nicht mehr, nicht weniger.Beiträge-Feed Kommentare-Feed

Archive for November, 2006

Gemütsplaylist #2x

Very Hot Rotation:

» Astra Kid - Ich fühl mich trotzdem gut

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Statistik “Die Sorgenfreien”

Mein unverkaufter Beitrag über das StudiVZ hatte auf einem vollkommen unbekannten, erst Sonntag Nacht eingerichteten Blog bis heute morgen, 5:45 Uhr, über 2700 Visits.
Die Summe bildet sich tatsächlich fast 1:1 aus den Blogosphären-Referrern, also ist der Link wohl nur marginal per E-Mail verschickt worden. Wieviele Leser er bekommen hätte, wäre er im Rahmen einer normalen Onlinepublikation erschienen – ich denke, manch ein Medienmensch mit PIs und Visitors im Blick hätte geweint.

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StudiVZ

Abgemeldet.

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Der Reiter

Jörg Lau hat sich ein Steckenpferd gesucht und reitet darauf gen Sonnenuntergang. Dass dieses Pferd schon seit Wochen von anerkannten Tierärzten für tot erklärt wurde, muss den Reiter natürlich nicht stören. Irgendwann wird er sich wundern, dass das Pferd ein wenig müffelt. Und viellleicht doch absteigen, es betrachten und sagen: «Du warst ein gutes Pferd, doch ans Ziel hast Du mich im Leben nicht gebracht.» Gute Reise.

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Nebenan

So eine WPMU-Installation ist was feines: wenn man ein neues braucht, kann man sich in 10 Minuten ein frisches Blog zusammenschubsen. Heute Nacht gemacht.

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Der Mann von nebenan

Es klingelte an meiner Tür. Erst an der Haustür, dann an der Wohnungstür. Morgens um kurz nach zehn. Und ich erwartete keinen Besuch, sondern war in Eile. Wer konnte es sein? Staubsaugervertreter, Zeugen Jehovas? Als es das zweite Mal an der Wohnungstür klingelt, öffne ich dann doch.

Vor mir stehen zwei Herrschaften in ihrer charakteristischen beige-grünen Kombination. Wann ich den Nachbarn denn das letzte Mal gesehen hätte, wollen sie wissen. Ich habe überhaupt keine Ahnung, einige Tage ist es sicherlich her.

Es ist ein Haus mit vielen Mietparteien, 24 Briefkästen zieren den Eingang. Ich kenne vielleicht fünf von ihnen. Die nette Familie mit anatolischem Migrationshintergrund, die deutscher wirkt als die meisten anderen Einwohner der Gegend. Und die ältere Dame mit dem kleinen Kampfhund, die im Theater um die Ecke jobbt und immer gut gestylt ist.

Meinen Nachbarn habe ich in drei Jahren vielleicht zehn Mal gesehen. Wenn ich auf dem Balkon war, dann stand er manchmal an der Brüstung seines Balkons. Herr N. ist ein älterer Mann. Schwierig zu schätzen, wie alt genau. Mitte 50? Anfang 60? ich kenne ihn nicht. Herr N. ist nur mein Nachbar.

Die besorgten Polizisten haben jemanden mitgebracht. Vermutlich eine Verwandte. Ich kann ihnen nicht weiterhelfen und offenbar auch niemand sonst im Haus. Manchmal, wenn Herr N. vor mir durch den Hausflur ging, roch es nach Alkohol. Sein Telefon hörte man manchmal durch die Wand klingeln.

Nun schlägt man nebenan die Scheibe zur Wohnung von Herrn N. ein. Die Drehleiter auf der Straße zieht die Schaulustigen an.

Einmal habe ich bei mir Geburtstag gefeiert. Da stand er gerade zufällig auf dem Balkon. Ich hab ihn gefragt, ob er etwas dagegen hätte, wenn es etwas länger lauter sein würde. Herr N. hatte natürlich nicht. Er war selbst nie laut.

