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	<title>Kühlschranknotizen &#124; Kühlschranknotizen</title>
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		<title>Kühlschranknotizen &#124; Kühlschranknotizen</title>
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		<title>Neulich an der Spree</title>
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		<pubDate>Sat, 16 Feb 2013 17:20:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>flueke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Der eine oder andere fragt sich ja, wofür er den Rundfunkbeitrag (auch bekannt als Haushaltsabgabe) eigentlich so bezahlt. Nun habt Ihr eine Antwort mehr: für meine Tätigkeit. Denn seit dem 15.02.2013 (das war beim Schreiben dieses Posts gestern) verstärke ich als freier Korrespondent im Hauptstadtstudio die Berichterstattung zu netzpolitischen Themen &#8230;]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Der eine oder andere fragt sich ja, wofür er den Rundfunkbeitrag (auch bekannt als Haushaltsabgabe) eigentlich so bezahlt. </p>
<p>Nun habt Ihr eine Antwort mehr: für meine Tätigkeit. Denn seit dem 15.02.2013 (das war beim Schreiben dieses Posts gestern) verstärke ich als freier Korrespondent im Hauptstadtstudio die Berichterstattung zu netzpolitischen Themen beim Deutschlandradio, also der Senderfamilie von Deutschlandfunk, Deutschlandradio Kultur und DRadio Wissen.</p>
<p>Ich werde zwar noch gelegentlich etwas schreiben, aber in der nächsten Zeit vorwiegend von mir hören lassen. Für die DRadio-Familie habe ich in den vergangenen Jahren hin und wieder bereits als netzpolitischer Erklärbär gearbeitet, kenne unter anderem daher auch den/die einen oder anderen Kollegen/in etwas besser, freue mich auf die Aufgabe, freue mich auf die Kollegen und die Zusammenarbeit mit ihnen.</p>
<p>Die Kaffeemaschine jedenfalls taugt, soviel war bereits festzustellen. Also allerbeste Voraussetzungen für eine gute Zeit im Haus der Bundespressekonferenz.</p>
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		<title>Statistik für Werbefachleute und Führungskräfte</title>
		<link>http://www.falk-lueke.de/2013/01/24/statistik-fuer-werbefachleute/</link>
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		<pubDate>Thu, 24 Jan 2013 15:02:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>flueke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medienbeobachtung]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Gala für das Werbeszenebliblabubb W&#038;V (Werben und Verkaufen) hat einen Artikel über Umfrageergebnisse der dpa-Werbeaussendungstochter News aktuell und von Faktenkontor veröffentlicht. „Viele Führungskräfte in der deutschen PR-Branche sind offenbar unzufrieden mit ihrem Verdienst“, heißt es da. Ein Lehrstück für die Imaginationskraft sinnloser Prozentzahlen, um irgendeine Aussage aus viel zu kleinen Samples zu pressen.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die Gala für das Werbeszenebliblabubb W&#038;V (Werben und Verkaufen) hat einen Artikel über Umfrageergebnisse der dpa-Werbeaussendungstochter News aktuell und von Faktenkontor veröffentlicht. „Viele Führungskräfte in der deutschen PR-Branche sind offenbar unzufrieden mit ihrem Verdienst“, <a href="http://www.wuv.de/agenturen/pr_fuehrungskraefte_mit_gehaeltern_unzufrieden" title="Erben &#038; Versaufen: Führungskräfte unzufrieden - Statistik für Sparjournalisten">heißt es da</a>. Ein Lehrstück für die Imaginationskraft sinnloser Prozentzahlen, um irgendeine Aussage aus viel zu kleinen Samples zu pressen.</p>
<p><a href="http://www.falk-lueke.de/2013/01/24/statistik-fuer-werbefachleute/2011-10-28-11-31-10/" rel="attachment wp-att-31"><img src="http://www.falk-lueke.de/wp-content/uploads/2012/05/2011-10-28-11.31.10-1024x640.jpg" alt="2011-10-28 11.31.10" width="660" height="412" class="alignnone size-large wp-image-31" /></a></p>
<p><span id="more-262"></span></p>
<p>Führungskräfte? Unzufrieden? Oh, nein! Das klingt ja fast nach Abwerben, nach W&#038;V-Jobmarkt, nach Ohgottogott!</p>
<blockquote><p>„Knapp jeder Siebente der Entscheider ist unzufrieden (15 Prozent) oder sogar sehr unzufrieden (4 Prozent) mit der Entlohnung seiner Arbeit.“
</p></blockquote>
<p>Das klingt ja nach ganz schön viel. Und weiter:</p>
<blockquote><p>
„55 Prozent der unzufriedenen Teilnehmer meint, dass das Gehalt ihrer Ausbildung und Erfahrung nicht angemessen ist. Jeder zweite Befragte findet, dass das Gehalt in seiner Position nicht gerechtfertigt ist (51 Prozent).<br />
Zu viele Überstunden, die entweder nicht ausgeglichen oder nicht bezahlt werden, sind für 49 Prozent der Entscheider ein Grund. Ein Drittel der unzufriedenen Teilnehmer moniert, dass ihr Verdienst nicht der Leistung entspricht, die sie im Unternehmen erbringen (36 Prozent).“
</p></blockquote>
<p>Der Artikel ist ein Wunderwerk, und dieses Wunderwerk beruht auf der Möglichkeit, Prozente statt absoluter Zahlen zu verwenden. 123 Teilnehmer hatte die Umfrage, allesamt „PR-Experten“. Heißt übersetzt: 1 Prozent = 1,23 Personen.<br />
Unzufrieden seien 15 Prozent, heißt es. Das sind 18,45 Personen. Schiefe Zahl, interessant. Ganz unzufrieden 4 Prozent, das wären 4,92 Personen. Insgesamt sind also 23,37 Personen unzufrieden oder sehr unzufrieden. Hmmm!</p>
<p>55 Prozent von 23,37 unzufriedenen oder sehr unzufriedenen Personen finden ihr Gehalt unangemessen. Sind summa sumarum: 12,8535 Personen. Und 51 Prozent, also 11,9187 Personen, finden, dass sie zuviele Überstunden machen. </p>
<blockquote><p>Ein Drittel der unzufriedenen Teilnehmer moniert, dass ihr Verdienst nicht der Leistung entspricht, die sie im Unternehmen erbringen (36 Prozent).
