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Archive for Januar, 2007

Klickblick am 31.01.2007

Einfach mal testhalber eine kleine Zusammenschau, was wer wo wie schreibt.

sueddeutsche.de:

Die Handybenutzung sei hirntumorfördernd, ist der Aufmacher der Münchner Kollegen. Dazu gibt es allerlei Sport, Castro, einen Artikel über die SPD und das Briefmonopol, Immobilien-Erbschaft, Borat, Camilla Parker-Bowles, Partnerbörsenabzocke, Wie man Wäsche energiesparend wäscht und die Entwarnung: “Kein Kaffee-Verbot für Schwangere”. Bei der Lufthansa muss man sich dafür anschnallen, Hans Riegel verlässt mit seiner Gummibärenbande die Bundesstadt Bonn und Jan Ullrich will vielleicht eventuelll doch noch einen DNA-Test abliefern.

fr-aktuell.de:

Komplett anders die Meldungen der Frankfurter Rundschau: Merkels Autofreundlichkeit, der Untersuchungsbericht zu den Vorfällen im KKW Forsmark und Hubbles Erblindung sind die Aufmacher. Ergänzt werden diese vom Rauchverbot (Länder: dafür), geplanten Protesten bei Airbus, Handball und dem Bröckeln der chinesischen Mauer durch sorglose Besucher und Anwohner. Außerdem gibts Harald Schmidt, Georg Milbradt, Höhenangst, TÜV-Statistik. Und natürlich den Lokalteil: Kamin-Kehren wird in und um Frankfurt teurer. Lesenswert: die Debatte um die “besonderen Bezoehungen” zwischen Bundesrepublik und Israel und Viktor Funks Artikel zu neuen Netzöffentlichkeiten.

faz.net:

Aufmacher ist eine Probeabstimmung zur Gesundheitsreform: mehr als 50 Neinstimmen soll es für das Werk gegeben haben. Darunter Handball, Bettkarrieren in der chinesischen Filmindustrie, FC Bayern. Abgasmerkel, Rente-mit-67-Proteste, Arbeitslosenzahlen, Stoiber und Saudi-Arabien gehen darunter Hand in Hand mit “Dax dürfte zunächst etwas zögerlich tendieren” (auch Wirtschaftsjournalisten haben ihre Stilblüten), Kinderarmut und Monopoly in kensington. Sidney Sheldon ist tot und Jens Tiedtke – wer ist Jens Tiedtke? Ach, ein Handballer! – hat auch kaum noch Muskeln. Nike dafür umso mehr. Sind das alles nur Phantomschmerzen im Klimakollaps?

welt.de

Im Fall EL Masri hat die Staatsanwaltschaft München 13 Haftbefehle erlassen, die USA beschuldigen den Iran verdeckter Aktionen gegen US-Soldaten im Irak und die Telekom versucht, Konkurrenten mit unlauteren Mitteln die Kunden abzuwerben. Der König vom Bökelberg Jupp Henyckes muss gehen und Castros Vertragsauflösung lässt weiter auf sich warten. Dazu macht welt.de wieder einmal “lesen Sie mit uns Fernsehen”: Dieter Bohlen, ein Interview mit dem als RAF-Terrorist verurteilen Christian Klar und Maischberger im Sabsi-Nachfolge-TÜV. “Extrem Activity ist, wenn ein pummeliges Hawaiihemd „Ixtriihm!“ quietscht”, lautet eine Überschrift. Was damit gemeint ist, wissen nur der Liebe Gott und Autor Dirk Oetjen. Das ZDF will für HDTV mehr Geld, das niederländisch-britische Stahlunternehmen Corus ist an Inder verkauft worden und Microsoft soll JPEG killen wollen. Sagt die Welt. HD Photo solle JPEG als Format ablösen. Ob Microsoft noch die Marktmacht hat, so etwas durchzudrücken? Die enorme Informationsmenge auf welt.de findet sich sogar in der Kulturrubrik wieder: Vista-Ästhetik, Obermaier, Sheldon und Herrn Høegs Gespür für Aggression in Liebesverhältnissen. Biogas soll Erdgas verdrängen, Kia die europäischen Autobauer und Stilfrage ist laut Eigenauskunft eine Rubrik, die “Begriffe, die fast jeder kennt, von denen viele aber doch nicht wissen, was sie bedeuten” erklären soll. “Diese Woche: Bis zur Rose abziehen.” Kennt natürlich fast jeder, diesen Begriff. Und muss ihn sich dringend erläutern lassen.

