nicht mehr, nicht weniger.Beiträge-Feed Kommentare-Feed

Archive for Oktober, 2006

Torsten ist…

..ein anderes Wort für Zerstreutheit.

Torsten hat den Chatroom betreten.
[17:28] Torsten: moin
[17:34] Torsten: ACH - ICH MUSS JA NOCH EINKAUFEN
[17:34] Torsten: args, sorry
[17:34] Torsten: bbl
[17:34] Torsten hat den Chatroom verlassen. (EOF From client)

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Bullshit of the Day

Gewinner ist Spiegel Online. Auf der Suche nach der neugestarteten Satirerubrik fand ich folgenden Laber-Quark:

Kontrolleure werden mit Schwertern bedroht, Fahrer verprügelt - in Deutschlands Bussen und Bahnen breitet sich ein Klima der Gewalt aus.

Das Klima, das ich aus deutschen Bussen und Bahnen kenne, hat viel mit Fenstern und Heizungen und so zu tun. Fahren Spiegel Online-Redakteure und Autoren eigentlich viel Bus und Bahn?

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Leseempfehlung

Niyi Awofeso: Suicidal Terrorism and Public Health, in:
Public Money and Management, Volume 26, Issue 5, Page 287-294, Nov 2006

(via Nick, der auch kein Blog hat)

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Gedankenfetzen

Das erste WPMU-Release läuft erstaunlich stabil.

Winterzeitvorteile kann man in Rekordzeit verlieren.

Nein, nicht gut: Der Kaffee ist auch bald wieder alle

Wird Zeit für ein anständiges Leben.

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Pseudomoblogging: Im ICE 1608

Berlin – Wittenberge

Es ist 8:19 Uhr, der ICE rumpelt auf Gleis 7 aus dem Lehrter Bahnhof. Zu früh für meinen Geschmack. Aber nicht zu früh für die beiden Damen in der Sitzgruppe schräg rechts von mir im Wagen 23. Die machen wieder einmal das, was ich an Deutschen so schätze: Meckern über professionelle Optimierer (Consulter, Controller etc.). Und consulten ganz kostenlos den halben Tag. Beratungsunternehmen? Die Bahn sollte einfach Mikrofone installieren. «Viel zu schwierig zu finden, diese unteren Bahnsteige!», krakeelt die eine. Ich hatte erst einen Kaffee. Habs aber trotzdem geschafft. S-Bahn-Gleis, dreimal runter. Gar nicht so schwer. «Und es sind viel zuwenig Infotafeln!», antwortet ihre Freundin in gleicher Lautstärke. Ja, sie hat recht. Aber das interessiert hier niemanden. Soll sie das doch als Anregung an die Bahn mailen. Ich werfe ihnen böse Blicke zu. Was sie natürlich nicht stört. Sie optimieren den Hauptbahnhof, die Bahntaktung und die Schaffnerfreundlichkeit bis der Zug durch Wittenberge rauscht. Dann lesen sie Bunte, Gala oder sowas. Schade, dass man im ICE so schlecht Leute mit dem Kopf aus dem Fenster halten kann. Bisschen Durchzug wäre gar nicht schlecht gewesen.

Ludwigslust bis Bergedorf

«War das die Acht?» – «Nein, die Zwölf». Der nächste Optimierer kommt kurz nach Ludwigslust. Ein muffliger Mann in seinen Vierzigern. Er führt im Auftrag der Bahn Kundenbefragungen durch. Ob ich teilnehmen wolle, fragt er mich. Na, klar doch. Vielleicht ja wirklich eine Möglichkeit, dem geliebten Schienenunternehmen ein bisschen was mitzuteilen. Meine Bahnkarte möchte er sehen. Daran ist unschwer zu erkennen, dass ich häufiger fahre: Bahncard, Onlineticket, Reservierung, Kreditkartenzahlung. Ob er noch mehr notiert hat?

Er reicht mir seinen Frage- und Antwortbogen. Das ist gar nicht schlecht gemacht, er besteht aus einer Fragezahl und einer wohl eher zufälligen Antwortzahl. Dadurch können Mitreisende mit durchschnittlicher Gedächtniskapazität nicht nachvollziehen, was man antwortet. Reisehäufigkeit, Anzahl der Übernachtungen bis zur Weiterreise, Bonusprogramme, Handyticket und noch ein bisschen.

Er ist langsam. Schafft bis Bergedorf noch drei Sitzgruppen, also seit Berlin geschätzte zwei Waggons, ca. 50 Leute. Immerhin war ich damit zwei Prozent seiner Ergebnisse.