</p></blockquote>
<p>Das wären 36 Prozent von eben jenen wenigen. Auch bekannt als 8,5 Personen.</p>
<p>Nun kann man sagen: hej, die haben immerhin die Zahl der Befragten dazuveröffentlicht. Aber die 0,irgendwas-Personen, die deuten darauf hin, dass von den eh schon wenigen Teilnehmern einige sich zu den Punkten gar nicht geäußert hatten. Also aus einer ganz dünnen Datenbasis, über die jeder Statistiker nur lächeln kann, eine noch dünnere wurde. 1,0 Personen halten diese Statistik daher für ziemlichen Quatsch.</p>
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		<item>
		<title>Lower Saxony: No place for pirates?</title>
		<link>http://www.falk-lueke.de/2013/01/21/lower-saxony-no-place-for-pirates/</link>
		<comments>http://www.falk-lueke.de/2013/01/21/lower-saxony-no-place-for-pirates/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 21 Jan 2013 08:37:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>flueke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[The elections in Lower Saxony state yesterday marked an end to the run of the German Pirate Party. After being elected in September 2011 into Berlin state parliament (Abgeordnetenhaus), they also managed to enter the parliaments in Northrine-Westphalia, the Saarland and Schleswig-Holstein. Now they failed breaking the 5 per cent barrier that avoids too much fragmentation of the parliaments: only 2.1 per cent of the voters decided to support the orange colored.

<a href="http://www.falk-lueke.de/2012/05/16/anmerkungen-zur-piratenberichterstattung/2012-04-10-14-10-26-2/" rel="attachment wp-att-75"><img class="size-large wp-image-75" alt="2012-04-10 14.10.26 - Ein Aufkleber im Weinbergsweg auf einer Parkbank" src="http://www.falk-lueke.de/wp-content/uploads/2012/05/2012-04-10-14.10.261-1024x640.jpg" width="660" height="412" /></a> <small>A sticker at Weinbergsweg in Berlin. 97,9 percent of Lower Saxony electorate have thought the same yesterday.</small>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>The elections in Lower Saxony state yesterday marked an end to the run of the German Pirate Party. After being elected in September 2011 into Berlin state parliament (Abgeordnetenhaus), they also managed to enter the parliaments in Northrine-Westphalia, the Saarland and Schleswig-Holstein. Now they failed breaking the 5 per cent barrier that avoids too much fragmentation of the parliaments: only 2.1 per cent of the voters decided to support the orange colored.</p>
<div id="attachment_75" class="wp-caption alignnone" style="width: 670px"><a href="http://www.falk-lueke.de/2012/05/16/anmerkungen-zur-piratenberichterstattung/2012-04-10-14-10-26-2/" rel="attachment wp-att-75"><img class="size-large wp-image-75" alt="2012-04-10 14.10.26 - Ein Aufkleber im Weinbergsweg auf einer Parkbank" src="http://www.falk-lueke.de/wp-content/uploads/2012/05/2012-04-10-14.10.261-1024x640.jpg" width="660" height="412" /></a><p class="wp-caption-text">A sticker at Weinbergsweg in Berlin. 97,9 percent of Lower Saxony electorate have thought the same yesterday.</p></div>
<p><span id="more-256"></span></p>
<p>The explanations for the pirates disaster, which was expected in the polls and by many journalists and politicians but obviously nothing the pirates themselves took seriously, are many.</p>
<p>First of all, the pirate parties public image has changed. The federal party is quarreling, several of its managing board members left and still, after four years of existence, the party is not able to represent much more but a protest movement for better politics, not only for digital issues but also for the sake of better participation in political decision making, transparency and in general a better democracy. Which sounds nice, but the tools the pirate party is using internally aren’t as robust as needed, the mechanisms of the online party internal democracy are still in development and often bypassed by the own decision makers. Some say, the pirate party looks like the Liberal party now, known for internal quarrels and being mainly busy with themselves but with politics.</p>
<p>Second, the pirate party has not managed to transfer the high aims of transparency and a better democracy  into politics for this particular state. Why does it matter for lower saxonians to vote for the Pirates? What is their political offer? Are they giving a real alternative or are they a  toolbox provider only &#8211; and nobody knows whether they can apply their tools to the existing reality and what is the effect of this?</p>
<p>Third, and maybe the most important issue for the upcoming federal elections in Germany in September: the Pirate Party was inbetween a major political decision between keeping the prime minister or dismissing him, with the polls getting closer day by day and now ending up in a one-seat-majority setting for the until-now-opposition. The Christian-Democrats / Liberal party ruling coalition was able to motivate voters to split their votes (candidate vote for the CDU, party list vote for the FDP) and save the liberal FDP from dropping out of the state parliament of Lower Saxony. The Social Democrats / Greens opposition managed to gain some points. But the race became very close in the polls a few weeks before the election. There was little to no answer by the Pirates on what their function in this political environment could look like. The chance of using your vote for a party that doesn’t take the 5 per cent barrier narrowly and by that counter-voting your intentions was high for voters. Those who may have sympathized with the Pirates had little choice but to vote in favour of Social Democrats or Greens to secure the outcome the wanted (there’s good reason to believe CDU supporters are relatively unlikely to vote for the Pirate Party).</p>