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QOTD

«Russische Atomreaktoren werden gelegentlich wegen Unregelmäßigkeiten beim Betrieb vorübergehend vom Netz genommen.»

Was will uns dieser Satz sagen?
a) dieses Vorgehen ist ein russischer Sonderweg
b) es kommt gelegentlich in russischen Atomreaktoren zu Unregelmäßigkeiten
c) die Meldung ist von 7:26?

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Das wohltemperierte Weblog

Eine kleine These: Weblogs und Ähnliche sind nichts anderes als der aus individuellen Präferenzen gebildete, wohlselektierte Filterkaffee unserer Zeit.

Der eine kocht ihn mit Jacobs Dröhnung, der andere lieber mit fairer Hochlandbohne. Der andere nimmt sieben Löffel pro Tasse, der eine hätte gern auf der Zunge das Gefühl eines zarten Hauchs von Bitterstoffen. Das sind Präferenzen, jeder hat für sein persönliches Interesse sicherlich sogar eine Begründung, auch wenn er sie nicht unbedingt immer und jederzeit formulieren kann.

Doch damit ist beim Kaffee ja noch lange nicht Schluss. Hat er den Herstellungprozess durchlaufen, wandert er in Kannen, Tassen und schlussendlich auch in erdferne Regionen der menschlichen Nahrungsverarbeitungsapparatur. Bevor aber dieses wohlige Gluckern im Magen einsetzt, streut sich der eine noch etwas Zucker hinein, der zweite gibt einen Schuss Milch dazu, der dritte nimmt lieber Sahne.

So verhält es sich auch mit den Weblogs: nicht jedem schmeckt alles. Zutaten, Zubereitung, auch die Temperatur sind Fragen, über die man sich jedes mal neu Gedanken machen kann (aber nicht muss). Damit Kaffee und Kaffee auch morgen noch unterscheidbar sind. Was in diesem Kaffeegleichnis ein Trackback ist, das klären wir dann morgen. Ich trinke übrigens schwarz.

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Hamburger Salzstangen

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Stillleben am gestrigen frühen Abend.

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Strickberry

Eben im Zug zum ersten mal ein Stricktäschchen für einen Blackberry gesehen. Leider keine Möglichkeit für ein unauffälliges Foto gehabt.

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Jenseits von eben

[14:24] A: Grüß Gott
[14:25] B: da komm ich gerade wech.

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Bahnen im Wind

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Bislang habe ich morgens aus dem Fenster geguckt, um zu schauen, ob ich eine Jacke brauche oder welchen Mantel ich überwerfen soll. Nun schaue ich hinaus und prüfe die Wolkengeschwindigkeit, um meinen Abfahrtsbahnhof zu ermitteln.

Wann richtet die Bahn für Benutzer des Lehrter Bahnhofs einen kostenlosen Kurznachrichtendienst ein? Wäre sehr freundlich und nützlich.

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Stell dir vor.. #1

..dass es im Himmel keine Kaffeemaschine gibt.
..dass man dort keine Verwendung für seine Payback-Karte hat.
..dass die Hölle zwar eine Kaffeemaschine, aber nur Jacobs Krönung hat.

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Glasdach im Keller

Onlinejournalismus kann sehr schnell sein. Aber manchmal sollte man als Schreiber auch verzichten können:

Gerkan und Mehdorn liegen wegen des Prestigebaus im Clinch, weil auf Anordnung Mehdorns das Glasdach im Untergeschoss nur in verkürzter Form realisiert wurde.

heißt es bei SpOn. Was nichts anderes heißt, als dass der Verfasser
a) keine Ahnung vom Thema
b) den Lehrter Bahnhof (Hbf) nie gesehen
c) wenig geschlafen hat.

Oder alles drei: An diesem Satz stimmt, dass Gerkan und die Deutsche Bahn im Clinch liegen, dass es auch um ein verkürztes Glasdach und um eine bauliche Veränderung im Untergeschoss geht. Aber: selbst die Bahn baut kein Glasdach in den Keller.

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Scharfe Worte

Jochen Bittner hat offenbar keine Lust gehabt, um den heißen Brei im “Fall Kurnaz”, der längst ein “Fall BND+BReg” geworden ist, länger herumzureden:

Diejenigen, die damals für diese ungeheuerlichen Aktionen verantwortlich waren, haben bewiesen, dass sie für politische Ämter, an denen das unmittelbare Schicksal von Menschen hängt, nicht geeignet sind. Sie müssen zurücktreten.

Es sind dies:

August Hanning, damals BND-Chef, heute Staatssekretär im Innenministerium.
Ernst Uhrlau, damals Geheimdienstkoordinator im Kanzleramt, heute BND-Chef.
Und höchstwahrscheinlich auch Frank Walter Steinmeier, damals Kanzleramtschef, heute Außenminister.