Bergedorf bis Hamburg

Nach Kundenzufriedenheit hatte er nicht gefragt. Das fällt mir auf, als in Bergedorf eine Baustelle aus heiterem Himmel mitten auf die Bahnstrecke plumpst. Direkt vor den ICE 1608 von Leipzig nach Altona. Zumindest klingt die Durchsage so. Gut zehn Minuten steht der Baureihe 2-ICE dort herum. Wie die meisten anderen darf ich eine kleine Verspätungsmeldung durchtelefonieren. Bergedorf sieht schrecklich langweilig aus. Mit jeder Minute schrecklicher. Danach wirkt selbst Hamburg wunderschön. Wäre alles glatt gelaufen, ich hätte mich weniger übers Ankommen gefreut.

Der Eintrag hier war schon fertig. Eigentlich. Dann kam Smultron, mein Standardeditor unter MacOS X. Der erste Bug seit Monaten. Deshalb jetzt aus dem Gedächtnis.

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Kein Kommentar

061027_rian_lit_screenshot.png (via Niels, der kein Blog hat)

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Was man so nebenbei liest

Sind die Ergebnisse kleingeistiger Paragrafenreitschulen: Wie der Niederfischbacher Herr Luu nach 15 Jahren nach Vietnam abgeschoben wird.

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Weiterhin?

«Die Kreiswehrersatzämter werden neu geordnet, um auch weiterhin moderne, wirtschaftlich arbeitende und bürgerfreundliche Ämter bereitzustellen.» Aus dem Weißbuch der Bundeswehr (2006), S. 115.

Meiner Erinnerung nach waren die damals gar nicht so wirklich modern und bürgerfreundlich.

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Kontextsensitive Werbung im ICE

061021_nokiabahn.jpg

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Sind E-Mails so schwer zu benutzen?

Ich rege mich gerade auf. Sieben Einladungen heute Morgen im Postfach gefunden. Sieben mal das gleiche Spiel.

Sehr geehrter Herr Lüke,

hiermit möchten wir Sie herzlich zu einer Veranstaltung XY am sonstwastag dem xx.xx.xxxx in [insertrandomtollerorthere] einladen. Weitere Informationen finden Sie in der Einladung im Anhang.

Man möchte antworten: dann faxt mir den Mist doch gleich! Kann es so schwer sein, die relevanten Informationen (Wer, Worüber, Wann, Wo, Modalitäten) in den Mailtext zu schreiben? Mich interessiert der ganze Sermon drumrum doch eh nicht, weder die Farbe des Briefkopfes noch das Gesicht des Einladenden. Wenn ich das kennenlernen möchte, Google ist mein Freund…

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Hätte ich sein können

[10:36] «xxx» ich bin wirklich noch nicht wach - statt Onlinebanking hab ich grad Freeciv gestartet
[10:39] «yyy» und ich hab gerade kaffee gekocht ohne die kaffeekanne in die kaffeemaschien zu stellen…

Und der Kaffee ist auch alle.

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Kollektives Radiohören

Bin gerade auf dem Zeit-Forum der Wissenschaft. Die Veranstaltung wird live im DLF ausgestrahlt – damit die Übergabe klappt, wird das laufende Radioprogramm hier übertragen. 300 Leute sitzen in einem Raum, warten auf Weihnachten und hören DLF auf Langwelle. Sehr skurril.

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Keine Chance auf Google-Treffer

Wie kann man ein richtiger Underdog im 21. Jahrhundert sein? Der einfachste Trick: sich in der Masse verstecken. Michael M[ai|ei|ey|ay]er heißen. Oder eine Band gründen und sie so nennen.

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Tag des… what the hell?

Am 21. Oktober ist Zweithaartag. Bloß nicht verpassen.

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Jeden Tag drei Mal

Mindestens.

061014_w3b_podcastgucken.png

Aus der aktuellen W3B-Umfrage zur Internetnutzung. Wer auch immer den Fragebogen designt hat, er war ein wahrer Fachmann.

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Al Gore ist gerade wieder hip

Einfach mal wieder 12 Jahre zurückbeamen. Schade, dass das meiste davon Vision blieb.

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Da war doch noch was

Eigentlich hatte ich mal die Rubrik “Eigenprodukte” eingerichtet, um hin und wieder Einblicke in das zu geben, was ich sonst so schreibe und treibe. Nur müsste man die dann auch manchmal selbst bestücken.

Heute mach ich das mal:

» Kurzinterview mit Eva-Maria Stange zur Entscheidung bei der ersten Runde im Hochschulwettbewerb für ZEIT online.

» Ab Montag: Gemeinsam mit Prof. Niedermayer ein Proseminar zum Thema «Modernisierung von Wahlkämpfen durch Onlinekommunikation» am Otto-Suhr-Institut der FU Berlin.

» Wer mich nächste Woche unbedingt treffen will, der kann das vermutlich hier, bei dem hier dort hier, hier oder hier tun.

» Und sonst? Mein «Metagedönsblog»-Blogruf bei den freundlichen ZEIT-Genossen (sorry, soviel Kalau musste sein) kann langsam krabbeln: es ist vorgestern ein Jahr alt geworden.