<p>If the same situation comes up at the Federal Parliaments, the Bundestag election, the Pirate Party will have to give better answers than it did in Lower Saxony. Otherwise, they will be swatted in the classical political parties horse race. The one who is still giving them hope that September won’t be the same situation as in Lower Saxony this weekend so far is the Social Democrats chancellorship candidate Peer Steinbrück, who is running a remarkably weak campaign and showing an unexpected ability of dropping a brick every week. But if the Pirates don’t solve their own problems, even this won’t help them. On the federal level, voters will think twice before sending the political newbies into offices they say they would be able to fulfill their duties in – but there’s little prove yet they are.</p>
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		<title>Halbwegs aktuelle Texte und Töne am Jahresanfang</title>
		<link>http://www.falk-lueke.de/2013/01/18/halbwegs-aktuelle-texte-und-tone/</link>
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		<pubDate>Fri, 18 Jan 2013 11:16:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>flueke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Audio]]></category>
		<category><![CDATA[Online]]></category>
		<category><![CDATA[Print]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>

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		<description><![CDATA[Journalistische Arbeit hat viele Facetten, hat unterschiedliche Geschwindigkeiten und Herangehensweisen. Es kommt auch vor, dass man selbst einen Text schon fast vergessen hat, der dann einige Zeit später erst erscheint. Was in meinem Fall jetzt dazu führt, dass &#8211; nach vollzogenem Wechsel des Nachnamens &#8211; manche Texte noch unter Falk &#8230;]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_247" class="wp-caption alignnone" style="width: 670px"><a href="http://www.falk-lueke.de/2013/01/18/halbwegs-aktuelle-texte-und-tone/20130105_113920/" rel="attachment wp-att-247"><img class=" wp-image-247 " title="Richtig reinhängen" alt="Im RIAS-Haus des Deutschlandradio Kultur kann man jetzt manchmal auch Reinhangouten. Experiment während #ctonlinetalk." src="http://www.falk-lueke.de/wp-content/uploads/2013/01/20130105_113920-1024x768.jpg" width="660" height="495" /></a><p class="wp-caption-text">Im RIAS-Haus des Deutschlandradio Kultur kann man jetzt manchmal auch Reinhangouten. Experiment während #ctonlinetalk.</p></div>
<p>Journalistische Arbeit hat viele Facetten, hat unterschiedliche Geschwindigkeiten und Herangehensweisen. Es kommt auch vor, dass man selbst einen Text schon fast vergessen hat, der dann einige Zeit später erst erscheint.</p>
<p><span id="more-245"></span>Was in meinem Fall jetzt dazu führt, dass &#8211; nach vollzogenem Wechsel des Nachnamens &#8211; manche Texte noch unter Falk Lüke und nicht unter Falk Steiner erschienen sind. Das macht natürlich nichts: der Inhalt wäre eh der selbe.</p>
<p>So habe ich mich beispielsweise mit dem Französischen ISP Free beschäftigt, der zur Iliad-Gruppe gehört und auf den ausgelieferten Routern <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Franzoesischer-Provider-beendet-Werbeblockade-1778628.html">einen Werbeblocker installiert hatte</a>, Texte bei heise online. Ob und wie weit der Router noch zum Netz oder zur Sphäre des Nutzers gehört: gar nicht so leicht. Und unter Netzneutralitätsaspekten habe ich auch sehr spannende Diskussionen mit Experten dazu geführt, wie das zu bewerten ist.</p>
<p>Ich schrieb auch über das große <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Belgische-Staatsbahn-Fahrlaessiger-Umgang-mit-Kundendaten-1774384.html">Datenleck, dass bei der belgischen Staatsbahn entstanden war</a>. Nicht mehr berichtet habe ich dann darüber, dass der Storify-Programmierer Frederic Jacobs unter sncb.fredericjacobs.com eine Abfragemöglichkeit für die geleakten Kundendaten zur Verfügung stellte, mit der potenziell Betroffene einfach nachprüfen konnten, welche ihrer Daten darin standen. Bei Probeläufen, die ich unternahm, waren hochrangige EU-Mitarbeiter und EU-Abgeordnete als betroffen vermerkt. Jacobs nahm das Selbstauskunfts-Tool <a href="http://www.fredericjacobs.com/post/39478946004">vom Netz</a>, nachdem sich die belgische Datenschutzaufsicht negativ dazu äußerte. Potenziell Betroffene können sich bei Nurpa, einem belgischen Internetnutzerverband, Briefvorlagen für Auskunftsersuchen und Widerspruch an die SNCB/NMBS und für eine Beschwerde bei der belgischen Datenschutzaufsicht <a href="http://nurpa.be/hermes/">generieren lassen</a>.</p>
<p>Datenschutz ist ein Thema, das mich seit Jahren in vielen Variationen begleitet. Derzeit reformiert die Europäische Union das Datenschutzrecht &#8211; und darum wird heftig gestritten. Einige Kernpunkte des Vorschlags:</p>
<ul>
<li>Europaweite Vereinheitlichung</li>
<li>Eine Richtlinie für Justiz und Strafverfolgungsbehördendatenverarbeitung</li>
<li>Eine Verordnung für alles andere</li>
<li>Grundprinzipien (Datensparsamkeit, Zustimmung-oder-per-Gesetz-Zulässigkeit etc.) werden beibehalten</li>
<li>Strafrahmen wird deutlich erhöht</li>
<li>Ausnahmetatbestände werden reduziert</li>
<li>Zuständigkeit der Aufsichtsbehörden wird geregelt</li>
<li>Datensicherheitsverstöße sollen Benachrichtigungspflicht mit sich bringen</li>
<li>Datenverarbeitung von in der EU befindlichen Bürgern im Nicht-EU-Ausland soll strikter reguliert werden</li>
</ul>
<p>Die Änderungsvorschläge der Berichterstatter Jan Albrecht (Verordnung) und Dimitrios Droutsas (Richtlinie) liegen nun auf dem Tisch. Über die schrieb ich <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/EU-Datenschutzreform-nimmt-weiter-Form-an-1779603.html">für heise online</a>. Und über <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Europaparlament-Lob-und-Kritik-fuer-Vorschlaege-zur-Datenschutzreform-1780734.html">die Reaktionen darauf</a>. Und <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/EU-Datenschutzreform-Die-Schlacht-um-den-Schutz-der-Privatsphaere-1783758.html">fragte den Datenschutzbeauftragten der Deutschen Telekom</a>, ob er die Vorschläge jetzt gut oder schlecht findet &#8211; und warum.</p>