Als ich die Wohnung verlasse, steht vor meiner Tür ein großer Feuerwehrkoffer. Auf der Straße steht das Feuerwehrauto mit Drehleiter, ein Polizeiauto und ein Krankenwagen. Ich habe keine Ahnung, wie es Herrn N. geht. Ich muss zum Zug. Er ist mein Nachbar.

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Für “Das gute Gefühl”

Gerade kam der wöchentliche Newsletter der Grünen in meine Mailbox. Liebe Grüne, ich weiß dass Ihr sehr für informationelle Selbstbestimmung etc. eintretet, zumindest auf dem Papier. Aber warum muss ich dann darin das hier finden?

*Im Notfall schnell gefunden*
Durchschnittlich 17 Minuten vergehen bis ein Unfallopfer von den Rettunsgdiensten gefunden wird. Die Bjoern Steiger Stiftung bietet jetzt einen kostenlosen Service um diese Zeit zu verkuerzen:
http://www.steiger-stiftung.de

Es sind ehrenwerte die Ziele, für die sich die Steiger-Stiftung allgemein einsetzt. Doch sie wirbt auch für diese Dinge: “Schnelle Ortung des i-Kids Handys via GPS-Satellit” mit “individuell definierbaren Bewegungsräumen” und “Alarmfunktion, wenn Ihr Kind diesen „grünen“ Bereich verlässt”.

Vielleicht demnächst auch als Unter-die-Haut-Implantation erhältlich? Damit ihr Kind das Gerät nicht einfach in die Mülltonne steckt?

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Ein Schelm in Köln

Dieser Aufmacherzusammenstellung auf express.de sollten wir vermutlich keinerlei Bedeutung beimessen.

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Der Kühlschrankcharakter

Dieses Blog lebt in seiner Vielfalt zwischen Peer Group, Medien, Privatem, Journalismus, Politik – und meinem Kühlschrank. Der hat nun schon lange keine Rolle mehr gespielt in diesem Blog. Dabei ist er mir in so vielen Dingen sehr ähnlich: er ist unglaublich lauffaul, hat eine große Klappe – und manchmal sogar etwas dahinter – und er kommt häufig etwas kühl rüber.
Ich fürchte, die emotionale Bindung bleibt einseitig. Doch auch darin ähneln wir uns manchmal sehr.

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Mag bitte jemand..

..auf diese Argumentation antworten?

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Internet macht unkreativ

Das hier ist doch geklaut!

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Huch

Da ist er ja schon wieder. Ist das eigentlich journalistischer Reflex ihn anzurufen? Selbst wenn er nur Gemeinplätze erzählen kann («Amokläufer wollen […] anderen zeigen, wer die Macht hat»)?

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“Noch von uns..”

“..oder schon gewechselt?”, fragte gerade ein Mann von der Telekom an der Tür. Interessante Fragetechnik. Bemerkenswert viel Vertrauen in die eigene Marktmacht. Er meinte übrigens den Festnetzanschluss.

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Mal wieder..

..ein kleiner Umbau: neue Sachlichkeit. Dafür funktionieren die del.icio.us-Links gerade nicht, muss das Pagetemplate noch rüberziehen.

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Heißes Date?

“Machine gun dating” verkündete mir eben die Betreffzeile einer Spam-Mail. Danke, nein.

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Ohne Worte


Das Werfen mit Zitaten
ist doch nur Ersatz für Taten
Philosophie aus der Dose
ersetzt die Hand in der Hose


(Judith Holofernes – Hirnwichserei, vom Album Kamikazefliege)

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Manchmal…

Manchmal hat man das Gefühl, jemandem eigentlich gar nicht sehr negativ gegenüber eingestellt zu sein. Doch dann schiebt derjenige jemanden anderen vor, versteckt sich. Reflexartig denkt man: Was ist denn das für einer? Und tut demjenigen damit natürlich furchtbar unrecht – hat doch jeder auch das Recht auf einen Pressesprecher. Was der dann taugt, das steht natürlich auf einem anderen Blatt.