Selten deutliche Worte. Die davon zeugen, dass mit Unschuldsvermutung bei diesen Kandidaten nunmehr Essig ist.

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Gebt die Augenringe frei!

Petition zur ersatzlosen Streichung des OlymSchG. Warum den Coca Cola™-Spielen Sonderschutzrechte gewähren? Staatsverschlankung fängt mit den Gesetzbüchern an.

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Podcamp #6: Gehäufte Eindrücke

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Gestern Abend noch in die C-Base geschneit. Zwei Bands, Bier und Schunk später fand ich die Prügelorgie, die die zweite - sehr nette - Band Mopedstern synchron an den Wänden begleitete einfach nur großartig.

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Auf dem Rückweg mit Thomas Wanhoff an der Jannowitzbrücke ein seltsames Schauspiel beobachtet: eine Grüne-Minibus-Minna fuhr vor, die Seitentür flog auf, vier joggende Polizisten in Einsatzmontur. Sie rein in die S-Bahnstation, wir langsam hinterher. Plötzlich kamen sie wieder heruntergejoggt vom S-Bahngleis, ab in den U-Bahn-Bereich. Und drei Minuten später joggten sie wieder über den S-Bahnsteig. Verwirrende Taktik.

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Am nächsten Morgen viel zu spät wachgeworden, was aber sicherlich nicht geschadet hat. Irgendwann am Nachmittag mal Richtung TFH gestolpert. Dort mit Teil 2 der Datenformate wieder gestartet. “Eigentlich ist ID3 noch gar nicht Web 2.0-tauglich”, sagt Tim Pritlove. Er fordert unter anderem eine “Steve Jobs Voodoo Doll.” Und natürlich besser definierte Standards, an die sich die Welt am besten auch noch hält. Insbesondere die Fehlan- und -verwendung von RSS ärgert ihn. Zumindest ein bisschen.

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Podcamp #5: Politische Kommunikation + Podcasts

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Markus Beckedahl hat zur Politische Kommunikation-Session aufgerufen. Seine These: nicht der Merkelcast oder ähnliches seien das Interessante, sondern die Möglichkeiten etc. für Nichtregierungsorganisationen und andere Interessengruppen. Als Beispiel führt Markus Beckedahl an, wie der Chaos Computer Club zur Kopierbarkeit von Fingerabdrücken ein Video erstellt und via Netz vorwiegend an Fernsehsender verteilt hat. Thomas Wanhoff wendet ein, dass immer noch der Mediengatekeeper notwendig sei. Nicole Simon schlägt vor, dass doch auch Interessengruppen sich selbst darstellen.

In der Diskussion kristallisieren sich einige Punkte heraus:

  • Weder Politik noch NGOs sind da schon angekommen, wo die Diskussionsteilnehmer sie gerne hätten
  • Was fehlt, sind auch und gerade erklärende Stücke (”politische Sendung mit der Maus”)
  • Einwand: Unterhaltung = “unten halten”
  • Eine grundlegende Frage ist: sind wir Personal Benefit-getrieben?
  • Auch die Frage nach mobilen Ansätzen ist spannend
  • Konsumenten und Produzenten sind kurzfristig keinesfalls mehr als teilidentisch
  • Auch die Frage Aktivismus und der Notwendigkeit persönlicher Betroffenheit wird diskutiert

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Podcamp #4: Daten- + Containerformate

Tim Pritlove gibt einen Überblick über den aktuellen Stand und die aktuellen Entwicklungen im Bereich Containerformate. So sei zum Beispiel AVI als Format eine reine Katastrophe, OGG unterdokumentiert. Er verweist auch auf die Mutter aller Containerformate: IFF. Wer meine Computerhistorie kennt, kann sich denken, dass ich das sehr niedlich finde.

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Die Kritik an MPEG4 fasst Tim Pritlove in einem Satz zusammen: “Frei ist anders.” Bei H.264 sei die Profilgebundenheit problematisch, auch Apple spiele hier eine eher seltsame Rolle mit seinem Video-iPod und künstlichen Hürden. Auch Flash Video sei interessant, aber was derzeit mit dem Sorenson H.263-Codec ausgeliefert werde, sei gerade einmal “good enough” - aber nicht gut.
Theora sei großartig, doch leider zu schlecht unterstützt - nicht ganz ernst erzählt er, dass auf seine Bitten an Open Source-Developer, doch mal eine einfachere Integration zum Beispiel auch für Apple-Produkte mit Antworten im Sinne von “Programmiers dir doch selbst!” quittiert würden. So könne man den “Krieg” nicht gewinnen, meint er: “Von Apple lernen heißt siegen lernen.” Denn die Firma wüsste, wie man den Leuten Honig um den Bart schmiere…
XVID sei heutzutage der 99%-Standard aller Filme im Netz.