<p>Ein Thema, das mich ebenfalls schon länger begleitet, ist <a href="http://www.taz.de/!95217/">das Kartellverfahren des EU-Wettbewerbskommissars gegen Google</a>. Joaquin Almunia hat angekündigt, dass er von Google bald konkrete Änderungen erwartet. Kurz zuvor hatte die US-Handelsbehörde FTC ein Wettbewerbsverfahren gegen Google eingestellt. Warum die beiden Verfahren unterschiedlich sind und ob die EU-Kommission gegen die Firma Zähne zeigen kann, habe ich dann <a href="http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/thema/1975822/">im DRadio Kultur erläutert</a>. Erstaunt hatte mich in dem Kontext im Übrigen, wie <a href="https://twitter.com/ChristophKeese/status/287202801447215104">erfreut der Axel-Springer-Lobbyist Christoph Keese ein FTC-Minderheitsvotum auf Twitter begrüßte</a>. Gelesen schien er es zu dem Zeitpunkt eher nicht zu haben &#8211; es entspricht inhaltlich überhaupt nicht der von ihm vertretenen Meinung.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Jahresrückblick 2012</title>
		<link>http://www.falk-lueke.de/2012/12/14/jahresruckblick-2012/</link>
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		<pubDate>Fri, 14 Dec 2012 16:03:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>flueke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Der Autor]]></category>

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		<description><![CDATA[Da jetzt jeder einen wortreichen Jahresrückblick macht, mache ich einfach auch einen. Die eine Nachricht: Jahr ist rum. Ereignisreich, das steht fest, war es. Danke für&#8217;s Mitlesen. Die andere Nachricht: 2013 wird es mit ein paar Veränderungen eine Fortsetzung geben. Welche genau, verrat ich nach der Winterpause im Januar. Vielleicht &#8230;]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Da jetzt jeder einen wortreichen Jahresrückblick macht, mache ich einfach auch einen.</p>
<div id="attachment_229" class="wp-caption alignnone" style="width: 610px"><a href="http://www.falk-lueke.de/wp-content/uploads/2012/12/20120802_114234.jpg"><img src="http://www.falk-lueke.de/wp-content/uploads/2012/12/20120802_114234-1024x768.jpg" alt="Berlin im Winter (Symbolbild)" title="Berlin im Winter (Symbolbild)" width="600" height="450" class="size-large wp-image-229" /></a><p class="wp-caption-text">Berlin im Winter (Symbolbild)</p></div>
<p>Die eine Nachricht: Jahr ist rum. Ereignisreich, das steht fest, war es. Danke für&#8217;s Mitlesen.</p>
<p>Die andere Nachricht: 2013 wird es mit ein paar Veränderungen eine Fortsetzung geben. Welche genau, verrat ich nach der Winterpause im Januar. Vielleicht hier, vielleicht woanders.</p>
<p><small>Und wer noch ein Weihnachtsgeschenk braucht, kann ja <a href="http://amzn.to/vFzwtN" title="Amazon: Die digitale Gesellschaft. Netzpolitik, Bürgerrechte und die Machtfrage" target="_blank">hier zuschlagen</a>.</small></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Werte, Wandel, Wurstsalat: das Wortgewaltsterben fällt aus</title>
		<link>http://www.falk-lueke.de/2012/11/26/werte-wandel-wurstsalat/</link>
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		<pubDate>Mon, 26 Nov 2012 09:53:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>flueke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interdingsmeta]]></category>
		<category><![CDATA[Medienbeobachtung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.falk-lueke.de/?p=216</guid>
		<description><![CDATA[Wortgewalt ist eine Tugend und der bundesrepubikanische Diskurs ist so tugendhaft, dass es mich manchmal schaudern mag. Sprachliche Blendgranaten, die den Blick auf den Inhalt vernebeln, sind an der Tagesordnung. Handwerklich schön angerichtetes, doch inhaltlich Fragwürdiges tritt da zu Tage. Frank Schirrmacher ist zweifelsohne ein kluger Kopf und begnadeter Autor. &#8230;]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Wortgewalt ist eine Tugend und der bundesrepubikanische Diskurs ist so tugendhaft, dass es mich manchmal schaudern mag. Sprachliche Blendgranaten, die den Blick auf den Inhalt vernebeln, sind an der Tagesordnung. Handwerklich schön angerichtetes, doch inhaltlich Fragwürdiges tritt da zu Tage.
</p></blockquote>
<div id="attachment_48" class="wp-caption alignnone" style="width: 610px"><a href="http://www.falk-lueke.de/wp-content/uploads/2012/05/2011-08-05-14.34.55.jpg"><img src="http://www.falk-lueke.de/wp-content/uploads/2012/05/2011-08-05-14.34.55-640x1024.jpg" alt="Dublin, schräg gegenüber des neuen Google-Hochhauses" title="Dublin, schräg gegenüber des neuen Google-Hochhauses" width="600" height="960" class="size-large wp-image-48" /></a><p class="wp-caption-text">Dublin, schräg gegenüber des neuen Google-Hochhauses</p></div>
<p>Frank Schirrmacher ist zweifelsohne ein kluger Kopf und begnadeter Autor. Diese Woche <a href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/zukunft-des-journalismus-das-heilige-versprechen-11970610.html" title="Schirrmacher - Irgendwas was was mit Journalismuszukunft zu tun haben soll">liefert er uns ein Paradebeispiel</a>, dass auch die Feuilleton<strike>fritzen</strike>isten gern die gute alte Regel der Vermeidung eines „Betroffenheitsjournalismus“ durchleiden wollen. Er versucht sich – offensichtlich im Schatten von FR-, FTD- und dapd-Ableben, -wicklung und -surdem – an einer Abrechnung mit den Heilsversprechen des Internets, der kalifornischen Ideologie (Richard Barbrook mag er aber gleich einmal nicht benennen, stattdessen ausschließlich auf Kevin Kelly referenzieren, der dem hier gewünschten Effekt der Zurschaustellung der Unzulänglichkeit gerade besser zupass kommt). Er zückt das Keulchen, um es – wie würdelos für Schirrmachers eigene Position! – auf Wolfgang Blau heruntertänzeln zu lassen, dem Noch-Zeit-Online-Chefredakteur, den er damit als Diskursteilnehmer adelt, wie er es sonst nur in seinem schreibenden Piratenkabinett tut, dem von Frank Schirrmacher höchstselbst gemachten Destruktivdiskurs der politisch Unerfahrenen. Er geißelt Blau der Kurzsichtigkeit, des parasitären Verhältnisses zum Mutterblatt, zum Schmarotzer der guten Printjournalismusmarke. Das ist: angewandte Wortgewalt. Doch was versteckt sich überhaupt an inhaltlich Aussagen in seinem wortgewandten Text? Schirrmacher stellt rhetorische Fragen. </p>
<blockquote><p>Was stimmt jetzt überhaupt an all den Thesen über eine Technologie, die alle sozialen und ökonomischen Beziehungen verändern würde &#8211; und was davon ist nichts anderes als Silicon Valleys größter Werbecoup der Weltgeschichte?