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Danke, Sozialdemokraten

Liebe SPD…

Mitteilung für die Presse
“Anti-Doping-Konferenz” im Willy-Brandt-Haus

Danke, YMMD. Ich musste, als ich die Betreffzeile der Mail las, spontan an schlechte alte Cover denken.

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Gestern war ich…

061113_pur_becher.jpg ..bei PUR. Toll, diese Getränkebecher mit Corporate Identity. Wie der Rest war? Demnächst und woanders.

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Auf dem Wech über Dochtmund

Wie macht man einen ganzen Zug grinsend? Man muss als Zugbegleiter den Fahrgästen einfach etwas Unterhaltung bieten. Militärisch knapp zum Beispiel heute: «Die aktuelle Zuglaufprognose: ICE 940/950 befindet sich in Anfahrt auf Hannover mit Zeit +5 Minuten.» Normalerweise wird dieser Doppel-ICE in Hamm/Westfalen geteilt. Die vordere Hälfte macht die Pütt-Runde, die hintere fährt schneller nach Köln.

Heute aber nicht. Heute mussten beide Teile erstmal nach Dortmund fahren. Das fand der Herr Zugbegleiter sehr witzig. Freute sich hörbar auf seinen Feierabend: er spielte hacht mit den Wochten, rollte Konsonanten (Castrrrrrop-Rrrrauxel) und sorgte damit für ein Lächeln der Reisenden. Die Spaßgesellschaftskonditionierte truppe im ICE war glücklich. Wenns doch nur immer so einfach wäre…

Ob die Insassen im Zugteil nach Köln ebenfalls gegrinst haben, ist mir nicht bekannt. Sie dürften durch die veränderte Strecke schlicht eine Viertelstunde später ankommen.
Kaum hab ich das getippt, kriegt der Herr einen Lachkrampf während einer Durchsage. Nun ja. Mehdorns Hackenklackser und Lachkrämpfer halt: Nichts menschliches ist ihnen fremd.

Sein Nachfolger kann dafür ziemlich gut englisch. «Ladies and Gentleman, I regret that our train is delayed by about five minutes now. About your connecting trains I will inform you as soon as possible», sagt er direkt hinter Bochum. Den auf Deutsch schon seltsam klingenden Grund Belegte Gleise übersetzt er aber nicht.

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Das Rauchverbot und die Wahrheit

Deutsche Kneipen haben einen ganz besonderen Geruch. Aus Fluppen-&-Pils-Patina, mit Winterkälte oder Heizungshitze, Sommerschweiß oder Frühlingspheromonen angereichert stinken deutsche Kneipen eigentlich bestialisch. Doch so, wie man sich früher auf die trockene Jurte gefreut haben mag, so ist es heute mit der Kneipe: ohne 30 Jahre alten kalten Rauch in den Ecken, 30 Jahre in der Kneipe befindliche Stammgäste… Es würde nicht mehr das Gleiche sein.

Der eine oder andere weiß es: Ich bin trotzdem für ein Rauchverbot. Denn für Raucher ist die Kneipe der mit Abstand schwierigste Ort um aufzuhören, neben den ganzen kleinen Gelegenheiten des Alltags (Weg zur U-Bahn? 1 Zigarettenlänge. Zum Einkaufen? 1 Zigarettenlänge). Jetzt hat die CDU-SPD-CSU-Koalition vorgeschlagen, man sollte ein Rauchverbot unterteilen: in Speisegaststätten solle nicht mehr, in Bierkneipen hingegen weiterhin geraucht werden.

Diese Lösung ist natürlich einfach nur dialektischer Blödsinn. Aber nicht nur das: argumentiert wird mit dem Nichtraucherschutz. Und da schreibt die Süddeutsche mal locker flockig solche Zeilen wie:

In Deutschland sterben jährlich 3300 Menschen durch Passivrauchen.

