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Fehler? Muss natürlich beim Kunden sein

Seit über zwei Jahren bin ich bei Arcor und habe dort einen ISDN- und DSL-Anschluss. Einer der Gründe war, dass die beim Kundenservice mal als gut galten. Im Laufe der Zeit haben sie von mir deutlich mehr als 1000 EUR bekommen, ein durchaus solider Betrag.

Nun gab es (das erste mal seit über einem Jahr) wieder ein Problem. Meine Netzverbindung ist seit spätestens gestern schnarchlahm geworden, Upstream ist okay mit 40 KByte/s, Downstream mit max. 10KByte/s allerdings absolut nicht. Und die Paketverluste machen ernsthaftes Netznutzen fast unmöglich.

Logischer Schritt, nachdem man hier alles gecheckt hat: rufen wir mal bei Arcor an. Ach ja, wo nochmal? Die alte, kostenfreie Hotline gibt es nicht mehr. Stattdessen jetzt eine 0181-Nummer, bei der 24ct/Minute fällig werden. Allerdings erst, nachdem man sich durch den miesen Kundendialog gefressen hat (hey, da muss man mit dem Typen sprechen und kann gar nicht mehr via Tastaturtönen kommunizieren! Langsam!).Gut, gemacht - und nochmal zwei Minuten gewartet. “Bitte nutzen sie auch das Kundenserviceportal im Internet”, sagt der Kundendialogsprecher. Würd ich ja gerne.

Mitschnitt gefällig? Hmmm, die Laune war schon mies. Warum also nicht? Machen wir das mal - Qualitätskontrolle heißt auch, mit ziemlich sauren Kunden umgehen zu können. Ein Herr F. nimmt ab. Er nuschelt viel zu leise. Er will mein Betriebssystem wissen - wofür eigentlich? Packet Loss gibts selbst direkt vom Router aus, und der läuft unter NetBSD. Widerwillig gebe ich ihm Auskunft. Was er mit der Information will, kann er mir nicht sagen. “Die Technik braucht das.” - so ein Blödsinn. In dem Stil geht es weiter. Er will Sachen wissen, die alle auf einen Fehler bei mir rauslaufen würden. Sorry, ist nicht. Hier ist alles okay.

Aber nicht mit Herrn F. am Telefon: “Bitte machen Sie den Arcor-Speedcheck, dreimal, zu unterschiedlichen Uhrzeiten.” Wie bitte? Ich komme de facto kaum ins Netz und der möchte, dass ich den Arcor-Speedcheck mache? Also ein kleines webbasiertes Arcorspielzeug? Selbst zu arcor.de habe ich zu dem Zeitpunkt ordentlich Paketverlust. Er insistiert darauf. Ich sage ihm, dass das Quatsch ist, weils nicht geht. Er meint, die Technik würde das benötigen. Auf die Frage, wozu denn und wie ich es machen soll, hat er natürlich keine Antwort. Langsam werde ich richtig sauer. Bis zu dem Zeitpunkt hat mich das Gespräch locker einen Euro gekostet. Und ordentlich Zeit. Leute, ich zahle euch was dafür, dass es funzt. Und zwar nicht zu schlecht. Ihr seid nicht die billigsten im Markt, dafür erwarte ich Service.

Herr F. ist mir mittlerweile zu doof. Ich frage also nach der Faxnummer des Ladens. Schauen wir mal, was als nächstes passiert. Derweil stell ich mich auf einen Providerwechsel ein für diesen Service kann ich auch zu echten Billigheimern gehen. (Stunden später: Das Problem ist ganz offenbar jetzt behoben. Ohne jede Nachricht von Arcor.)

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2 Responses to “Fehler? Muss natürlich beim Kunden sein”

  1. Wormauson Apr 9th 2006 at 19:18

    Jop, .
    Ich hab mal vor 2 bis 3 Jahren ne ganze Menge auf Arcor gegeben. Stabiele saubere Leitung, guter Support udn relativ fairer Preis.
    Das kann man schon seit einiger Zeit von diesen Arcorianern nicht mehr erwarten, leider. Die sind wohl momentan dabei, sich ihr Image endgültig zu ruinieren. (machen die das mit absicht, damit sie vom Markt fliegen?)
    Momentan siehts bei denen so aus, dass der Kunde ca. 30 mal je Minute mit irgendeiner Netz-Attacke belastet wird und dazu kommen noch ca. 5% bis 10% permanenter Loss auf den Einwahlgateways von Arcor.
    Für viele Kunden von denen hört sich, glaube nicht unberechtigterweise, seit einiger Zeit Arcor ähnlich wie Horror an.
    Ich glaub, die Bombe wird gerade schon tausendfach gebaut, die bei denen irgendwann mal irgendwo reinfliegt. (nicht wortwörtlich gemeint, auch wenn sic’s so mancher momentan wünscht)
    Ach, übrigens: Mien Arcor Umzug von einer zur anderen Wonung hat 5 Minate gedauert und ich bin in der Zeit fast 200 Euro ärmer geworden, für Dienstleistungen, die Arcot in der Zeit nicht bereitgestellt hat. (Mit der Begründung, dass dieses ja feste Monatspreise sein, die fortlaufend gezahlt werden müssten). Nur die ungeplanten 3 Monate Ausfall meinerseits, wollten die mir nicht erstatten. Immerhin wurde eine Umtzugszeit seitens Arcor von 2 bis 6 Wochen angekündingt …, aber niemals von fast nem halben Jahr. Und das hier mitten in Berlöin, nur einfach mal so 2 Stassenecken weiter.
    hier nochmal die Statistics:http://wormaus.ath.cx/winmtr-test/wormaus.html

    Ähmmm … Hotline? Was ist das? Ich habs tausende male versucht, aber was hilfts, wenn da die letzten DAU’s Deutschlands dransitzen, die nichtmal Begriffe wie TCP/IP, Gateway, MTU, LAN kennen, geschweige denn etwas damit anfangen können?
    Die haben nur einen Lehrgang gemacht (die Meisten) und der hiess “Wie veräppel ich die Kunden und wie werde ich sie wieder los.”
    Ja, Qualitätssicherung nenn man auch, wenn erst garkeine Probleme aufgeschrieben bzw. weitergeleitet werden. Weil dann gibbet inner Statistik auch keine.
    Achso, meine Meinung wollten die von der Hotline auch immer am Ende wissen, wie gut ich beraten worden wäre … allerdings sollte man sich an der Stelle auf ein freundliches “tüüt, tüüt, tüüüt, tüüt, tüüt, tüüt … knack”
    … gefasst machen, die Mitarbeiter drücken einen einfach weg und das wars.
    Ich jedenfalls wünsch den leuten dort ein freundlichen Horror, der Crash kommt bestimmt (is ja in der Technik schon fast da, wenn die komplette Gateways um-routen müssen)
    und im Geldbeutel wird unter den Umständen der Crash auch nicht mehr allzulange warten lassen, weil bei so extrem mangelnden Quality’s wird wohl bald kaum noch einer zu dem Verein wechseln.
    (Ich hoffe es zumindest)

  2. bablfishon Apr 27th 2006 at 7:39

    kann ich nur bestätigen…. der letzte scheiss-verein ..

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