</p></blockquote>
<p>Nicht, dass er vorhätte, diese Fragen zu beantworten. Denn Schirrmacher geht es nicht um die sozioökonomischen Veränderungen und letzten Endes auch nicht um die Frage, ob wir uns alle selbst verscheißern/lassen. Natürlich tun wir dies, graduell. So uns Frank Schirrmacher mit seinen steilen Thesen und der sie umgebenden heißen Luft in Wallung zu setzen versucht. Schirrmacher ist längst kein Beobachter mehr, er ist an vielen Stellen selbst der Diskursproduzent, sein Text ist das, was er bemängelt: nicht Wahrhaftigkeit und Aussagekraft, sondern der Wunsch nach Anerkennung, nach Franck’scher Aufmerksamkeit, nach Schulterklopflikes, das ist, was ihn treibt. Er wäre ein guter Blogger. Zum Beispiel bei der Huffington Post:</p>
<blockquote><p>[..] Das Einzige, was einem auf Anhieb einfällt, ist das Internetprojekt der Millionärin Arianna Huffington, von AOL gekauft und dafür bekannt, dass es seinen Autoren keine Honorare zahlt. [..]</p></blockquote>
<p>Das Einzige, was Frank Schirrmacher (Sic! Oder war es doch Michael Hanfeld?) auf Anhieb einfällt, ist das Internetprojekt der Millionärserbin Arianna Huffington, das seinen Bloggern nichts zahlt – außer in Reichweite für die eigenen Inhalte, die anderenorts monetarisiert werden. Die Plattform dahinter mit ihren Qualitätssicherungsmechanismen technischer wie redaktioneller Art kostet übrigens auch Geld und zahlt offenbar laut US-Gehaltsseiten auch gar nicht so schrecklich schlecht, wenn auch nicht glorreich. Was es somit insgesamt nicht wesentlich von einigen Zeitungen unterscheidet. Und wenn Frank Schirrmacher dann schreibt, dass „Corporate Journalism“ strukturell Scheiße sei (natürlich in gesetzteren Worten), dann hat er damit verflixt nochmal Recht &#8211; und <a href="http://www.fazinstitut.yourweb.de/publikationen/corporate-publishing">sollte in Frankfurt mit dem Kehren anfangen</a>.</p>
<p>Natürlich ist es darüber hinaus in dieser Ansammlung an Likewünschen auch zustimmungsfähig, die Verantwortung für Normeninterpretation und –konfrontation „den Konzernen“ zuzuschreiben, wie Schirrmacher es am Beispiel Apple nach Morozov tut. Definitionsmacht über Normen und Werte ist historisch stets bei demjenigen, der strukturelle Gewalt auszuüben in der Lage ist – das ist eine Binse, die mich Winseln macht. Apple und die katholische Kirche, Google und die Zeitungsverlage oder FoxNews, es ist gar keine Frage. Es ist banal und natürlich nicht zufriedenstellend, aber es ist, und das sollte man nicht unterschätzen, nicht das Silicon Valley von heute gewesen, das diese Entwicklungen erfand, optimierte, in die Welt setzte. Sondern die breite Aufbruchstimmung, die das Netz so werden ließ, wie es war, die auch einen Facebook und Google nach wie vor Angst machen: es hat einen Grund, warum sie weiterhin versuchen, irgendwie als nerdig zu gelten, um bloß nicht mit den Axel Springer AGs, Mecoms, Murdochs und anderen in einen Topf geworfen zu werden. MySpace starb, als Murdoch kam. StudiVZ war hinüber, als Holtzbrinck es „vermarktete“. Für das Geld, was darin versenkt wurde, hätte man guten Onlinejournalismus machen können. Wer stirbt hier also wen oder was? Welche Ökonomisierung funktioniert hier nicht? Frank Schirrmacher fragt am Ende seines Argumentenquartetts: „Wie kann eine Gesellschaft ohne guten Journalismus überleben?“ Ist das Ende von FTD und FR das Ende des guten Journalismus? Zumindest die FTD-Redakteure dürften kaum um eine Auffanggesellschaft zur Rettung geschäftsmodellbrüchiger betteln.</p>
<p><a href="http://www.ftd.de/unternehmen/handel-dienstleister/:gescheiterte-auffangloesung-schlecker-verdient-keine-staatshilfe/70016056.html"></p>
<blockquote><p>„Deutschland hat einen funktionierenden Sozialstaat. Wie will man begründen, dass einige Menschen arbeitslos werden, wenn man sie entlässt, andere aber noch eine Zeit auf Kosten der Arbeitslosenkasse und des Steuerzahlers in einer Auffanggesellschaft weiterbeschäftigt werden?“
</p></blockquote>
<p></a></p>
<p>Die Zeitungen, ehemals selbst notwendige Infrastruktur für den Transport von Nachrichten, machmal sogar Journalismus, und Werbung zum Leser, sie haben im Netz ihre infrastrukturelle Sonderstellung verloren. Und vielleicht, und das kann man in dieser unschönen neuen Welt auch gerne geißeln, ist es ja auch nur das: wir werden in Zukunft sehen, ob Journalismus überhaupt Relevanz für die Menschen hat. Soviel Relevanz, dass sie ihn möchten – auch finanziell. Als Journalist freue ich mich darüber, wenn es so kommt. Und fällt es aus, werde ich darüber noch berichten, um danach etwas anderes zu arbeiten. Das überbordende Sendungsbewusstsein eines Schirrmachers, ich fürchte, es wird in naher Zukunft nur noch für ein Blog reichen: Special Interest eben. Oder zu einer Meinungskolumne  im Amazooglemagazin, wenn er denn davon leben müsste. Oder zu etwas ganz anderem. Politico vielleicht. Was Schirrmacher gleich einmal unterschlug, das hätte das an die Wand gezeichnete Bild vom unmöglichen Journalismus in Zeiten der fragmentierte Super-Internetkonzern-normierten-Öffentlichkeiten nachhaltig gestört. Nur klüger macht dieser Debattenbeitrag – und damit wohl auch dieser Text, der in der Verwirrnis des Besprochenen nach einem Lichtlein suchte – nicht. Wortgewalt ist eben nur eine Tugend, nicht mehr.</p>
