Gemütsplaylist #34
» Madness - One Better Day
» Richard Ashcroft - Why do Lovers?
» Ulla Meinecke - Junimond
nicht mehr, nicht weniger.Beiträge-Feed Kommentare-Feed
» Madness - One Better Day
» Richard Ashcroft - Why do Lovers?
» Ulla Meinecke - Junimond
Musik ist hochgradig manipulativ. Zumindest bei mir, was ich mir durchaus zunutze mache. So gibt es Termine, zu denen will man ruhig und entspannt erscheinen. Da kann man zum Beispiel Morcheeba hören. Und es gibt solche, bei denen man lieber etwas energischer auftreten möchte. Ich bringe mich dann meist mittels MP3-Player in Stimmung, ein paar Schritte draußen und dann rein in die gute Stube. Kuschelkurs nach Punkrock? Niemals.
Musik beeinflusst meine Laune, mein Auftreten, reguliert meine Aggressivität. Weshalb ich gerne Funny van Dannen höre: Menschenverachtende Untergrundmusik. Er beschreibt in dem Stück ebendiese Möglichkeit, sich mit Musik aufzuputschen oder wieder runterzuholen. Und wenn man ihn so hört, dann muss man lachen. Ist ja auch gesund, irgendwie.
Sieht so aus:
Der Generalsekretär der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands, Hubertus Heil, spricht am kommenden Samstag, dem 30. Juni 2007, auf dem traditionellen Erdbeerfest des SPD-Ortsvereins Suderwich in Recklinghausen.
Viel Spaß.
«Es gebe Hinweise auf Selbstmordattentäter, die aus dem afghanisch-pakistanischen Grenzgebiet eingesickert seien, hieß es. Die Aufklärungsergebnisse ließen vermuten, dass es sich um Männer mit Kampferfahrung handle.»
Heute schreibt Löwenstein über die erwartbare Verlängerung des Tornado-Einsatzes in Afghanistan. Hervorhebungen von mir.
» Die Toten Hosen - Niemals einer Meinung
» Farin Urlaub - Glücklich
» Herrenmagazin - Lilly Lametta
Der Kriminologe Christian Pfeiffer ist offenbar der einzige Kriminologe, der Journalisten einfällt, wenn es um Gewaltdelikte geht. Ob das eine gute Sache ist? Alexander Svensson meint begründeterweise: nein. Full ack.
Total wichtige deutsche Schauspielerinnen zeichnen sich dadurch aus, dass sie total wichtig große Sonnenbrillen tragen und sich am Handy nur mit “Hallo” melden. Nä. Doll. Wichtig. Offensivste Form von “Nicht angucken, bin Star.”
Habe jetzt auch erstmal die Alben, die ich habe, die es bei iTunes+ gibt, in der schöneren Variante nachgeladen. Hm. Beim stöbern ist mir dann aufgefallen: der ITMS lässt sich echt miserabel nutzen, wenn man nur “+”-Songs durchstöbern möchte.
Endlich ein neuer Termin für eines der nettesten zwonulligen Kuschelgruppenevents.
..und dann holt man sich ‘ne dicke Erkältung. Super-Sommer 2007. :-(
Ich nicht: seit dem letzten größeren Update schafft mein MacBookPro Temperaturen, die sind fabelhaft. Neulich einmal die 84°-Marke gerissen. Celsius, wohlgemerkt. Wie gut, dass es sonst kühl ist.
Ich glaube, dass die einzige Community-Idee die wirklich funktionieren dürfte eine “Wie geht das?” im Umgang mit Ämtern, Versicherungen etc. ist. U2U bzw. G2U bzw. B2U. Dürfen ja ruhig mitmachen und helfen.
Ich mach seit Wochen nervigen Kleinstpapierkrieg. Und verstehe so langsam, warum es so viele Finanz-, Versicherungs- und Steuerberater gibt.
Tagen und kämpfen
Einen krasseren Widerspruch kann es nicht mehr geben: Auf der einen Seite tagt man piekfein in “tiefsten Frieden” über Probleme, Gewalt und Kriege auf dieser Erde und nur wenige hundert Meter weiter schlagen wir uns die Schädel ein. Die sollen doch einfach mal hier herüber kommen und sich das mit anschauen. Dann würden sich viele Probleme dieser Welt von ganz alleine lösen. Versteh dass wer will, ich kann das nicht.
