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Gelesen und für gut befunden

Posted on 25 April 2007 by Falk

Als PDF gelesen: der Artikel Braune Schatten. Die ungeliebte Vergangenheit des Spiegel in Berliner Journalisten 01/2007. Sehr lesenswert, welche Figur aus dem NS-Staat wann und wie mit dem Hamburger »Nachrichtenmagazin« (das Wort ist eine Kunstfigur aus eben jenem Hause) verbandelt war. Warum erst jetzt?

Als ich 1992 dank Augsteins Leichtsinn dieser postumen NS-Verbandelung des Spiegel auf die Spur gekommen war, nahm die Feuilleton-Redaktion der Zeit einen Artikel an, den ich über meine allzu späten Erkenntnisse – 1966 bis 1972 war ich selbst Medienkolumnist des Spiegel – geschrieben hatte. Theo Sommer, der heutige „Editor-at-Large“ und damalige Chefredakteur der Zeit, untersagte die Veröffentlichung mit dem nicht völlig richtigen Argument, so etwas könne man auch über die Frühgeschichte der Zeit schreiben.
Mein Artikel erschien in konkret und blieb wirkungslos.

schreibt Otto Köhler. Ja, auch bei der ZEIT gab es solche Fälle («Der Mann, der bei der Zeit Ernst Krüger war». Aber das Dickicht an persönlichem Geflecht und Protektion, das es laut Köhler beim SPIEGEL gegeben haben soll, erscheint mir einmalig. Ich hoffe, dass der Artikel auch online geht.

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