Das wiederum ist in dieser Absolutheit absolut unseriös:

Von den “vermutlich 3300 Toten”, die - wären sie ein Faktum - etwa 0,3 Prozent aller jährlichen Todesfälle in Deutschland ausmachen, entfallen 2108, also 64 Prozent, auf Menschen im Alter von 75 und mehr Jahren. Besonders ausgeprägt ist diese Verteilung unter jenen Passivrauchern, die laut DKFZ durch den unfreiwillig eingeatmeten Dunst an einem Schlaganfall sterben: 72 Prozent der mutmaßlichen Opfer wären, wie sich aus den DKFZ-Unterlagen ergibt, älter als 75 Jahre alt. Im Fall der koronaren Herzkrankheit hätten, den Schätzungen zufolge, von 2148 der Betroffenen immerhin zwei Drittel bereits dieses hohe Alter erreicht - bevor die Folgen des Passivrauchens sie dahinraffen.

Langsam bekomme ich das Gefühl, dass man in Deutschland als Journalistenkollegenkorrektor reich werden könnte. Rauchen tötet, vor allem Raucher. Und die kommen von der Fluppe schlecht los. Vor allem dann, wenn der Kollege am Nebentisch sich auch eine anzündet. Sagt meine persönliche, gefühlte Empirie (n=1). So einfach ist das Leben…

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Die kleinen Merkwürdigkeiten

Es gibt so Sachen, von denen mache ich einen Screenshot. Weil sie mir merkwürdig im Wortsinne vorkommen: würdig, sie sich zu merken. Wenn man sie dann später nochmal betrachtet, wundert man sich zwar noch. Aber so richtig lustig sind die Sachen dann gar nicht immer. Eine kleine Resteverwertung der letzten Wochen….

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Kontextsensitive Werbung bei Spiegel Online, 11.10.2006

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Bei der Netzeitung wird der Irak immer noch unter “Kampf gegen Terror” geführt, Netzeitung 09.11.2006.

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Bei StudiVZ gerät der Hauptdarsteller des erfolgreichen Startkupferabs immer weiter ins Zwielicht. Kein Wunder, bei solchen Freunden!

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Und Christian von Plomlompom ist im IRC einfach wahnsinnig passiv.

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Moral, Wissenschaft, Betriebswirtschaft – und Kinder übrigens auch noch

Es gibt Themen, die eignen sich immer wunderbar für moralinsaure Sichtweisen. Alles was man nicht versteht, macht Angst – und gegen Angst helfen strengere Gesetze bekanntermaßen bestens. Das “Kriminologische Forschungsinstitut Niedersachsen” unter der Leitung des früheren niedersächsischen Justizministers (und bekanntermaßen Quotenkönig) Christian Pfeiffer beschäftigt sich mit Gewalt und ist ein betriebswirtschaftlich arbeitendes Institut. Man darf es wohl Think Tank der Angst nennen.

Kürzlich veröffentliche das KFN Ergebnisse einer Studie zum Thema “Medienverwahrlosung”. Über das, was dort festgestellt wurde, kann man unterschiedlicher Auffassung sein. Hier sei zuerst auf Christian Pfeiffers Sichtweise und eine in einer kriminologischen Fachzeitschrift erschienene Zusammenfassung der Ergebnisse verwiesen. Man kann sich dem Thema auf viele Arten annähern, doch die Grundprobleme Kausalität vs. Koinzidenz und die Frage intervenierender Variablen im wackligen sozialwissenschaftlichen Konstrukt bleiben erhalten. Es gibt derartige Diskussionen auch für Offlinegewaltdarstellungen, aber sich damit zu beschäftigen ist nur halb so spannend.