Steine, Mollis, Krähenfüße, Hubschrauber, ! Unsere kleine Welt beschränkt sich weiterhin auf Trinken, Schatten, Laufen, Handeln.
Bei stern.de schreibt Ingolf Boldt, Bereitschaftspolizist, über “sein” Heiligendamm. Ich kann da nur Mitleid haben. Und die Frage stellen: warum macht man etwas, das man nicht versteht? Pflichterfüllung und Gehorsam sind preußische Tugenden – und über deren Qualität kann man nicht streiten. Man kann sie nur geringschätzen. Ich für mich möchte keinen Polizisten haben, der blind agiert, weil man ihm befiehlt. Die Polizei als exekutiver Arm des demokratischen Staates darf solch ein Rollenverständnis nicht aufbringen – denn Demokratie kann nur als gelebte eine ebensolche sein. Auch und gerade in den Institutionen.
Auf dem Hamburger Hauptbahnhof hab ich vorhin etwas Grünes entdeckt. Stellte sich heraus, dass es zwei Bundesgrenzschutzuniformen waren. Steckten zwei Leute drin, zwei Pistolen dran und im Gürtelchen die beliebten Tonfas, «aber, da brauchts man eine Ausbildung für, sonst darf man die im Dienst net tragen!»
Kam mir irgendwie komisch vor. Bahngleisbambule? Grünfarbene Bundespolizei? Unverkennbar fränkischer Dialekt? Hab sie gefragt, woher sie kommen und was hier - da - so - tun, halt. Wirkt ja ganz schön martialisch, so ein Dreiwochenexport aus Bayern. Wollten aber eigentlich nur heim.
Kann man verstehen – sieht nämlich nicht übermäßig intelligent aus und macht auch nicht sonderlich sympathisch, so eine Montur. Merkten sie auch. Und fragten mich ganz lässig, ob ich schonmal so ein Teil abbekommen hätte. Meinte ich: nee, aber dann könnte ich darüber ja wenigstens schreiben. Leider mussten sie an der Stelle dringend weiter. Schade, irgendwie. Nette Leute, diese Exportschlager.
Ich war letzten Freitag in Amsterdam und habe mir TheNextWeb angeschaut. Einige der berichtenswerten Dinge habe ich bei meinem Brötchengeber in Worte gegossen.
Ich schreibe gerne. Und schreibe wenig. Wenn ich schreibe, schreibe ich oft zuviel. Ich weiß, wie man schreibt, damit es für andere Menschen lesbar ist. Weiß, wie man Spannung aufbauen kann – oder sie verflachen lassen kann.
Ich will fast immer etwas schreiben. Ich will viel schreiben. Aber nicht irgendwas. Sondern über die Dinge, die mir wichtig erscheinen.
Manche Worte gefallen mir. Andere weniger. Möchte ist so eines, das mir nicht gefällt. Ich möchte einen Text schreiben? Nein! Niemals. Ich will. Und wenn ich etwas will, dann schaue ich, ob und wie das möglich ist. Wollen ist toll. Wollen ist ein Ausdruck dessen, was man oft nicht auf Anhieb rational begründen kann. Man kann etwas Essen wollen (das habe ich gerade getan). Man kann etwas mögen wollen. Ich mag vieles. Und trotzdem möchte ich wenig, will aber vieles.
Der innere Konflikt über den eigenen Anspruch, über das Wollen um es am Ende zu mögen, er ist eine Hürde. Wieviel Aufwand muss man in eine Geschichte stecken? Wieviel Zeit? Ist das wirklich wichtig? Sind meine Gedanken dazu kausal logisch, die Schlussfolgerungen korrekt? Wieviel muss ich erklären? Ist es zu voraussetzungsvoll? Zu seicht? Fragen plagen.
Am Ende schreibe ich selten. Vielleicht besser so. Sollte ich eigentlich mögen. Will ich aber nicht.