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		<title>Projekt Aua Daily Aua</title>
		<link>http://www.falk-lueke.de/2012/11/20/projekt-aua-daily-aua/</link>
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		<pubDate>Tue, 20 Nov 2012 11:56:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>flueke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Frag den Leser]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>

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		<description><![CDATA[Vor zwei Jahren habe ich angefangen, Sprachspielabfall zu sammeln. Also Wortsalate, Kurzgedichte, ineinandergeschobene Komposita, die alle ein wenig im Hirn weh tun. Jetzt möchte ich die geschätzte Leserschaft fragen, wie ich verfahren soll. Es ist etwa dreißig Jahre her, dass ich anfing, mich in die deutsche Sprache zu verlieben. Genau &#8230;]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Vor zwei Jahren habe ich angefangen, Sprachspielabfall zu sammeln. Also Wortsalate, Kurzgedichte, ineinandergeschobene Komposita, die alle ein wenig im Hirn weh tun. Jetzt möchte ich die geschätzte Leserschaft fragen, wie ich verfahren soll.<br />
<span id="more-211"></span><br />
<div id="attachment_163" class="wp-caption alignnone" style="width: 235px"><a href="http://www.falk-lueke.de/wp-content/uploads/2012/08/2011-05-21-17.41.53-e1345056442454.jpg"><img src="http://www.falk-lueke.de/wp-content/uploads/2012/08/2011-05-21-17.41.53-e1345056442454-225x300.jpg" alt="Baum, Grundzutat für Abreißkalender. Symbolbild." title="2011-05-21 17.41.53" width="225" height="300" class="size-medium wp-image-163" /></a><p class="wp-caption-text">Baum, Grundzutat für Abreißkalender. Symbolbild.</p></div></p>
<p>Es ist etwa dreißig Jahre her, dass ich anfing, mich in die deutsche Sprache zu verlieben. Genau erinnern kann ich mich nicht mehr, aber irgendwann wurde die Liebe so groß, dass ich mich in Presslufthammerpoesie auszuleben begann. Kaum eine Sprache, derer ich mächtig bin &#8211; und das sind immerhin Einskommetwas, Deutsch eingerechnet &#8211; gibt mir vergleichbare Möglichkeiten, mich in ihr auszudrücken. Mit ihr zu spielen. Unfug zu treiben.</p>
<p>Nun liegen hier weit über 300 Wortschatz-Ungetüme besonderer Art herum. Viele von ihnen erzeugen beim Betrachter/Leser ein kräftiges Aua-Gefühl. Zwischenzeitlich gab es die Idee, sie als Abreißkalender produzieren zu lassen. Aber das ist relativ teuer. Auch die Idee, sie mit Grafiken anreichern zu lassen &#8211; was nicht mein Part sein kann, da ich grafisch nur latent talentiert bin &#8211; bestand bereits.</p>
<p>Was denkt die werte Leserschaft? Machen? Lassen? Einfach als E-Book rausschubsen?</p>
<p>Post Scriptum: Arbeitstitel ist <em>Wortgeröll. Einband mit Inhaltestellen.</em></p>
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		<title>Sags mit Bildern: Die Lage der Zeitungen</title>
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		<pubDate>Fri, 16 Nov 2012 08:11:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>flueke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medienbeobachtung]]></category>

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		<description><![CDATA[Meine spontanen Eingebungen sind im Freundeskreis überaus gefürchtet, doch zum Glück für die meisten Menschen kann ich nicht sonderlich gut malen, zeichnen oder ähnliches. Doch manchmal fragt man einfach Freunde, ob Sie da nicht aushelfen können.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Meine spontanen Eingebungen sind im Freundeskreis überaus gefürchtet, doch zum Glück für die meisten Menschen kann ich nicht sonderlich gut malen, zeichnen oder ähnliches. Doch manchmal fragt man einfach Freunde, ob Sie da nicht aushelfen können.</p>
<div id="attachment_201" class="wp-caption alignnone" style="width: 510px"><a href="http://www.falk-lueke.de/wp-content/uploads/2012/11/20121116-fischzeitung.jpg"><img class="size-medium wp-image-201" title="20121116-fischzeitung" src="http://www.falk-lueke.de/wp-content/uploads/2012/11/20121116-fischzeitung.jpg" alt="(c) 2009 Zeichnung: Astrid Johanna Weber / Idee: Falk Lüke" width="500"/></a><p class="wp-caption-text">Wenn etwas stinkt: Es ist nicht immer das, was man vermuten würde. <br/><small>(c) 2009 Zeichnung: Astrid Johanna Weber / Idee: Falk Lüke</small></p></div>
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		<title>Allgemeines Rundschaudern</title>
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		<pubDate>Tue, 13 Nov 2012 16:32:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>flueke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medienbeobachtung]]></category>