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Freund ≠ Feind?

«Habe eine große Rentierwurst im Gepäck!» schrieb mir ein Freund, der mich besuchen möchte. Jetzt überlege ich, ihn spontan auszuladen. Oder Vegetarier zu werden.

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Leseempfehlung: Die NPD in den Kommunalparlamenten Mecklenburg-Vorpommerns

„Außerdem schädigt es den Selbstbehauptungswillen des deutschen Landes Pommern, wenn ein abstraktes Projekt wie eine ,Euroregion Pomerania’ propagiert wird, in dem man deutsche, schwedische und im Augenblick polnisch besiedelte Gebiete wahllos zusammenwürfelt. Künstliche Verwaltungseinheiten dürfen nicht gewachsene historische und kulturelle Strukturen ersetzen.“ (Aus einem Antragspapier)

197 Seiten akribische Arbeit. Durch die Bank interessant.

Katharina Beier, Jenny Bogitzky, Hubertus Buchstein, Katharina Feike, Benjamin Fischer, Pierre Freyber, Mathias Strüwing, Tim Wiedemann: Die NPD in den kommunalen Parlamenten Mecklenburg-Vorpommerns (PDF)

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Das wahre Web 2.0..

..spielt sich hier ab. Vergesst MySpace, vergesst Facebook, vergesst YouTube, vergesst die Wikipedia. Solange es noch Pferdemädchen gibt, so lange wird der virtuelle Galoppergarten sie über alle Hindernisse – ob Oxer, Triple-Bar oder Wassergraben – outperformen.

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Die Welt ist ungerecht…

…und die Zeit heilt alle Wunder:

Bei Joschka Fischer werden Meinungswechsel auf Damaskus-Erlebnisse zurückgeführt, bei Guido Westerwelle auf eine demoskopische Erhebung.

Bernd Ulrich in ebenjener Wochenzeitung über die Wahrnehmung der FDP. Prägnanter gehts kaum.

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Hardwarespam

Ich möchte nie wieder Hardware-Mails sortieren… Ich möchte nie wieder Hardware-Mails sortieren… Ich möchte nie wieder Hardware-Mails sortieren… Ich möchte nie wieder Hardware-Mails sortieren… Ich möchte nie wieder Hardware-Mails sortieren… Ich möchte nie wieder Hardware-Mails sortieren…GNAAAAH. Zwei Stunden Beschäftigungstherapie. Für einen großen Stapel Papier. Wo ist die automatische Filterfunktion?

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Gemütsplaylist #25: Fire & Forget

» Depeche Mode – Walking in my shoes
» Kettcar – Ich danke der Academy
» Funny van Dannen – Letzte Zigarette

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Apple Deutschland: Hier nix MacBook

Ich mache gerade mal wieder Erfahrungen mit unübersichtlichen Websites. Bei meinem drei Monate alten schwarzen MacBook bröselt das Plastik ein bisschen weg - genau an der Stelle, wo ich meine rechte Hand immer zum schreiben auflege. Schlechte Verarbeitungsqualität, sag ich jetzt mal ganz einfach - dadrunter war Luft und ich bin halt Vielnutzer.

Das fände ich alles nicht so schlimm – abgesehen davon, dass das natürlich Mist ist und ich das von Apple geflickt bzw. ausgetauscht haben will, kann ja nicht sein sowas. Aber zumindest nicht so schlimm wie die Website von Apple. In der deutschen Support-Sektion gibt es kein MacBook. Einfach nicht da. Und Kontaktdaten? Haha. Wo kämen wir denn da hin. 150 EUR extra wg. Schwarz und dann nichtmal Kontaktdaten? Nene. Na gut, ruf ich halt morgen an.

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Pointenbaukasten

Kaczynski + Koalitionskrise + Kartoffeln aus dem Feuer holen + Tageszeitung + etwas anheizen

Viel Spaß.

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Gemütsplaylist #24: Hardcore-80ies-Synthiepop

» Alan Parsons Project – Eye in the Sky
» Supertramp – Breakfast in America
» Camouflage – The Great Commandment

Eigentlich wäre ja Rocko Schamoni - Mauern heute viel passender gewesen….

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DRM-Day

Heute haben einige Menschen zum DRM-Day aufgerufen. Passenderweise gerade woanders über ein Stück Diskussionsgrundlage gestolpert, das den Willen einiger Parteimenschen widergibt:

Geistiges Eigentum

[…] Das Urheberrecht insgesamt muß gewahrt bleiben verteidigt werden. Übermäßige Bevormundung oder gar Kontrolle der Bürger durch die Rechteverwerter muß jedoch entschieden entgegengesteuert werden. Die Rechte kreativer Urheber müssen gegenüber den Verlagen gestärkt werden.

Jetzt dürfen alle mal raten, bei welcher Partei das gefunden wurde. Ein Tipp: es war nicht die FPÖ.

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