Seine Empfehlung, welche Formate man benutzen solle: MPEG-4 sei momentan der Standard für Podcasting. “Wer heute podcastet, kommt an dem Format nicht vorbei.” Markus Beckedahl wirft daraufhin ein, dass doch Henne und Ei nicht ganz vergessen sein sollten: die besseren Formate wie Theora müsse man halt anwenden.

Tim Pritlove stellt fest: “Wenn man die Möglichkeit hat und es zumutbar ist, dann sollte man Theora verwenden. Für mich selbst gilt derzeit allerdings: nicht zumutbar.”

Und jetzt brauche ich frischen Kaffee, auch wenn es hier jetzt um Audiocodecs geht.

Nachtrag: Tim hat seine Slides online zur Verfügung gestellt.

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Podcamp #3: Broad- + Podcasting = ?

Christian Rotzoll, Student an der Bauhaus-Universität Weimar, stellt gerade ein wissenschaftliches Paper zum Thema “Cross-Referencing of DAB-EPG and RSS Metadata - An Approach for a Broadcast-Podcast Hybridisation” vor.

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Was er darstellen möchte, ist ein Ansatz, Pod- und Broadcastingmechanismen zusammenzuführen. Für den klassischen Rundfunk sei Podcasting für Broadcaster aufgrund von On-Demand-Möglichkeiten interessant, für Podcaster wäre eine Nutzung der Verteilungsmöglichkeiten via Broadcast interessant.

Er geht dabei davon aus, dass der Nutzer sich ausschließlich für die Medieninhalte interessiert und sich mit der Technik selbst nicht auseinandersetzen möchte.

Als Metadaten-Beschreibungsformate hat er RSS für Podcasts und EPG identifiziert, beide XML-basiert. Da setzt seine Grundidee an: es geht um Cross-Referencing zwischen den beiden üblichen Formaten. Ein Ziel sei es, den Traffic für die Podcaster zu verkleinern - insbesondere in den ersten Zeiten, sagt Christian Rotzoll. Für ihn sind die Vorteile für Broadcaster: Abonnierbarkeit, spezielle Kanäle. Doch am meisten profitiere der Nutzer - Podcasts zu nutzen sei derzeit viel zu kompliziert. “Ich kann mir vorstellen,” träumt Christian Rotzoll, “dass das Podcasting dann wirklich zu unseren Eltern kommt.”

Die Diskussion, die gerade beginnt, geht stark in die Richtung Grundsatz: geht es darum, vorhandene Technik der Broadcaster zu nutzen? Oder sollte man die Anlagen nicht schlicht abschalten und alles durchs Netz laufen lassen? We’ll see… vielleicht.

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Podcamp #2: Podcasts + Medien

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Thomas Wahnhoff gibt eine kleine Übersicht über das, was vor allem Zeitungsverlage derzeit mit Podcasts (Audio- und Videopodcasts) veranstalten. Er glaubt an eine große Zukunft dieser Formen, hält aber die Hürden z. B. durch die Inhaber der Verwertungsrechte integraler Anteile klassischer Medienangebote (namentlich die GEMA für Musik) für noch deutlich zu hoch. Diskussion wird sicherlich ganz interessant. Er hält “Audio und Video für wichtiger als Blogs, weil Zeitungen eh schon schreiben”. Für ihn sollen Verlage mehr Audio und Video machen und Fernseh- und Radiosender z. B. mehr bloggen. Mein etwas diabolischer Einwand, dass jeder doch besser das tun solle, was er kann (Schreiber schreiben, Radioten Audio gestalten..) wird von ihm als für heutige Medienkonzerne unpassend gesehen.

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Podcamp #1: Statistik + Podcasts

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Viel zu spät aufgestanden, viel zu verpeilt mit dem geliebten Berliner Verkehrssystem experimentiert - aber zur ersten Session gelandet. Geburtstagskind Nicole Simon hat eine Session zu Hörerzahlen von Podcasts angesetzt und diskutiert und erläutert die Probleme, die es mit diversesten Statistiktools gibt: die meisten sind für Webseiten gedacht, nicht für Podcasts. Ist ein halber Podcasthörer wirklich ein Hörer?