Was auf jeden Fall fehlt, ist der sachlich nüchterne Blick auf die Daten und mögliche Schlussfolgerungen. Vollkommen unabhängig davon, ob Gewalt darstellende Computerspiele Effekte zeitigen: wenn mehr Spiele “ab 18″ klassifiziert werden, müssen die Tauschbörsen noch ein paar Gigabyte Daten mehr verkraften. Die Pfeifferstudie sagt einerseits, dass momentan nur wenige wirklich verbotener Spiele auf den Computern zu finden wären. Andererseits sagt sie, dass die Handhabung von Gewaltdarstellungen zu lasch wäre. Bleibt im Raume stehen, ob sich bei einer Änderung des zweiten Zustandes nicht auch eine Veränderung des ersten Befundes zwangsläufig ergeben würde.

Doch es gibt sehr viel mehr zum Thema zu sagen. Eine Linkliste, eine Meinung mag und soll sich jeder selbst bilden.

Jörg Lau

Lau, Jörg: “Wir lassen Jungen in einer Popkultur der Gewalt versumpfen” (Blogeintrag in seinem ZEIT-Blog, )

Lau, Jörg: “Erziehung zur Gewalt” (Deutschlandradio Kultur, 14.10.2006)

Lau, Jörg: “Das Versagen des Jugendschutzes angesichts immer brutalerer Computerspiele” (Blogeintrag in seinem ZEIT-Blog). Die Spitzmarke “Medienkritik” muss er mir bei Gelegenheit noch erklären.

Lau, Jörg: “Spiele ohne Grenzen” (ZEIT 45/2006, auch online verfügbar)

ZDF:

Fromm, Rainer: “Wie Kinder Spaß am Morden finden” (Beitrag für Aspekte auf zdf.de, 20.10.2006)

Fromm, Rainer / Reichart, Thomas: “Gewalt ohne Grenzen” (Beitrag für Frontal21 auf zdf.de, 26.04.2005)

Fromm, Rainer: “Video-Gemetzel im Kinderzimmer” (Beitrag für Frontal21 auf zdf.de, 9.11.2004)

Deventer, Karsten / Schmitz-Gümbel, Eva: “Dumm gespielt. Kinder verwahrlosen am Bildschirm” (Beitrag für Frontal 21 auf zdf.de, 30.11.2004)

Andere:

Winkler, Christoph: “Wie Kinder Spaß am Morden finden” (Beitrag im Weblog d-frag.de)

Schneider-Johne, Boris: Über Kausalität und Koinzidenz (Beitrag im Weblog dreisechzig.net)

Myself

Myself: “Horror im Kinderzimmer” (ZEIT online, 5.11.2006)

Myself: “Alles nur ein Spiel?” (ZEIT online, 09.12.2005)

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Zwiebelfisch, gehäutet

Gemeint ist nicht die Kneipe am Berliner Savignyplatz, sondern die Kolumne des Sprachpedanten Bastian Sick: «Der Kopf stinkt vom Zwiebelfisch her» (oder so ähnlich) ist ein wunderbarer Text bei FAZ.net (sicher auch gedruckt erschienen, aber Papier.. nun ja) über die Dauerbeschallung mit einer singenden schreibenden Nervensäge. Und über den Sprachrettungsehrgeiz, der krank macht.

Hoffen wir für SpOn, dass nach “Namensforscher” Udolph und Sprachschlaumeier Sick der frisch eingekaufte Martin Sonneborn nicht auch zu einer Nervensäge wird. Vielleicht erfindet er demnächst ja einen Blogger namens Meier von Blumenkohl.

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Geschludert: You vs. UTube

Zwei Meldungen. Eine ist korrekt.


02.11.2006 16:52 heise online
Domain-Streit: Rohrfirma gegen Video-Community

Die US-amerikanische Rohrfirma “Universal Tube & Rollform Equipment Corporation” hat ein Problem: Ihre Internet-Adresse “utube.com” wird von immer mehr Surfern im Browser eingegeben, die eigentlich zum Video-Portal “YouTube” wollen.