		<category><![CDATA[Print]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist ein schlechtes Zeichen für die Zukunft der Zeitungen, wenn mit der Frankfurter Rundschau eine der ehemals großen deutschen Tageszeitungen in die Pleite geht. Das Blatt, das bis heute zu 40 Prozent der SPD-eigenen Deutschen Druck- und Verlagsgesellschaft (ddvg) gehört, hat es wohl endgültig nicht geschafft. Das Erstaunliche an &#8230;]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist ein schlechtes Zeichen für die Zukunft der Zeitungen, wenn mit der Frankfurter Rundschau eine der ehemals großen deutschen Tageszeitungen in die Pleite geht. Das Blatt, das bis heute zu 40 Prozent der SPD-eigenen Deutschen Druck- und Verlagsgesellschaft (ddvg) gehört, hat es wohl endgültig nicht geschafft.</p>
<div id="attachment_196" class="wp-caption alignnone" style="width: 610px"><a href="http://www.falk-lueke.de/wp-content/uploads/2012/11/2011-02-22-09.22.54.jpg"><img src="http://www.falk-lueke.de/wp-content/uploads/2012/11/2011-02-22-09.22.54-e1352824309901-768x1024.jpg" alt="Keine Frankfurter Rundschau. Aber auch kein reiches Blatt." title="2011-02-22 09.22.54" width="600" height="800" class="size-large wp-image-196" /></a><p class="wp-caption-text">Keine Frankfurter Rundschau. Aber auch kein reiches Blatt.</p></div>
<p>Das Erstaunliche an der FR-Misere ist, dass die Zeitung einen überaus treuen Abonnentenstamm hat – fast 65.000 Abonnenten kann sie für sich verzeichnen. Doch im Einzelverkauf geht schlicht: nichts mehr. Gerade einmal 17.000 Exemplare konnte das Blatt zuletzt noch im Kioskvertrieb absetzen, etwa genauso viele, wie sie als kostenlose Bordexemplare in Flugzeugen verteilen ließ. Das reicht nicht. Online ist die FR bedeutungslos: gerade einmal 20 Millionen Seitenaufrufe bei 5 Millionen Besuchen konnte sie zuletzt für sich verbuchen. Das wäre 2007 eine gute Zahl gewesen, im Jahr 2012 ist das hingegen nur traurig.</p>
<p>Medienvielfalt, Pluralismus schreien diejenigen. Das ist nicht falsch: jede Stimme mehr ist eine Stimme für die Vielfalt. Nur: journalistisch ist die FR seit Jahren nicht mehr aufgefallen. Sie hat solide Durchschnittsregionalzeitungsqualität bewiesen, nicht mehr, aber auch nicht weniger. Und es ist menschlich überaus bedauerlich für die, die derzeit das eine oder andere, vorwiegend aus nostalgischen Gründen, kräftige Krokodilstränchen durchs Knopfloch drücken. </p>
<p>Nun soll es Überlegungen geben, die FR künftig nur noch online erscheinen zu lassen. Doch das ist, angesichts der miserablen Onlinereichweite, offenbar als Gerüchteküche-Notnagel gedacht. Es gibt offensichtlich keine „Onlineoption“ für das Blatt, so wie wir es kennen. Alles was realistisch bleibt, ist die Möglichkeit, sie weiter runterzuschrumpfen und zu einem reinen Abonnementblatt umzugestalten. Vielleicht mit Digitalkomponente. Aber als Primärvertriebsweg hätte sie dabei keine Schnitte.</p>
<p>Interessant ist, welches Signal davon ausgeht. In den nächsten Tagen wird Gruner und Jahr entscheiden, wie es mit seinen Wirtschaftstiteln weitergeht – und ob überhaupt. Auch die Financial Times Deutschland, they are a changin‘.</p>
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		<title>Vertrautes Misstrauen</title>
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		<pubDate>Sun, 04 Nov 2012 18:54:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>flueke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[Man kann über die Piraten sagen, was man will. Aber eines wäre unfair: dass sie es sich einfach machen. In wohl keiner Partei wird so öffentlich, nicht offen, so transparent, nicht verantwortlich, so viel, nicht hochwertig, diskutiert. Wohl keine Partei hat einen so schnellen Wandel von einer Nischen-Nerdpartei, die sich &#8230;]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Man kann über die Piraten sagen, was man will. Aber eines wäre unfair: dass sie es sich einfach machen. In wohl keiner Partei wird so öffentlich, nicht offen, so transparent, nicht verantwortlich, so viel, nicht hochwertig, diskutiert. Wohl keine Partei hat einen so schnellen Wandel von einer Nischen-Nerdpartei, die sich aus Protestmomenten (Urheberrecht, Zensursula, Berliner Wasserverträge) heraus zu einem Hoffnungsträger und –enttäuscher durchgemacht. Nun knallt es im Tagesrhythmus &#8211; aber an den falschen Stellen.<span id="more-191"></span></p>
<div id="attachment_75" class="wp-caption alignnone" style="width: 610px"><a href="http://www.falk-lueke.de/wp-content/uploads/2012/05/2012-04-10-14.10.261.jpg"><img src="http://www.falk-lueke.de/wp-content/uploads/2012/05/2012-04-10-14.10.261-1024x640.jpg" alt="2012-04-10 14.10.26 - Ein Aufkleber im Weinbergsweg auf einer Parkbank" title="2012-04-10 14.10.26 - Ein Aufkleber im Weinbergsweg auf einer Parkbank" width="600" height="375" class="size-large wp-image-75" /></a><p class="wp-caption-text">Ein Aufkleber im Weinbergsweg auf einer Parkbank. Aussage nicht die des Autors.</p></div>