Das hat nicht nur viel mit dem Egopushing eines Podcasters zu tun, sondern auch viel mit Schwierigkeiten in der Vermarktung.

Wieviele Leute hier sind, kann ich schlecht abschätzen. Denke mal, bislang sind es so 50-60. Später mehr…

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Weißglut

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Mein Arbeitsrechner ist silbern. Mein Privatrechner ist schwarz. Und von welchem ist jetzt welche Fernbedienung?

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Wie nennt man das?

Keiner weiß was niemand macht,
keiner weiß, was niemand macht,
keiner weiß was, niemand macht.

Germanisten, vortreten!

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Kaschemmentest #2: Speckig im tiefen Westen

Aus der Reihe “Kaschemmentest”, in der bislang nur die Raststätte Gnadenbrot besprochen wurde: Die kleine Weltlaterne.

Wie kann man eine Kneipe „Die kleine Weltlaterne“ nennen? Als wir an diesem Abend, ein paar Wochen vor Weihnachten, in eben dieser Wilmersdorfer Institution einkehren, wird uns diese Frage in kurzer Zeit egal. Wilmersdorf ist einer der bürgerlichsten aller bürgerlichen Stadtteile Berlins. Nicht so reich wie Zehlendorf, aber reicher als Steglitz. Und vermutlich die größtmögliche bewohnte Reminiszenz an prä-Mauerfall-Zeiten. Hier also liegt sie, die Kneipe mit dem seltsamen Namen.

Uns erwartet ein großartig speckiges Ambiente, hier passt perfekt alles und nichts zusammen. Patina klebt auf allem, der Liveband, dem Interieur und den Gästen: Eltern werden von ihren studierenden Kindern begleitet, die auch im nächsten Jahr noch aus dem finanziellen Tropf gespeist werden wollen, Pärchen jenseits der 60, mindestens jedoch der 50, freuen sich über das institutionalisierte Stehenbleiben der Zeit. Und die Band spielt Standard-Dixieland. Das Publikum freut es.

Besonders großartig ist die Küche in der kleinen Weltlaterne: hier wird die Pizza vom Discounter „umme Ecke“ noch von Hand und mit viel Liebe zubereitet. Jede Speise lässt sich einer Billigmarke der Handelsketten zuordnen, sagen meine Bekannten.
Fast noch sehenswerter als die Kneipe ist ihre Homepage. Mit viel Liebe zum HTML3.2-Detail setzt diese konsequent das Corporate Design der kleinen Weltlaterne um: großartig alt. Wer in den spätern 90ern noch keinen Internetzugang hatte, sollte unbedingt einmal auf diekleineweltlaterne.de vorbeischauen. Wem das nicht ausreichend Abschreckung ist, der sollte auf jeden Fall auch das Lokal aufsuchen: U7/Adenauerplatz, Ringbahn/Hohenzollerndamm.

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Und die Sonne geht auf…

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..und die Erde geht unter, ganz oben steht der Mond (Rocko Schamoni)

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Geisterstunde

Gerade bei Penny gewesen.

2 Personal
1 Kunde
————
Großartiges Geschäft. Woher wussten die, dass ich erst nach 20 Uhr zum Einkaufen komme?

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Die Kehrseite Kölns

Heute morgen bin ich von Köln aus nach Berlin gefahren. Am Hauptbahnhof der Domstadt war Belagerungszustand ausgebrochen und der eine oder andere hatte sich zwischen die Feuerwerksüberreste erbrochen. Menschen lagen im Abgang von Gleis 1 auf den Treppenstufen, ein grüner Irokese diente im Aufgang von Gleis 2 als Treppenbesen. Sehr zur Freude und zum Entsetzen einer japanischen Familie, die zu der eher unchristlichen Uhrzeit dort herumlief. Die Kehrseite der Leitkultur konnten sie in voller Pracht beim säubern ihres Bahnhofs bewundern.

Alles war voll mit Menschen in “Ärzte statt Böller”-Pullis. Sie lagen überall, vor Pizza Hut und Mäckes, stauten sich vor dem einzigen Tabakwarendealer, der offen hatte. Szenen, schlimmer als nach einem EffZeh-Spiel. Vergleichbar wohl nur mit dem Weltjugendtag und/oder Karneval. Nur, dass die meisten Konzertbesucher der Ärzte einfach nur noch nach Hause wollten. In Wuppertal verabschiedete der Bahnmensch die bis dahin mitgereisten Ärztekonzertbesucher um kurz nach Acht mit den Worten: “Liebe Fahrgäste, liebe Kinder, wir bedanken uns bei Ihnen für Ihre Reise mit der…”

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