03.11.2006 7:42 Uhr Tagesspiegel
US-Pfeifenhersteller verklagt YouTube

Ein US-Pfeifenhersteller hat den Internet-Videoanbieter YouTube verklagt, weil seine Website utube.com wegen des gleichen Klangs der Adresse ständig überlastet ist.
Laut einem Bericht auf der Website The Smoking Gun […]

Ich greif mal zum Zahnpastarohr. Bzw. zur Zahnpastapfeife. Hm. Smoking Gun halt.

Huch. Gerade erst gesehen: Das ist eigentlich eine AFP-Meldung. Trotzdem hats die NZZ, ebenfalls mit AFP, korrekt.

[Nachtrag: Der Tagesspiegel hats korrigiert – still und heimlich. Nichtmal die VÖ-Uhrzeit wurde geändert.]

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Gemütsplaylist #wasauchimmer

» Fehlfarben - Gottseidank nicht England
» Ministry - Just one Fix
» Stone Temple Pilots - Wicked Garden

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Der eine hats..

..der andere vermissts noch nicht einmal:

wo kann ich denn die tastenkombination ändern, um eine shit-taste noch mit ins spiel zu bringen für screenshots?

fröhliches screenshitten.

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Nur mal so am Rande

Ich mag es total, wenn Sachen einfach mal funktionieren.

» Funny van Dannen – Warum denn kein Wunder

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Schade

“(nein, das wird jetzt nicht gebloggt)”

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Direkt zum Papierkorb, danach zum Praktikum

Die Kanzlerin videocastet nach wie vor, und ich finde das eigentlich eine sehr schöne Sache. Alle paar Wochen schaue ich mir das an, um zu gucken, was passiert ist. Ich finde es begrüßenswert, dass sich Frau Merkel wenigstens ein bisschen von “Medienkanzler” Gerhard Schröder abgrenzt – und sich als “Neue Medien”-Kanzlerin versucht. Ob sie damit soviel Erfolg haben wird wie ihr japanischer Ex-Kollege Koizumi, vermutlich eher nicht. Aber immerhin zeigt sie sich damit onlineaffiner als Bill Clinton.

Ein paar Studenten finden das Angebot so toll, dass sie ein Antwortportal aufgebaut haben: Direkt zur Kanzlerin heißt es – und das Konzept ist wahnsinnig langweilig und zieht Clickkampagnen an. Kurz: Web 0.7.

Das wäre alles zu verschmerzen. Würde man dort nicht lautstark über seine Erfolge jubeln, z. B. dass man mit den Öffentlichkeitsarbeitern der Kanzlerin eine Vereinbarung hätte. Das klingt auf den ersten Blick nach einem Erfolg – praktisch ist es das Gegenteil. Die sachlich knapp gehaltene, kurze Antwort ist de facto ein “Ruhe dahinten”: Die Kanzlerin wird sich auch demnächst nicht zu klickstarken Themen wie GEZ äußern. Mit gerade mal drei Statements auf die eingereichten Anfragen kommt das BPA sogar sehr gut weg – von normalen Abgeordneten würde man eine bessere Antwortquote erwarten.

Die Fokussierung des Projekts auf die Kanzlerin ist jedoch einfach falsch: sie suggeriert genau das, was in einer parlamentarischen Demokratie wie der unseren nicht stimmt. Die Kanzlerin legt die Richtlinien fest und entscheidet mit ihrem Kabinett über die Ausführung der Regierungspolitik. Nicht mehr, nicht weniger. Sie ist nicht für alles zuständig und verantwortlich, muss nicht die Beschwerden eines jeden hören. Dafür gibts es Fachpolitiker, -ministerien und -ausschüsse. Direkt zur Kanzlerin trägt hier zur Fehlinterpretation des politischen Systems bei.

Randbemerkung: Am Montag war ich an meinem langjährig geliebten politikwissenschaftlichen Institut um “mein” Proseminar zu Onlinekommunikation und Wahlkämpfen zu geben. Dort sah ich an einem der vielen schwarzen Bretter Zettel hängen: Praktikanten gesucht. Von: “Direkt zur Kanzlerin”.

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