<p>Wenn man sich mit der Entstehungsgeschichte der Piratenparteien beschäftigt, wird man irgendwo im orangenen Urschleim der Gründung der Piratpartiet noch vor der Pirate-Bay-Durchsuchung 2007 in Schweden und den Enthaltungen der Kinderschützer bei den Grünen zum Zugangserschwerungsgesetz 2009 fündig. Das ist der Zeitraum, in dem in einem Teil der Netzbevölkerung der Gedanke Anhänger fand, dass die derzeitige politische Großwetterlage den eigenen Ansprüchen und Anliegen nicht entspräche und man entsprechend ein eigenes politisches Vehikel benötige. Und dass eine Partei im Parlamentarismus das geeignete Vehikel sein könnte, liegt auf der Hand. Als die Berlinwahl vor sich hindümpelte und keiner einem anderen Koalitionspartner in spe ein Auge auskratzen wollte, der Wasser-Volksentscheid eindeutig gegen den Rot-Roten Senat ausging und das Wort Transparenz plötzlich Titelseiten füllte, da schlug das Stündlein derjenigen, die auf der kurzen Kandidatenliste für das Abgeordnetenhaus standen. Ihr Wahlkampf war anders, frischer, unverbrauchter. Wer die Berliner Parteienlandschaft kennt, der weiß, dass hier alles miefig und piefig ist. Egal welche Farbe: Filz, Flechte, Freund- und Feindschaften gehören dazu. Das kam den Piraten zu Gute – genau wie das große „What the f…?“ der anderen Parteien, als sie in Vorwahlumfragen plötzlich realistische Chancen auf den Einzug hatten. Was folgte, ist bekannt. Weniger bekannt allerdings ist, wie zerstritten zum Beispiel die Berliner Piraten intern sind. Wie kurz sie schon davor standen, Abgeordnete aus ihrer kleinen Fraktion auszuschließen. Und wie sehr sie sich am Riemen zu reißen versuchen, sich nicht als die unprofessionellen Clowns der Politbühne darstellen zu lassen – trotzdem die wenigsten von ihnen Erfahrung mit Politik- und Verwaltungsbetrieb haben. Was auch in den drei weiteren Landesparlamenten, in die sie eingezogen sind, kaum anders ist: die wenigsten Abgeordneten haben wirklich gewusst, auf was sie sich einlassen.</p>
<p>Derzeit sind keine Landtagswahlen mehr. Und nun gucken die Piraten auf die Bundestagswahl. Und auf ihre Bundespartei. Ihren Bundesvorstand. Ihren Bundesgeschäftsführer. Sie streiten um Köpfe, um Kandidaturen, um Frauen, Quoten und Listenplätze. Wie jede andere Partei, nur öffentlicher. Sie streiten darüber, wer für sie antritt. Wie jede andere Partei, nur schonungsloser.</p>
<p>Die Piraten sind das Sinnbild der Vertrauenskrise, das alle Politik hat. Sie haben sich unter der Prämisse zusammengefunden, vieles anders und auch besser zu machen als diejenigen, die in den alten Parteien zu Hause sind. Was sich sowohl einige Wähler als auch und gerade ihre Parteimitglieder wünschen. Gäbe es Zahlen dazu – vielleicht gibt es sie sogar, dann kenne ich sie nur nicht – in welchen Parteien die als Parteiverdrossenheit bezeichnete Skepsis gegenüber einer definierten Struktur zur Meinungs- und Willensbildung für das Erlangen politischer Ziele am höchsten ist, ich würde einiges darauf wetten, dass es bei der orangefarbenen der Fall ist. Das findet Ausdruck in dem, was als Flüssige Demokratie versprochen wurde: wir trauen niemand, auch nicht uns, sondern nur mir selbst.<br />
Und weil sie niemandem trauen, geschweige denn vertrauen, sind die Piraten auch bis heute in ihrem inhaltlichen Programm so traurig: dafür bleibt nämlich keine Zeit. Und tatsächlich würde es auch schnell hervorspülen, dass der Kitt, der die Piraten derzeit zusammenkleistet, auch sehr brüchig sein könnte, wenn man den Schritt aus der Ablehnung in die Formulierung konkreter Vorschläge vollzieht. Denn spätestens dann kommt es wieder zur Piretchenfrage: Wem könnte man denn eine Umsetzung anvertrauen? Außer einem selbst? </p>
<p>Wenn man niemandem wirkliche Verantwortung überträgt, sondern alles nur &#8220;bis auf weiteres&#8221; regelt, ist es auch überaus leicht, Schuld zu delegieren, wenn etwas nicht so klappt. Schuld sind dann diejenigen, die ihren (ehrenamtlichen) Job nicht erledigen, die Medien, die Anderen. Aber niemals einer selbst. Alles kann, nichts muss &#8211; nur, wer will dann am Ende überhaupt noch? Die Brutalität, mit der bei den Piraten Machtkämpfe ausgefochten werden, ist keineswegs größer als bei den anderen Parteien. Aber ihre spezielle Form der Öffentlichkeit führt dazu, dass sie fast schon einen Anspruch auf Finalität in sich tragen. Was wiederum mit dem Flüssigmantra unvereinbar sein dürfte. Es sei denn, man begreift es als semipermeablen Prozess, bei dem am Ende das Sediment der Sieger bleibt &#8211; ein politischer Turbo-Darwinismus ohne Rücksicht auf Verluste.</p>
<p>Noch sind die Piraten mehr Traum für Psychotherapeutenkammern und Mediationslehrgänge, denn ein Musterbeispiel für demokratische Partizipationsmechanismen, eine kluge Pluralität und damit eine progressive Politik. Wo kein Vertrauen herrscht, herrscht nichts und niemand. Das muss nicht zwangsläufig ins Verderben führen. Belgien hat gezeigt, dass ein Land über Jahre so gut oder schlecht wie eh und je funktionieren kann, auch wenn es keine wirkliche Regierung im klassischen Sinne mehr gibt. Die vorhandene Struktur federt das durchaus ab. Nur haben die Piraten keine Struktur, sie haben keinen Apparat, und sie wollen offenbar auch keinen. Wer jedoch damit beschäftigt ist, sich gegenseitig im Dauerkampf um die Flüssigparteiposten und -positionen fertig zu machen, hat politisch ganz schnell fertig: dann fehlt auch denen das Vertrauen, die man eigentlich als Wähler gewinnen wollte . Und das ist überaus nachvollziehbar.</p>
<p><strong>tl;dr: Piraten, fangt an euch zu vertrauen oder packt zusammen.</strong></p>
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