kaum nennen, wie die Bundesanwaltschaft Tatvorwürfe gegen den Soziologen Andrej H. konstruiert. Leider vermutlich aussichtsarm, aber gefühlt ein Fall für §344 StGB.
(Und nein, ich halte von der «mg» rein überhaupt nichts)
» Kante - Die Wahrheit
» Vapors - America
» Interpol - The Scale
Die sehr geschätzte Kathrin Zinkant bloggt bei meinem Brötchengeber über Gesundheitsthemen. Warum sie das tut, erklärt sie so:
Sie glauben, sie seien gesund? Vergessen Sie’s! Sie ernähren sich falsch. Sie schlucken die verkehrten Pillen. Sie schlafen zu lang oder zu kurz. Sie bewegen sich nicht richtig. Sie sind ein Mensch. Nur dieses Blog kann Ihnen helfen.
Da werden Sie geholfen!
Wenn man im Zug davon geweckt wird, dass der Gegenüber einen anstupst und darum bittet, die Kopfhörer leiser zu machen.
Mein koreanischer Verehrer ohne Fremdsprachenkenntnisse bleibt hartnäckig. Nachdem er von 8 bis 17 Uhr heute ca. 25 mal anrief, scheint er gerade sein Bett verlassen zu haben. Stets klopfen höhlt das Schwein… Jetzt verstehe ich zumindest, wie Südkorea sich binnen weniger Jahrzehnte von einem, sagen wir mal, Schwellenland zu einem High-Tech-Vorzeigeparadies entwickeln konnte: mit ganz viel Penetranz.
Kann man eigentlich am Moby gewisse Nummern automatisch abweisen lassen? Oder weiß einer, was auf koreanisch «Du nervst!» heißt? Oder: «Hör auf oder ich ruf den Chef in Pjöngjang an»?
Das Entsetzen war groß über das Besetzen der Insel, versetzt hatten die Setzlinge ihre Satzung, während die gesetzten Letzten die sitzenden Verletzten schätzten.
Die Vergrätzten unter ihnen setzten den Gesetzen in der Setzerei Denkmäler, der Absatz von Schatztruhen erlitt Umsatzeinbußen, während Schätzings Aufsatz über aufgesetzte Spatzen von den Kritikern seziert wurde.
Der Durchsatz der Netzwerke litt unter der Umsetzung von Versatzstücken, die als Fetzen den Mäzen verpetzten.
Daraufhin wurde eine Entsatzungsarmee eingesetzt, die bis zuletzt, als ihr Vorgesetzter gemetzelt, die Zeit zur Satzsuche nutzten.
Schicke Buchrezension in der FAZ: Lawrence Wright, „Der Tod wird euch finden“ (Original: The Looming Tower); über die ganz menschlichen Unsäglichkeiten und Unmöglichkeiten, Idiotien und wenig heroischen Seiten des Terrorismus und Counterterrorisms. (via wirres)
Heute zum ersten mal seit langem wieder den Fragebogen auf politicalcompass.org durchgespielt. Ergebnis: Libertärer als Robert Mugabe und Rechts von Nelson Mandela. Bin ich jetzt die neue Mitte?
Ick trinke dir: offizielles Gesöff der größten Bullettenbratkette der Welt.
Könnte man jetzt dranschreiben. Denn die Limonadenbrauerei aus der Rhön fertigt nicht nur seit kurzem in Plastikflaschen (schmeckt übrigens tatsächlich anders - imho schlechter), nein, sie wird künftig auch McD mit Holitschi-Limo beliefern. Expansion, Expansion, konsequentes Weltverbessern durchs Prinzipienverwässern. Der Marsch durch die Inquisitionen ist damit nach dem schon eher zweifelhaften neuen Werbeslogan definitiv angetreten. All news is good news, könnte man denken.
Sehr schick aber dieses: Im berichtenden taz-Artikel macht uns ein Vermarkter vor, wie Onlinewerbung funktioniert. Artikel über Bionade, Werbung von Coca Cola.
Sonntags morgen, viertel nach Acht, klingelts Telefon, mitten in der Nacht..
..und wer ist das? Ja, genau. Verwählt. Ein Anruf aus Südkorea, sagt mir le Internet. Dort ists immerhin schon später.
[Update anderthalb Stunden später: Offenbar scheint man sich in Südkorea sicher zu sein, die richtige Nummer zu wählen. Spricht aber weder Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Schwedisch oder Russisch. Um Ruhe zu kriegen habe ich jetzt das Telefon ausgestellt. Penetrant.]
Christian versprach mir einen seltsamen Film. Einen, der anstrengend ist. Der lang ist. Und der trotzdem gut ist.
State Legislature ist über dreieinhalb Stunden lang. Er zeigt Auszüge aus Wirken und Würgen der Legislative im Staate Idaho 2003. Klingt das nicht prickelnd?
Streckenweise ist der Film so anstrengend, dass andere Besucher eingeschlafen sind. Aber er zeigt unkommentiert, wie in Idaho Gesetze entstehen, wie Vorlagen diskutiert werden, welche Modalitäten es gibt, welchen unglaublichen Stolz auf die Historie und ihre Errungenschaften die Parlamentarier und Einwohner in sich tragen. Und er zeigt, wie aktiv die Bürger in den Gesetzgebungs- und Entscheidungsfindungprozess einbezogen werden. Welchen Einfluss Verfahrensregeln haben, wie häufig die Frage des Respekts vor Amt, Würde, Tradition und Geschichte eine Rolle spielt.
Wer nach diesem Film keine Lust bekommen hat, selbst mehr Politik (auch in Institutionen!) zu machen - er zeigt sehr anschaulich, wie menschlich und mit normalem Wasser kochend Politik funktioniert - der ist wohl vollkommen resistent. Es ist ein Film, der von Respekt getragen wird. Respekt vor der Arbeit und den Menschen, die offensichtlich viel Respekt voreinander und anderen Meinungen haben. Dass dies teilweise tragikomisch wirkt, liegt nicht am Film - sondern nur an seinem dokumentarischen Charakter: That’s real life.
Danke an Christian für den Hinweis.
Gesehen, dass sich einige Studenten der Hochschule Darmstadt mit «Crossmedialen Redaktionen» beschäftigt haben.
Gelesen, dass man sich bei einem dänischen CMS-Anbieter für die Unterstützung bedankt.
Gschmäckle, als ich gesehen habe, dass auf der entsprechenden Seite ein Stück zu finden ist, das wie folgt angeteasert wird:
Neuartige Redaktionssysteme, die Konvergenz voll und ganz unterstützen, sind in Deutschland noch nicht installiert”, sagt CCI-Manager Siamak Forouhi. Wir sprachen mit dem Experten über die Zukunft der Redaktionen und Redaktionssysteme.
Gedacht, dass man in Darmstadt die *!*§≠]’¬∆! gegenüber «freundlichen Sponsoren» gleich mitlernt.